Veröffentlicht am 2018-10-26 In Leben im Bündnis

Fackellauf 2018: Opfer, Einsatz und Mission in Paraná

BRASILIEN, Leonardo Rodrigues via jumasbrasil.com.br •

In Schönstatt gehört der Opfergeist zum Alltag. Er verstärkt sich noch, wenn es um eine geistige Eroberung geht. Und so konnte es mit dem Fackellauf 2018 in Brasilien (Lauf und Mission) nicht anders sein. In der Zeit vom 28. bis zum 30. September liefen ungefähr 60 Mitglieder der männlichen Schönstattjugend vom Schönstattheiligtum ‘Tabor Esmagadora da Serpente’ (Taborheiligtum der Schlangenzertreterin) in Londrina bis zum Grundstück des künftigen Heiligtums in Maringá. Während dieser Zeit gestaltete die Schönstattjugend in Gegenwart der gesamten Schönstattfamilie die „Fackellauf-Mission“.—

 

Die Messe zur Aussendung am 28. in Londrina wurde besonders durch die Gegenwart derGründergeneration der Mannesjugend der Stadt Canção geprägt. Dort trafen sich dann auch alle nach einer ersten Strecke von 10 Kilometern zur ersten Rast. Die Fackeln, die eigens aus Deutschland geholt worden waren, trugen nicht nur die Flammen des Feuerbeckens von Londrina, sondern auch das Christusfeuer, das in den Herzen aller Anwesenden brannte.

Vor Sonnenaufgang

Am folgenden Tag (29.) waren die Läufer bereits vor Sonnenaufgang auf den Beinen. Gestärkt an Leib und Seele, die Zelte abgebrochen, machten sie sich auf den Weg. Erst zum Mittagessen machten sie im Distrikt Campinho Halt, und dort wechselte auch die Läufergruppe. Die Jugendlichen beendeten den Tag in Mandaguari. Dort gab ihnen der Direktor der Fakultät Fafiman freundlicherweise Platz, damit alle sich ausruhen und für den nächsten Tag vorbereiten konnten.

 

Das Josef-Engling-Feuerbecken

Der Sonntag war der dritte und letzte Tag des Fackellaufs. Das Gefühl, mit jedem Schritt der Erarbeitung des Feuerbeckens in Maringá näher zu kommen, vertiefte sich. Mit der Ankunft in der Pfarrei São Miguel (Maringá) stieg die Anspannung und die Vorfreude ins Unermessliche. Nach dem vorbereiteten Empfang durch die Gemeinde bewegten sich alle Teilnehmer Richtung Kathedrale der Stadt und anschließend zu der Kapelle, zu der das Heiligtum gehört, und das alles bei strömendem Regen. Unter den Klängen der Musik ‘Jumas Somos Nós’ (Wir sind die Jugend) marschierten schließlich alle Richtung Feuerbecken. Die Begeisterung der Missionare beim Empfang war riesig. Das war eine Überaschung!. Denn trotzt des schlechten Wetters versammelten sich alle und sangen das Reinischlied, womit der Lauf und diese Erarbeitung abgeschlossen wurde.

Nach diesem unvergesslichen Moment bereiteten sich alle auf die heilige Messe vor, die mit großer Ergriffenheit und andächtigem Gebet gefeiert wurde. Mit jeder Ansprache und jeder Lesung wuchsen die Emotionen. Am Ende der Messe machten die Leiter des Fackellaufs einen Lauf zum Feuerbecken, in das die Beiträge zum Gnadenkapital für diesen Lauf hinein gesenkt wurden. Bemerkenswert war das Engagement des ganzen Teams, vor allem von der örtlichen Mannesjugend, die seit Monaten alles eingesetzt hatte, damit dieser Lauf ein Erfolg würde.

Der Fackellauf Brasilien war offensichtlich ein Wunsch der Gottesmutter

Für Flávio Dias, den Leiter des Fackellaufs, war es ein unvergessliches Ereignis:  “Der Fackellauf war ein Ereignis von großer Bedeutung, besonders für uns, die JUMAS Maringá, die 20 Jahre nach unserer Gründung das Feuerbecken erarbeiten konnte, eines der ersten Symbole unseres künftigen Heiligtums. Dies ist für sich gesehen schon eine große Freude, aber die Art und Weise zu sehen, wie Maria ihre kleinen Werkzeuge brauchte, um so etwas Großes wie den Fackellauf zu veranstalten, ist überaus schön. Heute kann ich erkennen, dass der brasilianische Fackellauf wirklich ein Geschenk der Gottesmutter war und wie schön das Bündnis ist, das wir mit der Gottesmutter geschlossen haben, wobei wir das Wenige, das wir haben, schenken und sie es in etwas so Großes verwandelt. So sehen wir auch Josef Engling, der in seinem Kleinsein Großes vollbracht hat, für uns als ein Beispiel der Heldenhaftigkeit und Heiligkeit“, so Flávio mit einem guten Gefühl über die gelungene  Aktion.  “Welche Früchte dieses Fackellaufes werden wir sehen? Das wird allein die Zeit uns sagen, doch gewiss ist, dass diese Christusflamme, die im Herzen Englings brannte, heute auch in unseren Herzen brennt. Allen, die an diesem Fackellauf teilnahmen und halfen: Danke!”

Auch für P. Júlio Fabiano, geistlicher Berater der Regio Paraná, war es das beste Ereignis des Jahres: “Ich danke für die Teilnahme und den Einsatz jedes einzelnen von Euch! Der Fackellauf war unbeschreiblich, weil jeder das beste von sich einbrachte, mit Mut und Seele, selbst im Regen! Ich bin sehr stolz auf alle! Es war die beste Jahresaktion der Regio Paraná! Bleibt stark, nehmt ins Alltagsleben die Anregungen dieser Tage mit”, sagte P. Julio mit leuchtenden Augen.

Während der ganzen Zeit, in der die Jugendlichen auf dem Weg waren, hielt die Schönstattjugend mit den Marienschwestern Sr. Jacinta und Sr. Elisa Maria Misiones in der Gegend rund um das künftige Heiligtum von Maringá. Zu jeder Zeit konnten auch die Missionare mit der Unterstützung der Familienliga rechnen, diese bereiteten die Mahlzeiten zu und gestalteten verschiedene Aktivitäten.

Was bedeutet dieser Fackellauf 2018 in Brasilien für alle Teilnehmer dieses Erlebnisses?

Die Antwort ist einfach und klar: WIR SIND TEIL DIESER GESCHICHTE. Diese Geschichte, die auf ewig in unsere Herzen eingebrannt ist mit Blut und Feuer; denn die Muttergottes war jeden Augenblick gegenwärtig. Was für viele Unsinn ist, ist für uns LIEBE. Denn alles tun wir für sie. Wir hinterlassen einen Meilenstein der Eroberung fürs künftige brasilianische Heiligtum. Mit Josef Engling, unserem Vorbild als Held und Gründer wollen wir die Fackel sein, die in den jugendlichen Herzen brennt und alles mit dem Christusfeuer entzündet.

Original: Portugiesisch. Übersetzung: Mechthild Jahn und Renate Dekker,  Biguaçu, na grande Florianópolis/SC, Brasilien

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