Veröffentlicht am 2015-06-20 In Kampagne

Der 31. Mai in Tupãrenda – Dreißig Jahre Kampagne der Pilgernden Gottesmutter in Paraguay

PARAGUAY, Kommunikationsteam des Heiligtums von Tupãrenda/mda •

Am Sonntag, 31. Mai, feierten P. Antonio Cosp und Pater Oscar Saldivar die Heilige Messe in Tupãrenda, Höhepunkt eines Maimonates mit vielen bewegenden und wichtigen Ereignissen und eben diesem 31. Mai mit seinen vielen Bedeutungen gerade für die Schönstatt-Bewegung in Paraguay

  • 56 Jahre Gründung der Schönstatt-Bewegung in Paraguay
  • 40 Jahre Primiz von Pater Antonio Cosp, Rektor des Landesheiligtums Schönstatts in Tupãrenda
  • 30 Jahre Kampagne der Pilgernden Gottesmutter in Paraguay
  • Dritter Meilenstein Schönstatts: der Gründer stellt seine Mission und sein Werk der Kirche vollkommen zur Verfügung
  • 2015: Gründung der Delegation Paraguay der Schönstatt-Patres
  • Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit

Gründung der Delegation Paraguay der Schönstatt-Patres

Delegacion_Paraguay2In der Vater-Region (Argentinien, Paraguay, Nigeria, Italien) des Säkularinstituts der Schönstatt-Patres wurde an diesem Tag die neue Delegation Paraguay als autonomes Gebiet mit eigenen Oberen gegründet. Zur Delegation gehören zwei Bischöfe, neun Patres und mehrere junge Männer auf dem Weg zum Priestertum. Pater Antonio Cosp berichtet:

„Dieser Sonntag, der 31. Mai, ist ein historischer Tag für Schönstatt in Paraguay, das an diesem Tag 56 Jahre alt wird. Claudio Giménez und ich waren damals junge Schüler, wir standen vor dem Schulabschluss und hatten uns für die Universität angemeldet. Der heutige Bischof Giménez bereitete sich auf die harten Vorprüfungen für Medizin vor und ich für Jura. In diesen ersten Monaten als Schönstätter entschieden wir beide uns, bei den Pallottinern einzutreten (wie es damals üblich war), um beim Aufbau Schönstatts in unserem Land zu helfen. Als die neue Gemeinschaft der Patres gegründet wurde, traten wir dort, mit einigen Jahren der Ausbildung, im Seminar in Münster ein, wo wir studierten und unseren Abschluss machten, um dann in Asunción zum Priester geweiht zu werden. Mit Pater Nicolás Schwizer als Verstärkung kamen wir nach Paraguay, um dort die Bewegung neu zu gründen, die sich mit unseren Laien der ersten Stunde schnell und tief entfaltete. Es wurde gleich an eine Delegation in Paraguay und eine weitere in Argentinien gedacht. Weise wurde dann die Vater-Delegation mit dem Beitrag von Argentiniern, Deutschen, Schweizern und Paraguayern gegründet – die heutige Vater-Region mit Sitz in Florencio Varela, Argentinien. Mit Paraguay als Land mit eigener Kultur und Zweisprachigkeit mit Guaraní und Spanisch, mit sieben einheimischen Patres und Berufungen, war nun der Moment gekommen, die Delegatur zu gründen. Die Bewegung hat sich sehr stark entwickelt und potenziert unsere Energien.“

Pater Tommy Nin Mitchell ist Delegat (und neuer Bewegungsleiter), Räte sind Pater Pedro Miraballes und P. Antonio Cosp.

Die Kampagne feiert

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Im Pater-Kentenich-Wäldchen wurde ein Bildstock der Gottesmutter mit einer Plakette mit einem Zitat von Don João Pozzobon, dem Initiator der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt enthüllt.

Zum Jahrestag kamen Ana Echavarría und Mercedes Bonorino, die Werkzeug waren, um das erste Bild der Pilgernden Gottesmutter an Beto und Mirta Echegaray und an Ramón und Marité Marini zu übergeben, die zusammen mit Pater Nicolás Schwizer die Sendung übernahmen, die MTA in ganz Paraguay bekannt zu machen.

Auch die „Misoneritos“ waren dabei, die Kinder der Kampagne, die, wie ihr Plakat sagte, die „Samen der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter in Paraguay“ sind.

