Veröffentlicht am 14. Januar 2019 In WJT 2019

Ein Sonntag der Begegnungen in der Erwartung von 600 Jugendlichen

JMJ 2019, COSTA RICA, María Fischer •

Man spürt „reines Leben“, Freude, Warten, Engagement, an diesem Morgen voller Sonne und von Menschen, die alles bereit machen für die Ankunft von etwa 600 Jugendlichen am Heiligtum der „Familie der Hoffnung“ in Santa Ana, San José, und das in einer faszinierenden Mischung aus Eile und Gelassenheit. Einige junge Freiwillige sind bereits seit Wochen dort und mehrere Ehepaare aus dem Familienbund bereiten das Haus für den Empfang der jungen Leute vor. Gleichzeitig füllt sich der Ort mit Teilnehmern der beiden üblichen Sonntagsmessen: der Kindermesse und der „normalen“, wie Pater José Luis Correa sie nennt.

Junge Kirche (sehr junge) bei der Kindermesse

„Sind Sie aus Santa Ana?“ fragt Michelle Ramirez eine Frau, die sich in den Schatten der Bäume vor dem Heiligtum geflüchtet hat und Spielzeug in der Hand hält. „Ja“, antwortet sie, „meine Kleine mag die Kindermesse in dieser Kapelle so sehr, dass wir jetzt jeden Sonntag gehen. Ein Madrugador, junger Großvater, begrüßt Derek Monturiol, ebenfalls Madrugadorr und im Familienbund. Er kommt jeden Sonntag mit seinem Enkel zur Kindermesse zum Heiligtum. „Er begann alsMadrugador, jetzt singt sein Enkel im Chor der Kindermesse, und manchmal kommt er mit der ganzen Familie“, sagt Derek.
Es ist Urlaubszeit in Costa Rica, deshalb sind es nicht so viele Kinder wie sonst und dem Chor fehlen einige wichtige Mitglieder, aber mit Freude und Mut beleben die kleinen Sängerinnen und Sänger, unterstützt von Gitarre und Keyboard, die Messe, die von Pater Andrés zelebriert wird, Schönstatt-Pater aus Chile, der seit 13 Jahren in Mexiko und jetzt in Costa Rica ist, um das IGNIS-Treffen der Mannesjugend vorzubereiten. Die Kinder selbst sind die Protagonisten der Messe, die immer mehr Nachbarn von Santa Ana ins Heiligtum bringt.

„Wir sind eine kleine Bewegung in Costa Rica mit nur 1500 Personen in Gruppen, und wir kannten uns immer alle untereinander. Jetzt nicht mehr“, sagt Cata Cabezas vom Familienbund. „Wenn wir jetzt ins Heiligtum gehen, gibt es so viele unbekannte Gesichter. Das Heiligtum hilft uns so sehr, wir erleben, dass die Gottesmutter wirklich Herzen zum Heiligtum zieht.“

Alles bereit für die Tage vor dem Weltjugendtag

Ein noch nicht einmal zwei Jahre altes Heiligtum, eine Statue von Pater Kentenich, erst wenige Monate alt, ein sonniges, grünes Gelände ein Haus mit viel Platz zum Verweilen und Treffen: alles bereit, gerade rechtzeitig, um den Hunderten von Schönstatt-Jugendlichen und vielen anderen, die in dieser Woche hierher kommen und dann nach Panama weiterreisen werden, ein Herz, ein Zentrum, ein Zuhause und einen Ort der apostolischen Sendung zu geben. „Die Karte der Heiligtümer auf schoenstatt.org mit allen Heiligtümern der Welt mit dem Logo des Weltjugendtages hat mich sehr berührt“, sagte eine Frau des Familienbundes. „Ich kann nicht aufhören, an das wegen Renovierung geschlossene Urheiligtum zu denken und an unser Heiligtum, das in diesen Tagen die Rolle des Herzens Schönstatts übernimmt….“.

Sobald die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern die Vermeldung gehört  hatten, dass sie am kommenden Sonntag sehr pünktlich ankommen und noch pünktlicher wieder gehen müssen und dass sie auch keinen Parkplatz finden werden und darum entweder zu Fuß gehen, weiter weg parken oder ein Taxi nehmen müssen, beginnt die Ankunft der Teilnehmer der „normalen“ Sonntagsmesse. Es scheint, dass die ganze Bewegung hier ist. Während Isidro Pereira mich  um Zusammenarbeit bittet, um über schoenstatt.org Menschen aus El Salvador zu erreichen, wo in einigen Monaten die ersten Landestagung der Schönstatt-Bewegung stattfinden wird, kommt Marcelo Alfonso dazu. Vor mehr als 20 Jahren war er derjenige, der von Pater Esteban Uriburu eine Pilgernde Gottesmutter mit dem Auftrag empfangen hat, Schönstatt in Costa Rica zu gründen – mit allem Drumherum einschließlich Gründungsurkunde Schönstatts in Costa Rica, in einem Hotel in der Nähe des Flughafens verfasst. Zusammen mit ein paar anderen Paaren begannen sie, zusammenzukommen und erleben heute eine lebendige und lebenvermittelnde Bewegung, die in die Nachbarländer ausgeht, um dort im Gründungsprozess zu helfen.

Die ganze Schönstattfamilie von Costa Rica im WJT-Modus

Niemand ist hier, der nicht irgendwie für die Aktivitäten der Jugend arbeitet, hier im Heiligtum selbst oder bei den Momenten der internationalen Treffen der Schönstatt-Mädchen- und Mannesjugend, die an anderen Orten in der Nähe stattfinden werden.

Es ist etwas, das man schon kennt von der Schönstatt-Bewegung Costa Ricas, das Teil ihrer Identität ist: Die ganze Familie steht im Dienste der Aktivitäten oder Bedürfnisse einer Gliederung oder eines Projekts. Mehr, sie machen es sich als Familie so sehr zu eigen, dass sie sich verpflichten. Was aller Anliegen ist, ist wirklich Anliegen von jedem Einzelnen.

Für diese Jugendwoche gibt es viele Kommissionen, jeder für ein wesentliches Element, sei es die Unterbringung der Jugendlichen oder der sie begleitenden Patres und Schwestern, das Essen („Wir haben immer Essen hier für alle“) und den Kaffee, der jedem ankommenden Jugendlichen oder Erwachsenen gegeben wird, und so viel mehr, was getan werden muss und getan werden will, damit sich jeder der Jugendlichen, ob Schönstätter oder nicht, willkommen und einfach wohl fühlt. Und das Beste: Sowohl die Jugendlichen als auch die Erwachsenen haben pure Freude dabei.

Das ist Familie der Hoffnung. Für ganz Schönstatt.

Fotos vom 13.01.2019
JMJ19 - Costa Rica 13.1.

Original: Spanisch, 14.01.2019. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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