Veröffentlicht am 2014-03-24 In Jubiläum 2014

Ein Jubiläumsjahr ist ein Jahr, um Gottes Vergebung zu erhalten und neu anzufangen

USA, Fr. Jesus Ferras. Während wir durch die Fastenzeit gehen, möchte ich einladen, rückschauend die Einladung zu betrachten, die uns für dieses Jubiläumsjahr gemacht wurde, an der „Reinigung des Gedächtnisses“ weiterzuarbeiten. Ungeachtet all des Lichtes und der Feiern in diesem Jahrhundert-Jahr erkennen wir an, dass wir bisweilen schwache Werkzeuge sind. Wir haben Fehler gemacht und wir haben gesündigt.

Im Dankgebet aus Himmelwärts weist unser Vater darauf hin, wie Satan uns hereinlegen kann, und erwähnt „was zu irdisch ist in unserem Denken und zu menschlich in unserem Verschenken“. Das kann uns anregen zu bereuen und zu bekennen um Vergebung zu erbitten. So kann Umwandlung und Reinigung des Gedächtnisses geschehen. Auf diese Weise folgen wir der Tradition der Kirche, die in großen Jubiläumsjahren die Vergebung ihrer eigenen Fehler erbeten hat. Unsere Herzen sehnen sich nach frischem neuem Leben und Kraft für die nächsten 100 Jahre unserer Bewegung.

Reale Menschen, reale Konflikte, reale Geschichte, reale Situationen

Wie kann das Gedächtnis unserer Schönstattfamilie gereinigt werden? Das beginnt mit meiner persönlichen Reue und inneren Umwandlung. Es muss sich fortsetzen in unseren Gruppen, in unseren Gliederungen und in unserer örtlichen Bewegung. Die Reinigung des Gedächtnisses kann nicht nur ein übernatürlicher Akt sein, der unser Leben überschreitet und die realen Menschen, Konflikte, die Geschichte und Situationen nicht berührt. Wenn wir möchten, dass die Reinigung wirklich und authentisch geschieht, muss sie zuerst in mir geschehen und durch mich hindurch die Menschen um mich herum berühren. Das ist eine Gnade, um die wir bitten, es ist ein Geschenk. Ein Jubiläumsjahr ist ein Jahr, um Gottes Vergebung zu erhalten und neu zu beginnen. Wenn wir um Vergebung bitten, fangen wir eine neue Geschichte an, wie wir aus der Vergangenheit lernen können.

So könnten wir der Kirche besser dienen

Für dieses Jubiläumsjahr lade ich alle ein, im Geist der Buße sich um Erneuerung und innere Umwandlung zu bemühen. Pater Kentenich hat oft von Gottes Liebe gesprochen als einem brennenden Feuer, das sowohl vernichtet als auch Leben gibt. Ich hoffe und bete darum, dass wir unsere Herzen für dieses reinigende Feuer öffnen. Dann werden wir umgewandelt und werden bessere Schönstätter und Katholiken, sodass wir der Kirche besser dienen können mit der Stärke unserer schönstättischen Spiritualität, der Gabe der Bündniskultur.

Original: Englisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

P. Jesus Ferrás ist Bewegungsleiter der Schönstattbewegung in Texas, USA

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