Veröffentlicht am 2020-08-13 In Franziskus - Botschaft

In diesen Tagen sind meine Gedanken oft beim Libanon

PAPST FRANZISKUS IN SOLIDARITÄT •

Nach dem Angelusgebet am vergangenen 9. August hat der Papst für den Libanon gebetet und bat die internationale Gemeinschaft um ihre Hilfe. Zu den Bischöfen, Priestern und Ordensleuten des Libanon sagte er, sie sollten „in der evangeliumsgemäßen Armut zu leben, ohne Luxus, da das Volk großes Leid ertragen muss.“—

 

„Die Katastrophe vom vergangenen Dienstag ruft alle – angefangen bei den Libanesen –, dazu auf, sich gemeinsam für das Gemeinwohl dieses geliebten Landes einzusetzen. Der Libanon hat eine besondere Identität, die aus dem Zusammentreffen verschiedener Kulturen entstanden ist und sich im Laufe der Zeit zu einem Vorbild des Zusammenlebens entwickelt hat. Natürlich ist diese Koexistenz jetzt sehr zerbrechlich, aber ich bete, dass sie mit Gottes Hilfe und der loyalen Beteiligung aller frei und stark wiedergeboren werden kann. Ich lade die Kirche im Libanon ein, den Menschen in ihrem Leid nahe zu sein, wie sie es in diesen Tagen ohnehin schon tut: mit Solidarität und Mitgefühl, mit Herzen und Händen, die zum Teilen offen sind. Ich erneuere auch meinen Appell an die internationale Gemeinschaft, großzügig Hilfe zu leisten. Jungfrau von Harissa, Königin des Libanon, bete für uns!“

 

Der Heilige Vater hat über das Dikasterium für ganzheitliche menschliche Entwicklung eine Starthilfe von 250.000 Euro geschickt, um die Bedürfnisse der libanesischen Kirche in diesen schwierigen Momenten zu erfüllen.

Diese Spende will ein Zeichen der Aufmerksamkeit und der Nähe des Heiligen Vaters zu der betroffenen Bevölkerung und seiner väterlichen Nähe zu den Menschen sein, die sich in ernsten Schwierigkeiten befinden.

Die Hilfe wurde über die Apostolische Nuntiatur von Beirut weitergeleitet und dient der Versorgung der Betroffenen der schrecklichen Explosion im Hafen, die über hundert Tote und Hunderttausende von Verletzten und Vertriebenen forderte und Gebäude, Kirchen, Klöster sowie Zivil- und Gesundheitseinrichtungen zerstörte.

Als Reaktion auf die dringenden Bedürfnisse haben die katholischen Strukturen über die Aufnahmezentren für Vertriebene zusammen mit der Aktion von Caritas Libanon, Caritas Internationalis und mehreren Schwesterorganisationen der Caritas bereits  erste Nothilfe geleistet.

 

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