Im Pilgerhaus gab es ein Geburtstagsständchen für die Pilgernde Gottesmutter, die nun seit dreißig Jahren in Paraguay wirkt.

Der Chor des Männer-Rosenkranzes gestaltete diesen Moment musikalisch, als Anerkennung für die Frauen, die Werkzeug waren für die Aussendung der ersten Pilgermadonna nach Paraguay und deren bewusste und verantwortungsvolle Aufnahme durch die beiden Ehepaare.

Rosarito, die Tochter von Julio und Mirta Arce de Patiño, den nationalen Koordinatoren der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter, schenkte Ana und Mercedes Rosenkränze aus Tonperlen, typisch für Paraguay, als Erinnerung an diesen Augenblick.

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Dreifaltigkeit

Ein weiterer Höhepunkt: Ein Teil der Plastik im Torbogen der Tür der Dreifaltigkeitskirche, die Darstellung des Vatergottes mit dem Heiligen Geist, der uns mit offenen Armen als seine Kinder erwartet, wurde erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt, an diesem besonderen Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Die heilige Messe wurde musikalisch gestaltet von den „Nazarenos“, dem Chor aus Luque, der den Wettbewerb für das offizielle Lied zum Besuch von Papst Franziskus gewonnen hat. Vier der neun Mitglieder der Gruppe gehören zur Schönstatt-Bewegung.

In seiner Predigt ging Pater Oscar Saldivar auf die erste Lesung ein:
„Heute sollst du erkennen und dir zu Herzen nehmen: Jahwe ist der Gott im Himmel droben und auf der Erde unten, keiner sonst. Daher sollst du auf seine Gesetze und seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, achten, damit es dir und später deinen Nachkommen gut geht und du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt für alle Zeit“(Dt 4,39-40). Wie Jesus sich vom Vater über alles geliebt erfuhr und immer seine Nähe suchte, so dürfen und sollen auch wir die Nähe Gottes, des lieben Vatergottes, Abba, suchen. Christus hat uns zu Miterben dieses Kindseins gemacht, doch wir müssen die Vorschriften und Anordnungen des Herrn befolgen, um ihm so als Kinder zu danken.

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Ein Kreuzzug für die menschlichen Bindungen

Am 31. Mai war der 56. Jahrestag der Gründung der Schönstatt-Bewegung in Paraguay und der dritte Meilenstein der Schönstattgeschichte.

Pater Antonio Cosp erläuterte die Bedeutung dieses Meilensteines. In jenem Moment setzte Pater Kentenich alles auf Spiel für den wahren Bindungsorganismus, wie Gott ihn will und wie er in dieser Zeit der Welt und Kirche nicht verstanden wurde. Er selbst hatte in den Ereignissen die Bedeutung der Vaterfigur für jedes Menschenwesen in der Erziehung seiner ersten Jünger verstanden. Die wertvollste Frucht und Bestätigung seiner Intuition wurde deren Heiligkeit. Pater Kentenich fand, dass das geistliche Kindsein vor ihm – als getreuem Transparent der Väterlichkeit Gottes – sich ehrfurchtsvoll in der dem Menschen eigenen gefühlsmäßigen Art ausdrücken darf und muss, und nicht reduziert auf eine rein übernatürliche Ebene, wie in der Kirche, vielleicht durch den Einfluss von Luther, fälschlicherweise angenommen. Darum bezeichnet er immer wieder diesen dritten Meilenstein als einen Kreuzzug für die menschlichen Bindungen, für Orte und Ideale, die uns zu Gott führen. Im dritten Meilenstein setzte der Vater und Gründer sich dafür ein, dass Liebe zur Gestalterin des Lebens, des Lebens in der Gnade, wird. Es war ein Kreuzzug der Liebe, den er der Kirche anbot.

Der 31. Mai bedeutete für Pater Kentenich, immer wachsam zu sein für die Lebenskräfte, die in der Welt wirken, für die göttlichen Kräfte. Es heißt, sich zu fragen: Wo wirkt Gott? Was möchte Gott in unserem Paraguay heute verwirklichen? Was will Gott in der Welt, in meiner Familie, auf der Arbeit?

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Ergänzt durch Material aus: www.padresdeschoenstatt.org

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

 

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