Veröffentlicht am 7. Mai 2018 In Dilexit ecclesiam

Ein Bild von Chiquitunga aus Tausenden von Rosenkränzen

PARAGUAY, Marguerite Beckers •

Sonntag, der 29. April 2018 war ein besonderer Tag für die Pastoral der Hoffnung der Diözese Encarnación. Die in den verschiedenen Pfarreien und Gemeinschaften der Diözese gesammelten Rosenkränze wurden von einer Gruppe der Pastoral der Hoffnung zu Koki Ruíz gebracht; daraus entsteht das Bild von Chiquitunga, der sehr volkstümlichen zukünftigen Seligen Paraguays. —

 

In seinem Atelier in Tañarand im der Stadt San Ignacio im Departamento Misiones in Paraguay, inmitten unberührter Natur und Stille, sortiert der Künstler Koki Ruiz die von den Gläubigen gespendeten Rosenkränze nach Farben für sein neues Werk: ein Altarbild von Chiquitunga, die am 23. Juni seliggesprochen wird. Sogar Papst Franziskus schickte dem Künstler einen Rosenkranz, den er bei seinem Besuch in Paraguay im Jahr 2015 benutzt hatte, um so auch beizutragen. Bisher hat Ruiz etwa 30.000 Rosenkränze für das Bild gesammelt, das etwa 9 Meter hoch und sieben Meter breit sein wird, und das in einem Bild von 14 Meter Höhe insgesamt eingerahmt werden wird.

Die Bitte, ein solches Bild zu gestalten, kam von den Unbeschuhten Karmelitinnen, der Gemeinschaft von Chiquitunga, und die Idee, als Gestaltungsmaterial für das Werk Rosenkränze zu nehmen, kam Koki Ruiz nach dem Lesen der Lebensbeschreibung und der Tagebücher von Chiqitunga, seiner hauptsächlichen Quelle der Inspiration.

 

Wie sehr María Felicia de Jesús Sacramentado, besser bekannt unter dem Namen Chiquitunga, wurde schon in dem Altar deutlich, den Koki Ruiz für den Besuch von Papst Franziskus im Jahr aus Naturmaterialien gestaltet hatte: Von den 200.000 Kokoskernen mit Widmung waren 22.800 für ihre Seligsprechung.

Die Auxiliar bei der Begegnung mit Koki Ruiz

Für unsere Gruppe von der Pastoral der Hoffnung für wiederverheiratete Geschiedene war es sehr bewegend, mit dem bekannten Künstler Koki Ruiz in Tañarandy zu sein. Wir sind alle daran gewachsen. Die Auxiliar der Diözese Encarnación hat uns begleitet. Maria war dabei.

Kurze Biographie von Chiquitunga

María Felicia Guggiari Echeverría wurde am 12. Januar 1925 in Villarrica geboren. Seit ihrem 14. Lebensjahr widmete sie sich dem Gebet und dem Apostolat in der Apostolischen Aktion von Paraguay.

In dieser Zeit gab sie Kindern und jugendlichen Arbeitern, Studenten in Schwierigkeiten, Armen, Kranken und Alten Katechesen.

Am 14. August 1955, als sie 30 Jahre alt war, trat sie in den Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen ein, wo sie den Namen María Felicia de Jesús Sacramentado annahm.

Mit 34 Jahren erkrankte sie an Hepatitis und starb am Ostersonntag des Jahres 1959.

Chiquitungas letzte Worte waren: „Lieber Vater, was bin ich glücklich! Wie groß ist die katholische Religion! Wir herrlich die Begegnung mit meinem Jesus! Ich bin so glücklich“, und: „Jesus, ich liebe dich! Welch schöne Begegnung! Maria!“

Ihre Seligsprechung ist am 23. Juni  in Asunción.

 

 

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