Veröffentlicht am 5. Dezember 2009 In Jubiläum 2014

In Houston haben wir kein eigenes Haus, um es aufzunehmen – aber was für eine Ehre ist dieser Besuch!

Rosa Elena Ortega und Angie Santos mit dem VatersymbolUSA, Angie Santos. Das Vatersymbol, das die Welt durchwandert, um die Einheit der Schönstattfamilie auf dem Weg zum Jubiläum 2014 zu verstärken, hat vor seiner Weitergabe an Puerto Rico, wo es am 4. Dezember feierlich auf dem Flughafen begrüßt wurde, noch Houston in Texas besucht.

 

 

Im Hausheiligtum von Mary AbbotDie dritte Novemberwoche ist in den USA richtig aufregend; es herrscht Festtagsstimmung und Freude, es wird gepackt, geplant, gekocht, gebacken … Es ist die Woche, wo sich alles um die Familie dreht, wer irgendwie kann, reist notfalls über den halben Kontinent, um die Familie zu besuchen und mit der Familie Thanksgiving, das große Fest der Dankbarkeit, zu feiern. Fast unmöglich, in dieser Woche an irgendetwas anderes zu denken!

Und ausgerechnet in dieser Woche kam das Vatersymbol zu der kleinen Schönstattfamilie in Houston, der größten Stadt in Texas (und der „Generation Mondlandung“ bekannt als Sitz des NASA-Kontrollzentrums). Das Vatersymbol war bereits über einen Monat in Texas unterwegs gewesen, hatte die Diözesen Corpus Christi, San Antonio, Austin, Dallas, Brownsville, etc. besucht, und bevor es nun zurückkehren sollte zum Heiligtum in Lamar, wo eine Gruppe aus Puerto Rico es abholen wollte, kam es in diese Stadt, wo die Schönstattfamilie noch ganz am Anfang und sehr klein ist.

Wie einen so hohen Besuch empfangen?

Manche machten sich Sorgen; sie wussten, dass dieser Besuch etwas ganz Besonderes ist, doch: Wie das alles organisieren, und dann in einer so komplizierten Woche? Doch es schien, dass jemand anders längst die Organisation in die Hand genommen hatte… und dass das Vatersymbol nicht nur gebührend empfangen wurde, sondern dass es eine Gnadenwoche wurde, in der selbst Menschen, die nie zuvor von Schönstatt oder Pater Kentenich gehört hatten, etwas spürten von der Sakramentalität dieses Augenblicks und dieses Symbols…

Am 24. November besuchte das Vatersymbol das wunderschöne Hausheiligtum von Mary Abbot, Diözesanleiterin der Scbönstattfamilie von Houston; mit einem schlichten Gebet wurde das Vatersymbol begrüßt, dann hatten alle Zeit zum persönlichen Gebet…

Familiengruppe

Dann ging es weiter ins Hausheiligtum von Rosa Elena Ortega; sie in ihrer Pfarrei St. Cecilia ein unermüdlicher Apostel der Gottesmutter von Schönstatt, und übernahm die Organisation der Besuche des Vatersymbols dort. Am Vorabend von Thanksgiving, am 25. November, traf sich die Schönstatt-Familiengruppe in der Pfarrkirche zu einem Gebet in Gegenwart des Vatersymbols. Für die Ehepaare, die alle kleine Kinder haben, war das eine echte Herausforderung, aber fast alle erschienen mit den warm eingepackten Kindern, beteten und sangen um … Und dann kam ihr Gebet, das sehr gut ausdrückt, was die Schönstattfamilie von Houston in diesen Tagen erlebt hat:

„Wir sind eine sehr kleine Schönstattfamilie und noch ganz am Anfang; wir haben nicht einmal ein eigenes Haus, um dich zu empfangen, aber wir erleben unter uns das Wirken der Gottesmutter Maria und möchten ihr einen Gnadenthron, ein Heiligtum in dieser schönen Stadt errichten. Und wir möchten die Gnade dieser Vorbereitungszeit auf das Jubiläum von 100 Jahren Liebesbündnis im Jahr 2014 dazu nutzen. Wir bitten dich um die Gnade, die wir brauchen, um zu wachsen und uns noch mehr einzusetzen für die Sendung Schönstatts. Dieser Besuch bei uns, im Schmelztiegel der Nationen, findet uns mit offenem Herzen; er kommt in der Woche der Dankbarkeit, und wir haben viel zu danken.“

