Veröffentlicht am 1. November 2016 In Projekte, Werke der Barmherzigkeit

Zehn Jahre Betania in Spanien

SPANIEN, Elena Martín Otín •

image002Zehn Jahre sind es bereits seit dem Beginn von Betania Spanien. Was vor zehn Jahren als kleine Wirklichkeit von vier geschiedenen Frauen unter der Führung der Gründerin, Maria Luisa Erhardt, und  P.  García Serrano – unserem Pfarrer Gabriel – als Berater, angefangen hat, ist heute eine große Realität von über 200 Frauen in zwölf Gruppen, alle verbunden durch den gemeinsamen Faktor des Zerbrechens ihrer Ehe. Viele von ihnen befinden sich im Prozess der Annulierung ihrer kirchlichen Eheschließung oder haben diese bereits erreicht; andere sind geschieden oder in Scheidung, andere  gerichtlich getrennt – und jede einzelne von ihnen mit ihrer persönlichen Geschichte und Erfahrung.

Weit ausgebreitete Arme

Betania Spanien ist nach und nach mit eigenem Geist und eigener Persönlichkeit gewachsen. Bei der ersten Begegnung mit Betania ist da dieses Erlebnis von herzlichem Willkommen und Fehlen jeglicher Verurteilung: Niemand hinterfragt dich, alles ist offene, weit ausgebreitete Arme, und das bildet den Grundstein für das Öffnen deines Herzens und den Aufbau eines neuen Lebens, eines Lebens aufgebaut auf erneuerten spirituellen Werten und der Bekräftigung des Glaubens an Jesus Christus, der uns ständig begleitet. Denn Betania ist wie ein Strand Gottes, an dem die geschiedenen Frauen landen, erschöpft und verletzt von den Winden und Stürmen der bitteren Momente, die jede Trennung, jede zerbrochene Verbindung bedeutet. Und an diesem Strand ein Leuchtturm, María Luisa Erhardt, Werkzeug des Herrn, der uns in unserem Dunkel führt, uns aufnimmt, sich um uns kümmert, uns Rat gibt und stärker macht. Denn Betania ist ein Feldlazarett. Hier heilen die  Wunden und Traumata der harten Kämpfe, die so oft in der Stille ausgefochten werden.

Die Schönstatt-Patres könnten viel von Betania erzählen. So groß ist der Frieden, den wir in ihrem Heiligtum finden, im Schutz der Gottesmutter!

Besuch von Kardinal Carlos Osoro

Zu unserer Feier am Ende des Jahres 2015/2016, die mit diesen 10 Jahren liebevoller Existenz von Betania zusammenfiel, hatten wir die Freude des Besuches von Erzbischof Carlos Osoro von Madrid, vor kurzem von  Papst Franziskus zum Kardinal ernannt. Sein Besuch war für uns ein Balsam, eine Anerkennung unserer Realität seitens der Kirche. Erzbischof Osoro feierte die heilige Messe zusammen mit Pfr. Gabriel, gefolgt von einer schönen, berührenden Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes und anschließendem Snack. Erzbischof Carlos zeigte sich sehr freundschaftlich und nah und machte uns Mut, weiterzumachen. Er sagte uns, dass wir wichtig seien für die Gesellschaft, besonders von der Übung der Vergebung her, die wir machen.

 

 

Alles geht über die Vergebung

Und es geht wirklich alles über Vergeben: uns selbst, denen, die uns verletzt haben, gegenüber den Angriffen, denen die Institution Familie heute ausgesetzt ist… Und über den Weg der Vergebung kommt man zur Liebe, die wir auf unserem Weg säen möchten, um unseren Kindern eine bessere Welt zu hinterlassen als die, die wir heute haben.

In Betania werden wir heil, und wie unsere Gründerin sagt, wenn wir selbst heil werden, dann heilen auch unsere Familien und könnte die Gesellschaft heil werden. Das Licht von Betania Spanien erreicht heute über 200 Familien.

Betania ist dieser Raum der Heilung, den niemand und nichts in unserem Glauben bisher hat schaffen können. Danke, Betania, dass es dich gibt. Ohne dich hätten wir nur den Herrn, und das ist schon genug. Mit dir begleitet uns sein Heiliger Geist glücklich in unserer Freude.

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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