Veröffentlicht am 16. August 2017 In Misiones

Mittendrin: die Schönstattjugend in der Missionarischen Woche des Bistums Santo Ângelo

BRASILIEN, Fabio Alves via jumasbrasil.com.br

Vom 14. bis 16. Juli 2017 veranstaltete die Diözese Santo Ângelo ihre erste Missionswoche, an der auch acht Vertreter der Schönstattjugend teilnahmen.

Die missionarische Woche begann am ersten Tag um 18 Uhr mit dem Rosenkranzgebet, für das die Schönstattjugend verantwortlich war. Abends war Beichtgelegenheit, und der Abschluss des ersten Tages wurde mit einer heiligen Messe begangen sowie mit der Aussendung der Jugendlichen in die Häuser der Gastfamilien.

Unter der Leitung von P. Rafael José Backes und P. Adriano Maslowski schulten sich am nächsten Tag die jugendlichen Missionare. Kurz darauf wurden sie zu einem Altenheim ausgesandt, zu einer Fazenda, wo Drogenabhängige betreut werden und ins Viertel Boa Esperança. Der Tagesabschluss gestaltete sich durch Anbetung des Allerheiligsten in der Kathedrale von Santo Ângelo,  wo die Jugendlichen alle ihre Gebete und Bitten für die Menschen, denen sie begegnet waren, in die Hände unseres Herrn Jesus Christus legen konnten.

Heilige Messe in der Kathedrale

Der letzte Tag, der 16. Juli, begann in der Kathedrale mit der heiligen Messe, der Pfr. Adriano vorstand. Die Intention war der Dank für 75 Jahre Schönstatt-Familienwerk, die Messe wurde von der Schönstattbewegung von Santo Ângelo gestaltet. Danach trafen sich die Jugendlichen in der Kurie, um die Erlebnisse der verschiedenen Gruppen und an den verschiedenen Orten, an denen sie missioniert hatten, auszutauschen. Zum Abschluss der Missionstage ließen sich die Jugendlichen in ihre Häuser und ihre Familien zurück senden.

Meine Pflicht als Christ: Menschen zu Gott bringen

Zwei Jugendliche aus der Schönstatt-Bewegung erzählen über diese gemeinsame Missionswoche von jungen Menschen aus verschiedenen Bewegungen mit demselben Glauben an unseren Herrn Jesus Christus.

Filipe Feldkircher aus Azambuja, Mitglied der Mannesjugend, erzählt: “Was mich am stärksten beeindruckte, war ein Augenblick, wo ein Mann in ärmlicher Kleidung am Straßenrand saß, uns ansah und uns spontan fragte, ob wir mit ihm beten könnten. Ohne lange zu überlegen, waren wir einverstanden. Und als wir ihm anboten, eine Fürbitte an Maria zu machen, sagte er uns mit Tränen in den Augen, dass es in seinen 50 Lebensjahren das erste Mal sei, dass er jemandem begegne, der so eine Aktion durchführe. Wir verließen ihn mit dem Gefühl, unsere Pflicht als Christen getan zu haben, Menschen, Reiche wie Arme mit Gott zu verbinden.”

Taiane Zancan, eine Vertreterin der Schönstattjugend, sagte: “Die Mission an diesem Wochenende brachte mir sehr markante Erlebnisse. Meine Gruppe war verantwortlich im Viertel Boa Esperança, und wir hatten die Gelegenheit, etliche Familien zu besuchen. Wir sangen und beteten mit den Familien, sahen ihre Freude, sowie ihre Tränen der Rührung; in ihren Gesichtern konnte ich wirklich Christus im Nächsten erkennen. Die Mission tat mir so gut, während ich dabei war, und wer weiß, vielleicht mehr als es denen gut tat. Unsere liebe Mutter ging uns voraus und der Heilige Geist sprach durch uns. Mit Sicherheit war mein Herz durchströmt von dem, was unser katholischer Glaube kennt: die Liebe. ‘Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts“ (vgl. 1 Kor 13,2).

 

Quelle: www.jumasbrasil.com.br

Original: Portugiesisch. Übersetzung: Mechthild Jahn und Renate Dekker, Biguaçu, na grande Florianópolis/SC, Brasilien

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