Ausdruck der Zärtlichkeit Gottes

Danach war das Vatersymbol eingeladen, bei der wöchentlichen Gebets- und Anbetungsstunde, die Pfarrer Vicente Agila in der Pfarrkirche St. Cecilia für die spanischsprechenden Christen gestaltet, dabei zu sein. Auch wenn es der Vorabend von Thanksgiving war, kamen viele, und das Vatersymbol hatte einen Ehrenplatz vor dem Altar. Pfarrer Vicente Agila ist Ecuadorianer und tief verbunden mit dem Heiligtum in Guayaquil und den Marienschwestern dort, und unterstützt die Schönstattfamilie in Houston wo er nur kann; so feiert er jeden 18. in der Pfarrei St. Cecilia mit ihnen Bündnismesse und unterstützt alle Initiativen.

In der Pfarrkirche St. CeciliaIn der Einstimmung wies er hin auf das Vatersymbol als großes Geschenk und betonte vor allem, dass Pater Kentenich es in der Hand gehabt habe. „Das ist, wie wenn eine Mutter ihr Kind streichelt; das Vatersymbol ist ein sichtbarer Ausdruck für die Zärtlichkeit Gottes, die Zärtlichkeit von Vater und Mutter. Wir Christen haben Träume; einer der Träume von Pater Kentenich ist der Traum der Einheit – der Traum Jesu, wie es im Evangelium heißt: Dass alle eins seien, wie ich in dir und du in mir. Ich danke für die Gegenwart dieses Zeichens voller Geschichte; denn 2014 feiern wir 100 Jahre Liebesgeschichte Gottes mit Pater Kentenich und seiner Familie.“

Nach der Gebets- und Anbetungszeit bat er Rosa Elena, etwas mehr über das Vatersymbol zu erzählen, und lud dann alle Anwesenden ein, vorzutreten und es zu verehren. Sofort bildete sich eine Schlange, und die Beter – einige wenige Schönstätter und viele, die noch nie von Schönstatt gehört hatten – gingen vor, berührten das Symbol ehrfürchtig, beteten und wollten dann auch ein Foto damit!

Familie CaylorAm Tag danach war das Symbol dann bei der Heiligen Messe dabei, die Pfarrer Vicente abends für die Priester und um Priesterberufe feierte. Am Schluss der Messe war auch Überreichung der Pilgernden Gottesmutter an zehn Familien! Da es Thanksgiving war, hatte Pfarrer Vicente besonders zum Besuch der heiligen Messe eingeladen, und die Kirche war tatsächlich voller als sonst. Das Vatersymbol wurde feierlich beim Einzug mitgetragen – und Familie Caylor zog mit der Fahne der Schönstattfamilie von Houston mit ein! In der Predigt sprach Pfarrer Vicente Agila über das Vatersymbol als Ausdruck dieses Gottes, der uns anschaut, der immer bei uns ist. Er erzählte, wie er vor vielen Jahren im Alter von 18 vor diesem Symbol im Heiligtum von Guayaquil seine Berufung entdeckt hatte…

Nach der Heiligen Messe passierte etwas Ergreifendes: statt wie üblich schon beim Schlusslied eilig wegzugehen, bildeten fase alle eine lange Schlange vor dem Symbol, um es zu verehren…

An den folgenden Tagen empfing das Vatersymbol im Hausheiligtum von Rosa Elena viele Besuche und war bei mehreren Treffen von Schönstättern dabei.

Wenn man die vielen Zeugnisse auf sich wirken lässt, dann wird vor allem immer wieder die Freude und das Staunen darüber deutlich, dass so viele Menschen, die nichts von Schönstatt wissen, tief beeindruckt waren von der Begegnung mit dem Vatersymbol, und wie seine Präsenz eine übernatürliche Atmosphäre geschaffen hat. Ein Beweis für die Stärke dieses Symbols, das etwas Sakramentales hat – und mit dem sich in den vielen Jahren viele Gnaden verbunden haben. Sie sind spürbar.Im Hausheiligtum von  Rosa Elena Ortega

Fotoalbum: Besuch des Vatersymbols in Houston, Texas, USA