Veröffentlicht am 17. Januar 2019 In WJT 2019

Sie kommen! Das Heiligtum von Costa Rica begrüßt die Zukunft der Kirche mit offenen Armen.

JMJ 2019, COSTA RICA, María Fischer •

„Wir sind durchgehend hier, um die Jugendlichen willkommen zu heißen…“, sagt Cata Cabezas. Und das sind sie. Sie zu begrüßen und willkommen zu heißen, ihnen Essen und Trinken zu geben, das Heiligtum für ihre Messen vorzubereiten, sie in Familien unterzubringen („Acht Brasilianer im Haus meiner Schwester Daniela, ist das nicht toll?“), sie an den Strand und die schönsten Touristenziele Costa Ricas zu bringen und einfach anwesend zu sein, um zu reden, das Leben zu teilen, sich gegenseitig aus dem realen Leben zu inspirieren, das sie leben und um das Heiligtum und die Statue Pater Kentenichs finden.—

 

Gruppe aus Querétaro, Mexico

Schon am Freitagnachmittag letzter Woche erschien eine Gruppe aus Querétaro, Mexiko. Keine Schönstätter, aber sie kannten das Heiligtum dort. Jetzt lernten sie das Schönstatt-Heiligtum in Costa Rica kennen, feierten dort die Messe, aßen etwas Leckeres, das schnell für sie vorbereitet wurde, und machten weiter – voller guter Erinnerungen.

Fackellauf Brasilien

Fackellauf Brasilien

Die erste Delegation der Schönstattjugend: Die JUMAS aus Brasilien

„Viele dieser Jugendlichen lernen sich gerade erst kennen, wir kommen aus ganz Brasilien. Einer kommt aus Brasilia, ein anderer aus Atibaia, ein anderer aus Rio de Janeiro….“ Etwa 20 Jugendliche, begleitet von Pater Alfonso Wosny, kommen am Sonntagnachmittag an, müde von der Reise und voller Hoffnung. Bevor sie überhaupt eine Tasse Kaffee oder Tee trinken, rennen sie zum Heiligtum und beginnen zu singen und zu beten…. Zwei oder drei von ihnen tragen das T-Shirt vom Fackellauf Brasilien. „Ich bin Flavio, du hast meinen Artikel über Fackellauf veröffentlicht“, sagte einer von ihnen. „Das ist ja toll, dich zu treffen!“ Sie  erzählen gleich los, wie dieser Fackellauf, motiviert von dem im Jubiläumsjahr 2014, sie motiviert und verändert hat.

Gabriel fragt mich: „Hast du WiFi?“. Habe ich, und in wenigen Minuten haben wir buchstäblich das geschaffen, was die Mission von schoenstatt.org ist: Schönstätter vernetzen. „Das große Anliegen des letzten Nationalen Forums der JUMAS (Mannesjugend) aus Brasilien war, wie wir mehr Berichte über unser Leben und Apostolat auf schoenstatt.org bringen können – jetzt kann ich dich direkt fragen!“ Ein Mini-Workshop über die Kentenich-Kommunikation und den MTA-Stil, den wir auf schoenstatt.org haben, die einfache Einladung, das zu schicken, was sie für fähig halten, dem Leben anderer zu dienen,  Austausch von Adressen auf Whatsapp, und alles ist klar.

Zu Beginn der Messe erzählt Pater José Luis Correa ein wenig über die Geschichte Schönstatts in Costa Rica, die Bewegung und ihre Aktivitäten, vor allem die missionarischen Reisen in die anderen Länder Mittelamerikas, um den Gründungsprozess dort zu unterstützen: Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Panama… Nach der Messe voller Ergriffenheit und schwungvoller Lieder konnte der „Ritus“ des Franz-Reinisch-Hymnus nicht fehlen, mehr geschrien als gesungen und ansteckend jugendlich: „Apostel lass mich werden….“. Ein ansteckendes Feuer auf dem Vorplatz des Heiligtums, das in diesen Tagen im Alter von nur zwei Jahren zum glühenden Herzen der Zukunft Schönstatts wird.

