Veröffentlicht am 21. August 2016 In Leben im Bündnis, Schönstätter

Liebesgeschichten mit Maria in Tupãrenda

PARAGUAY, Horacio José Chávez Tottil •

DSC_0514Jeden Sonntag und bei allen Gelegenheiten, bei denen man eben nur dabei sein kann, sieht man in Tupãrenda ein Ehepaar: María Elena Apostolaqui,  72 Jahre alt, und Jaime Molinas, 82. Sie ist Einzelhändlerin in einem ruhigen Stadtviertel gewesen, er ein bekannter Elektromechaniker. Sie haben drei erwachsene Kinder und hatten ihr Leben lang in Asunción gewohnt.

Jeder Mensch hat seine Liebesgeschichte mit Maria, und dies ist eine dieser vielen Geschichten. Seit vielen Jahren verheiratet, hatte sie schon seit dem Beginn ihrer Ehe den Ruf Christi nach einem intensiven apostolischen Leben verspürt und in der Pfarrei im Dienst an den Kranken und Armen gearbeitet.

So nah am Heiligtum

Vor 14 Jahren beschlossen die beiden, sich ein Grundstück bei Km 42,5 an der Ruta 2 zu kaufen, nur 8 km entfernt von Tupãrenda, dem Landesheiligtum Schönstatts (das sie nicht kannten), weil sie dort nach vielen Jahren harter Arbeit und vieler Opfer einen ruhigen Lebensabend verbringen wollten. Sie erzählt, dass sie sich, kaum dass sie in ihrem neuen Haus eingezogen war, sehr einsam zu fühlen begann, ohne ihre Kinder und weit weg von all den apostolischen Aktivitäten, die ihr Leben erfüllt hatten. Vier Jahre hindurch weinte sie viel, bis sie an einem Neujahrsabend, nachdem sie ein köstliches Essen für ihre Kinder und ihre Familien bereitet hatte, die zum guten Schluss aber nicht kamen, einfach genug hatte und unter Schluchzen und mit großer Traurigkeit nach dem Rosenkranz griff.  In diesem Moment war es ihr, als höre sie Marias Einladung, das Heiligtum in  Tupãrenda zu besuchen.  “Kind, ich bin so nahe und du kommst nie…”

Marias Gegenwart heilt

Seit jenem 1. Januar bis heute, zehn Jahre später, sind sie jeden Sonntag in der heiligen Messe in Tupãrenda gewesen. Und Maria Elena erklärt, dass sie in Tupãrenda die Gegenwart Gottes spürt, des Heiligen Geistes, der sie stark macht und ihre Einsamkeit überwindet. Ihr Sohn, der seit Jahren in Spanien lebt, rät seiner Mutter, nie aufzuhören, nach Tupãrenda zu pilgern, wo auch er die Gegenwart Gottes und der Gottesmutter, die seine Mutter geheilt hatte, spürte.

María Elena verabschiedet sich mit einer Botschaft:  “Kommt nach Tupãrenda, hier erlebe ich die Gnade Gottes, vor allem für die Familien und die Jugendlichen, dient der Kirche, denn für Gott gibt es keine Entfernungen, wir müssen aufmerksam sein für den Anruf von Jesus und seiner Mutter.“

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