Veröffentlicht am 30. September 2019 In Kirche - Franziskus - Bewegungen, Schönstätter

Mutter des missionarischen Volkes

VATIKAN/ARGENTINIEN, Maria Fischer •

„Maria – Kirche: Mutter des missionarischen Volkes“: So lautet der Titel der Doktorarbeit in Mariologie, die Pater Alexandre Awi Mello, Schönstatt-Pater und Sekretär des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben kürzlich am International Marian Research Institute der University of Dayton (Ohio), USA, abgeschlossen hat. —

Das in Buenos Aires vom Verlag Agape Libros veröffentlichte Werk behandelt das Leben und die marianische Tätigkeit von Jorge Mario Bergoglio und zeigt, wie er die marianische Volksfrömmigkeit durch seine familiären Wurzeln, den theologisch-pastoralen Kontext Argentiniens und Lateinamerikas und seinen engen Kontakt mit dem „heiligen Volk Gottes“ gelernt hat.
Das Buch sammelt die marianischen Texte von Bergoglio in den verschiedenen Phasen seines Lebens, Interviews mit dem Papst und seinen Angehörigen und zeigt, wie die marianische Hingabe zu einem echten Beitrag zur Verwirklichung seiner Vision der Kirche geworden ist.
Die Formulierung „Mutter des missionarischen Volkes“ fasst nach Ansicht des Autors die Vision des Papstes von Maria und der Kirche zusammen und stellt damit die theologisch-systematische Grundlage des Denkens und Handelns von Papst Franziskus in BLick auf die marianische Volksfrömmigkeit dar.

Eine Arbeit, die das ganze Leben und Denken von Bergoglio/Franziskus zu verstehen hilft

Das Vorwort von Prof. Carlos María Galli, Dekan der Theologischen Fakultät der Päpstlichen Katholischen Universität Argentinien und Mitglied der Internationalen Theologischen Kommission, beschreibt ein Werk, das „hilft, das ganze Leben und Denken von Bergoglio/Franziskus zu verstehen. Es ist nicht nur eine mariologische Reflexion im Rahmen der populären marianischen Frömmigkeit. Ich möchte mich hier darauf beschränken, auf zwei große theologische Kerne von Bergoglios Gedanken hinzuweisen, die Awi uns hilft zu verstehen“, heißt es im Vorwort. Das erste ist die Ekklesiologie des Volkes Gottes, das zweite ist die Beziehung zwischen Maria und Kirche.

Die historischen, theologischen und pastoralen Schlussfolgerungen dieser Studie sind für diejenigen von Bedeutung, die die Wurzeln des Pontifikates von Papst Franziskus kennen und dessen prophetische Vision in die Praxis umsetzen wollen.

Foto: Cassio Leal, schoenstatt.org: Jubiläumsaudienz der Schönstattbewegung 2014

Ausgangspunkt: ein Interview mit dem Papst

In Spanisch und in Argentinien erschienen, wie kommt man jetzt da dran? Für diejenigen, die sich für die Doktorarbeit interessieren und diese nicht bekommen oder nicht lesen können, wird „das Buch „Leben mit Maria“ empfohlen, „durch das ich mit dem Schreiben der Doktorarbeit begonnen habe“, so Pater Alexandre Awi gegenüber schoenstatt.org.

Es ist ein Buch, das sich nicht nur mit dem marianischen Glauben von Papst Franziskus beschäftigt, sondern diesen auch in den Kontext seiner Vision von der Kirche und der Theologie des Volkes Gottes stellt. Das Buch entstand aus Gesprächen zwischen Pater Alexandre und Papst Franziskus, die am 26. Dezember 2013 inCasa Santa Marta begannen. Pater Alexandre kannte Kardinal Bergoglio bereits, aber er erkennt immer noch seine Überraschung über die Nähe und Verfügbarkeit von Papst Franziskus an. „Während des Interviews und der späteren Ausarbeitung des Materials habe ich den Wert der Weisheitstheologie von Papst Franziskus entdeckt, die spontan Theologie und Spiritualität vereint“, sagt er. „Dieses Buch konzentriert sich eher auf das Zeugnis eines Dieners Mariens, eines Verehrers, der der Seligen Jungfrau persönlich begegnet und in dieser Beziehung eine Möglichkeit erlebt, seine Begegnung mit Jesus tiefer zu leben“, erklärt Pater Alexandre.

„Die Hingabe von Papst Franziskus an die Jungfrau Maria ist bekannt, aber jetzt haben wir ein Buch, in dem er selbst sie erklärt und uns sagt,wie er sie lebtund wie alle Christen sie leben sollten“, so ein Kommentar in „Religión en Libertad“, Spanien.

 

Das Buch wurde zuerst in Portugiesisch veröffentlicht (in Brasilien (Loyola), danach in Spanisch (Editorial Patris in Argentinien und Chile, Editorial Monte Tabor (www.montetabor.es) in Spanien), in „portugiesischem Portugiesisch“ in Portugal, in Deutsch (Benno-Verlag), in Italienisch (Cittá Nuova), in Englisch (St. Paul’s, Indien)  und zuletzt in Rumänisch.

Mit Material des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben.

Original: Spanisch, 29.09.2019. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

 

Schlagworte: , , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.