Veröffentlicht am 2015-10-09 In Kirche - Franziskus - Bewegungen

„Hier sind alle aus dem Häuschen wegen dem Papst“: Die Jugendlichen der „Mission Kuba“ beim Besuch von Papst Franziskus in Holguín

KUBA, von Juan Vicente Escobar, Mission Kuba der Schönstatt-Mannesjugend von Campanario, Chile mit einem Bericht vom Erlebnis der Jugend beim Besuch von Papst Franziskus in Holguín

Hier sind alle aus dem Häuschen wegen dem Papst! Als er in Kuba ankam, haben hier in der Pfarrei die Glocken geläutet, und die ganze Gemeinde hat seine Ankunft am Fernseher von Pfarrer Bladimir gesehen.

Wir Jugendlichen sind am Sonntag früh um sieben Uhr losgefahren. Wir sind mit drei Lastwagen gefahren, es waren etwa 120 Jugendliche, die wir auf dem Weg eingesammelt haben, sie kamen aus der ganzen Provinz.

Es war sehr ermüdend, aber die Stimmung war klasse, wir waren mit vielen Fahnen unterwegs, die ganze Fahrt über wurde gesungen, und an jedem Ort, wo wir anhielten, sprangen alle aus dem Wagen, raus auf den Platz, es wurde geschrien, getanzt, alles, und die Lastwagen waren vollgehängt mit Sachen vom Papst. Eine Show!

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Vigil der Jugend in Gibara

Am Sonntagnachmittag kamen wir in Gibara an, einem Dorf in der Nähe von Holguín, ein netter Ort, ganz auf Tourismus eingestellt, hübsche Häuser, und ganz klein.

In Gibara hielten wir die die ganze Nacht über Vigil mit allen Jugendlichen in einer schönen Kirche im Ort. Die Jugendlichen von Santa Cruz del Sur waren für die Organisation verantwortlich, wir halfen ihnen dabei und wirkten bei vielen Dingen mit; wir tanzten, sangen und schliefen dann gegen eins alle in der Kirche, und um vier Uhr früh hieß es schon wieder aufstehen, denn die offiziellen Busse, die die Regierung für alle zur Verfügung gestellt hat, die zum Papst wollten, kamen um fünf, das heißt, viel geschlafen hat keiner, ich selbst vielleicht eineinhalb Stunden.

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Die einzigen mit Fahnen – und aus aller Welt

Wir kamen zur Messe mit vielen Fahnen – und wir waren die einzigen mit Fahnen, allein schon damit erregten wir viel Aufmerksamkeit. Wir hatten die Fahnen von Schönstatt und Chile dabei und die von Spanien, die die Spanierinnen hiergelassen hatten (etwa 25 junge Frauen aus der Schönstattjugend waren im August hier gewesen), von Argentinien, von Kuba – es war ein Witz, die hielten uns alle für die internationale Delegation!

Dreimal sahen wir den Papst mit dem Papamobil ganz nah an uns vorbeifahren, da wir direkt an der Abgrenzung standen. Bei der Messe waren wir dann ehrlichgesagt nicht sehr aufmerksam dabei, es war unglaublich heiß, wir standen in der prallen Sonne, man konnte fast nichts hören, es war sehr voll – und ich hatte am Schluss überall Sonnenbrand!

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Die „Barra brava“ des Papstes

12019883_987322271288785_4349167050785525321_nDanach ging es zum Mittagessen; am Nachmittag würde der Papst die Stadt von einem Hügel aus segnen, also zogen wir alle dort hin. Natürlich mit allen Fahnen, und so kamen wir zu der Straße, auf der der Papst fahren würde, und unser Pfarrer Bladimir stellte sich mitten auf die Straße, auf der alle auf beiden Seiten am Straßenrand dichtgedrängt standen – Absperrungen gab es nicht – , und wir alle stürmten ihm hinterher und rannten singend und schreiend die Straße entlang. Wir kamen weit voran, keiner kapierte, was da abging, alle machten Fotos von uns, filmten und, wir sahen wahrscheinlich wie etwas ganz Offizielles aus, es war perfekt, wie die Barra brava (wilder Block, Bezeichnung für die Ultras eines Fußballvereins) des Papstes, und das alles unter strömendem Regen, wir waren klatschnass und rannten einfach immer weiter…

Hier sahen wir dann wieder ganz aus der Nähe unseren Heiligen Vater im Papamobil, und gegen fünf Uhr nachmittags traten wir die Rückreise an. Die verzögerte sich dann ziemlich, weil unterwegs einer der Lastwagen liegenblieb und es fast eine Stunde dauerte, bis er wieder flott war. Währenddessen spielten wir draußen „Casino“, ein Spiel, das wir immer noch nicht gut beherrschen, und kamen gegen ein Uhr nachts an, erledigt! Heute haben wir den ganzen Tag geschlafen und sind immer noch müde.

Doch unsere Wallfahrt war gut, nicht nur wegen dem Papst, sondern wegen des Klimas, das entstanden ist; alle waren so glücklich und begeistert!

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Mission Kuba

Mission Kuba ist ein Projekt der Schönstatt-Mannesjugend des Heiligtums von Campanario, Chile. Auf Einladung von Pfarrer Bladimir aus dem Schönstatt-Priesterbund in Kuba ist jetzt bereits das zweite Team junger Schönstätter in der Diözese Camagüey, wo Pfarrer Bladimir Schönstattgruppen aufgebaut hat. Einige Wochen lang waren auch 25 junge Frauen aus Spanien zur Mission in Camagüey. Die Anfänge Schönstatts in Kuba gehen zurück auf die erste Generation der Mission Kuba vor 10 – 15 Jahren.

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Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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