 

Missionarisch heraus in die Stadt

Nach einem reichhaltigen Essen und viel Austausch gingen die Jugendlichen mit ihren Gastgebern nach Hause, um am Montagmorgen zur Messe zurückzukehren und dann einige Touristenattraktionen in der Stadt und später einen Vulkan und Wasserfälle zu besuchen, alles von Cata Cabezas und ihrem Team im Augenblick organisiert.

Es geht aber gar nicht anders, wenn es um die JUMAS geht – da  wird selbst ein Touristenausflug zum missionarischen Einsatz. Auf den Straßen und Plätzen von San José, auf dem Zentralmarkt, in der Kathedrale und in anderen Parks sieht am an diesem Montag Fahnen von Schönstatt, von Brasilien, von  IGNIS (internationales Treffen der Schönstatt-Mannesjugend)…. Man hört, man spürt Weltjugendtag…. Der Montag endete für die brasilianischen Jugendlichen im Restaurant El Mirador, hoch über der Stadt, mit seinem spektakulären Panorama von San José. Ein Lichtermeer, das sagt: Für all diese Menschen haben wir eine Mission, und für all diese Menschen gibt es hier ein Heiligtum.

 

Berufungspastoral aus Freiburg

Sehr spät am Sonntag kam eine Gruppe Jugendlicher aus der Erzdiözese Freiburg, eine Gruppe des Zentrums für Berufungspastoral. Keiner von ihnen kommt aus Schönstatt außer Pfr.  Palwelzick vom Institut der Schönstatt-Diözesanpriester, der die Gruppe begleitet. Sie erhielten Unterkunft im Bewegungshaus und zogen früh am Montag, nachdem sie die Messe im Heiligtum gefeiert hatten, glücklich und dankbar weiter.

Die Familie steht einfach bereit, um alle zu empfangen

Am Montag war das Gelände des Heiligtums voll von Menschen, obwohl gar keine Gruppen ankamen. Da waren die Jugendlichen, die die internationalen Treffen vorbereiten, und die Erwachsenen, die das Heiligtum für die Messen vorbereiten, die Wasser, Tee, Kaffee und vieles mehr kochen und zubereiten. Da sind diejenigen, die an der Logistik arbeiteten, an der Begrüßung, und viele, die einfach da waren, um in apostolischer Erwartung bereit zu sein…. Ein Heiligtum mit Leben, wo sich jeder Pilger als Teil einer Familie fühlt, wichtig, willkommen, dabei……

Mittags um 12.00 Uhr gibt es eine Messe mit Pater José Luis Correa, wie jeden Werktag. Pfr. Alberto Celis aus Peru vom Verband der Diözesanpriester wollte direkt bei seiner Ankunft die Messe feiern. Um 20:00 Uhr war eine weitere Messe,  die von Pater Andrés Espinoza aus Mexiko, P. Jesús Ferras aus den Vereinigten Staaten und Pfr. Aversano Martín aus Tucumán, Argentinien, aus dem Verband der Diözesanpriester konzelebriert wurde – wir werden in einem anderen Artikel mehr über diese Messe erzählen.

Pater Martin Aversano steht lange Zeit nachdenklich vor der Statue von Pater Kentenich, die in der Abenddämmerung sanft beleuchtet ist. „Du kannst mit ihm reden“, sagt ein Mann aus Costa Rica zu ihm. Und da stehen wir nun zu dritt aus drei Ländern vor ihm und beginnen, über die Mission Pater Kentenichs zu sprechen, die wir übernehmen müssen, was uns umtreibt und bewegt an seinem und unserem Schönstatt, und nach einer Weile spüren wir, dass wir mit ihm gesprochen haben und er mit uns.

 

Fotos: P. José Luis Correa, Daniela Ramírez, Maria Fischer

Fotogalerie
JMJ19 - Costa Rica 13.1.

Original: Spanisch, 14.01.2019. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org, zur Zeit Costa Rica

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