Veröffentlicht am 14. Januar 2019 In WJT 2019

WJT2019: Junge Häftlinge machen einen Stab, den sie dem Papst schenken

WJT2019, Pressestelle WJT /Maria Fischer –

Als Geschenk zu Ehren des Besuchs, den Papst Franziskus dem Jugendgefängnis von Pacora am Freitag, den 25. Januar, widmen wird, hat eine Gruppe von vier finhaftierten Jugendlichen im Alter von 17 bis 25 Jahren einen Stab geschnitzt, den sie dem Papst schenken möchten.—

Die Jungen konnten dieses Teil dank der Fähigkeiten herstellen, die sie in einem der Resozialisierungsprogramme erworben haben, die in diesem Zentrum durchgeführt werden. Papst Franziskus wird das Jugendzentrum besuchen, um eine Bußliturgie zu feiern und die Beichte einiger junger Menschen zu hören. Sie sehen mit Optimismus und Freude, dass der Papst seinen Blick auf sie richtet, und sie zeigen es mit ihrem Engagement in diesem Tischlerprojekt, einer der vielen Initiativen, die sie für diesen besonderen Besuch vorbereiten.

Eine vom Kreuz Christi durchbrochene Kette

Der Bischofsstab ist ein Stab, der die Hirtenschaft der Bischöfe repräsentiert und ein Symbol der kirchlichen Führung ist, die vom Bischof von seiner Ernennung an in allen von ihm geleiteten liturgischen Handlungen getragen wird.

Der von den Jugendlichen von Pacora hergestellte ist aus Holz und besteht aus 4 Teilen à 18 Zoll Länge pro Strecke. Die Schnitzerei an der Spitze stammt von dem Künstler Ubaldino Batista aus der Gemeinde Monagrillo, Provinz Herrera, und trägt das Logo des Weltjugendtags Panama 2019 und auf der Rückseite eine Kette, die in der Mitte durch das Kreuz Jesu unterbrochen wird und die die Veränderung symbolisiert, die diese jungen Menschen erlebt haben, seit sie zum Glauben gefunden haben.

Pfarrer Domingo Escobar, Pfarrer der Pfarrei Unserer Lieben Frau vom Karmel in Juan Díaz und der Pfarrei Santa María del Camino in Ciudad Radial, war für die Betreuung der Ausarbeitung dieses repräsentativen Elements der katholischen Kirche verantwortlich und versichert, dass die Jugendlichen eine persönliche Begegnung mit dem Herrn hatten, die es ihnen ermöglicht hat, sich neue Ziele zu setzen.

2015, auf der Costanera von Asucnción. Rechts von Papst Franziskus Orlando und P. Pedro Kühlcke

Es ist nicht das erste Mal, dass der Nachfolger des heiligen Petrus Nachfolger strafgefangenen Jugendlichen begegnent, da er diese Gruppe als eine der existentiellen Peripherien betrachtet, die mit Barmherzigkeit zu betreuen sind. Wir erinnern uns mit besonderer Ergriffenheit an das Treffen in der Costanera von Asunción, Paraguay, während des Besuchs von Papst Franziskus in Paraguay, als Orlando, ein junger Mann aus dem Jugendgefängnis von Itauguá, zusammen mit Pater Pedro Kühlcke den Papst begrüßte und Franziskus mit seinem Zeugnis dazu motivierte, das Thema seiner Ansprache zu wechseln.

Die Jugendlichen aus Panama sind dankbar, dass sie als eine weitere Gruppe von Pilgern betrachtet werden und sagen, dass sie sich darauf vorbereiten, ihre Rehabilitierung vor dem Papst zu zeigen, bereit, ihre Verurteilung abzuschließen und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

Manchmal fragen wir uns: Was ist das „Produkt“, das Schönstatt auf den „Markt“ der heutigen Welt bringen kann? Es gibt viele Antworten, keine Frage.

Eine davon ist ganz sicher die Kentenich-Pädagogik an der Peripherie.

Konkret gelebt, und nicht ohne sich die Hände schmutzig zu machen.

 

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