Video del Papa

Veröffentlicht am 2021-01-08 In Franziskus - Botschaft, Kirche - Franziskus - Bewegungen

Im anderen einen Bruder, eine Schwester sehen

PAPST FRANZISKUS, Gebetsmeinunug Januar 2021 •

Das erste „Video vom Papst“  im Jahr 2021 stellt die menschliche  Geschwisterlichkeit in den Mittelpunkt. Der Heilige Vater ruft die Menschen verschiedener Religionen, Kulturen, Traditionen und Glaubensrichtungen auf, sich auf das Wesentliche zu besinnen: die Nächstenliebe. “Lasst uns beten, dass der Herr uns die Gnade schenken möge, mit den Brüdern und Schwestern anderer Religionen in tiefer Geschwisterlichkeit zu leben, ohne Streit, indem wir füreinander beten und für alle offen sind,” bittet Papst Franziskus in der Januar-Ausgabe des „Videos vom Papst“, mit dem seit einigen Jahren die Gebetsmeinung des Papstes für die Weltkirche verbreitet wird.—

 

Wir folgen Jesus und beten zu Gott. So vereinen wir uns als Brüder und Schwestern mit allen, die der eigenen Kultur, der eigenen Tradition, dem eigenen Glauben entsprechend beten.
Wir sind Geschwister, die beten.
Die Geschwisterlichkeit führt uns dazu, uns dem Vater aller zu öffnen und im anderen einen Bruder, eine Schwester zu sehen, um das Leben zu teilen oder uns gegenseitig zu unterstützen, um zu lieben, um einander kennenzulernen.
Die Kirche schätzt das Handeln Gottes in anderen Religionen, ohne zu vergessen, dass für uns Christen die Quelle der Menschenwürde und der Geschwisterlichkeit das Evangelium Jesu Christi ist.
Wir Gläubigen müssen zu unseren Quellen zurückkehren und uns auf das Wesentliche konzentrieren. Das Wesentliche unseres Glaubens ist die Anbetung Gottes und die Nächstenliebe.
Lasst uns beten, dass der Herr uns die Gnade schenken möge, mit den Brüdern und Schwestern anderer Religionen in tiefer Geschwisterlichkeit zu leben, ohne Streit, indem wir füreinander beten und für alle offen sind.

 

Brücken zwischen den Völkern und Kulturen bauen

Die Botschaft, die zur Eröffnung des Jahres 2021 gewählt wurde, ist besonders der menschlichen Brüderlichkeit gewidmet: Der Heilige Vater bittet angesichts aller Herausforderungen der Menschheit darum, dass wir uns öffnen und uns als Menschen, als Brüder und Schwestern, „mit denen, die nach anderen Kulturen, anderen Traditionen und anderen Überzeugungen beten“, vereinen. Wie er bei anderen Gelegenheiten sagte: „Es gibt keine Alternative: Entweder wir bauen die Zukunft gemeinsam, oder es wird keine Zukunft geben. Gerade die Religionen dürfen die dringende Aufgabe, Brücken zwischen den Völkern und Kulturen zu bauen, nicht aufgeben“.

Söhne und Töchter des gleichen Vaters

Der Weg zur Geschwisterlichkeit, den das Video des Papstes vorschlägt, beginnt mit einer Öffnung „zum Vater aller“ und darin, „im anderen einen Bruder, eine Schwester zu sehen“. Derselbe Gedanke wurde in seiner letzten Enzyklika Fratelli tutti vorgebracht: „Nur mit diesem Bewusstsein von Kindern, die keine Waisen sind, können wir untereinander in Frieden leben“. Für den Papst sollten die Unterschiede zwischen Menschen, die sich zu verschiedenen Religionen bekennen oder nach anderen Traditionen leben, uns nicht daran hindern, eine Kultur der Begegnung zu erreichen, denn schließlich „sind wir Brüder und Schwestern, die beten“.

Das Wesentliche unseres Glaubens

Auf der Suche nach diesem Geist der Geschwisterlichkeit ruft Franziskus auch dazu auf, nicht zu vergessen, dass für Christen „die Quelle der Menschenwürde und der Geschwisterlichkeit im Evangelium Jesu Christi liegt“. In diesem Sinne fordert er die Gläubigen auf, zum Wesentlichen des Glaubens zurückzukehren: „Anbetung Gottes und Nächstenliebe“.Im Dialog mit anderen Religionen, so erklärt der Papst auch in Fratelli Tutti, wird dies fundamental, denn auch wenn die anderen aus anderen Quellen trinken, liegt für uns Christen die Quelle von Menschenwürde und Geschwisterlichkeit im Evangelium Jesu Christi.


Das Video des Papstes ist eine weltweite Initiative des Weltweiten Gebetsnetzes des Papstes (Gebetsapostolats), um bei der Verbreitung der monatlichen Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters, die sich auf die Herausforderungen der Menschheit beziehen, mitzuwirken.

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