Veröffentlicht am 10. Mai 2018 In Leben im Bündnis

Die Pilgernde Gottesmutter beim „Rosenkranz an der Küste Großbritanniens“

WALES, Anna Latham •

Am Sonntag, dem 29. April 2018, versammelten sich um drei Uhr nachmittags Tausende von Katholiken an der Küste der Britischen Inseln, um für Glauben, Leben und Frieden in unseren Nationen zu beten. Die Kampagne, bekannt als der „Rosenkranz an der Küste“, wurde von einer Gruppe von katholischen Laien initiiert, die sich angeregt fühlten, dem Beispiel der Polen und Iren zu folgen. Diese hatten sich kürzlich berufen gefühlt, sich entlang der Küsten oder Grenzen ihrer Länder zu versammeln und für die Erneuerung des Glaubens und Achtung des menschlichen Leben zu beten und die  Fürbitte Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz zu erbitten.  —

Auf der Website des „Rosenkranz an der Küste”  zeigt eine interaktive Karte alle Orte an, wo sich Menschen zum gemeinsamen Beten entschlossen hatten, und schließlich wurden über 400 Orte registriert.

Verantwortung für das Gebet in St. David

Noch knapp eine Woche vor der Veranstaltung hatte ich geplant, mich einer Gruppe in der Küstenstadt Tenby in der Nähe meines Wohnortes anzuschließen. Doch da gab es einen Aufruf der Organisatoren des „Rosenkranz an der Küste“. Sie suchten jemanden, um eine Gruppe in St. David zu koordinieren, wegen der Bedeutung der Stadt. Sie ist der historische Geburtsort von St. David, dem Schutzpatron von Wales. Ich reagierte darauf, indem ich die Schwestern der Barmherzigkeit vorschlug, die dort das Exerzitienhaus von St. Non unterhalten. Aber dann dachte ich, dass ich, weil alles so kurzfristig war, die Verantwortung der Koordination des Ereignisses zusammen mit ihnen übernehmen sollte. So kam es, dass ich nach St. David ging und nicht nach Tenby, wie es ursprünglich geplant war.

15 Jahre später am gleichen Ort

Sofort dachte ich: „Großartig, ich kann die Pilgernde Gottesmutter von Schönstatt mitnehmen, die ich vom Gründerheiligtum in den USA habe und die Sr. Jessica mir vor vielen Jahren geschickt hat.“ Dann erinnerte ich mich, wie ich das Bild der allerersten Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt, das ich vom Heiligtum in Mar del Plata in Argentinien bekommen hatte, nach St. David mitgebracht hatte (ein Bild, das ich nach kurzer Zeit schon wieder zurückgeschickt hatte, weil ich nie wirklich mit der Pilgernden Gottesmutter gearbeitet habe), und dass ein Artikel darüber auf der Schönstatt-Website veröffentlicht worden war. Als ich nachschaute, stellte ich fest, dass das am 29. April 2003 war, also jetzt genau vor 15 Jahren.

Am Montag der Karwoche erhielten Anna und Chris Latham, die ersten Missionare der Pilgernden Gottesmutter in Wales, das lang erwartete Bild vom Heiligtum von Mar del Plata aus. Pater Mario Guillermo Cassone hatte dieses und zwei weitere Bilder für England gesegnet bei der Einweihung des Bildstöckchens in der Nähe des Hauses von Jorge und Maria Tiscornia, den Eltern von Geraldine Tiscornia Kunc, die als erstes die Pilgernde Gottesmutter nach England gebracht und dort die Kampagne angefangen hat.

Meine erste Anregung war, dass ich meine Pilgernde Gottesmutter mitnehme bei unserem Besuch in St. David im Westen von Wales, eine Stunde von zu Hause; es ist ein Ort, wo der heilige David und seine Mutter, die heilige Non, seit Jahrhunderten verehrt werden. Hier findet man die ersten Spuren der Christianisierung von Wales. Früher galten zwei Wallfahrten zur David-Kathedrale als gleichwertig mit einer Wallfahrt nach Rom. Der heilige David ist der Schutzheilige von Wales; das passt doch, dass die Gottesmutter dorthin ihre erste Pilgerfahrt als Pilgernde Gottesmutter von Wales macht! Wir waren auch in der Marienkapelle und der Kapelle der heiligen Non, knapp einen Kilometer von der Davids-Kathedrale entfernt, auf einer Klippe mit einem unbeschreiblichen Blick auf das Meer und die alte Non-Kapelle, wo David geboren wurde und wo, wie man sagt, eine heilige Quelle ist, die bei der Geburt von David entsprungen ist und Heilkraft hat. Die Kapelle ist im alten keltischen Stil gebaut; der Wohltäter, der den Bau finanziert hat, sagt, er habe es getan, weil er den katholischen Glauben bewundere und weil er ein Waliser sei und etwas tun wollte, um die alte Glaubenskraft wieder nach Wales zu bringen. In der Kapelle überkommt einen ganz stark das Gefühl der Ruhe und des Friedens, was mich sehr an die Schönstatt-Heiligtümer erinnert. Jetzt bewahre ich all diese Erlebnisse in meinem Herzen und denke darüber nach, was die Gottesmutter sagen will.“

https://www.schoenstatt.org/news-archive/news2003/04april/3t0451de_wales.htm

Für die Erneuerung von Glaube, Leben und Frieden

Für mich war das ein unbegreifliches Zeichen. Die Gottesmutter „Sie ist der große Missionar, sie wird Wunder wirken (sie wirkt!).“ (Vinzenz Pallotti). Dass ich fünfzehn Jahre später wieder an denselben Ort gerufen werde mit der Intention, die Pilgernde Mutter von Schönstatt mitzubringen und Teil der landesweiten Kampagne zu sein, um den Rosenkranz zur gleichen Zeit mit Tausenden anderen entlang der Küste der Britischen Inseln für die Erneuerung von Glaube, Leben und Frieden zu beten, übertrifft alle Vorstellungen.

Auch dass zur gleichen Zeit Mary Cole, die kürzlich von Schönstatt zurückgekommen ist, wo sie als Übersetzerin an der europäischen Konferenz der Pilgernden Gottesmutter teilgenommen hat, dazu angeregt wurde, die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter hier im Vereinigten Königreich neu zu beleben!

Original: Englisch, 04.05.2018. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

 

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