Veröffentlicht am 28. August 2017 In Misiones

Familien-Misiones: eine Geste der Freundschaft, des Gebens und Nehmens

MEXIKO, Ana Echavarría Barros •

Familien-Misiones mitzuerleben ist immer ein besonderes Geschenk Gottes und der Gottesmutter. Vom 1. bis 6. August hatten wir diese Freude des Evangelisierens in Begleitung von P. Felipe Ríos Correa in zwei kleinen Gemeinden unseres Bundesstaates, Tapona und Obregón, wo die Leute uns herzlich in ihren Häusern aufnahmen und bei den Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die wir vorbereitet hatten, mit großem Eifer mittaten.

Das Zeugnis von Doña Marcela

Die Wege, die Gott findet, um unser Herz zu berühren, sind unberechenbar. Eines Morgens war es unsere Aufgabe, Doña Marcela zu besuchen, eine alte Dame, die ganz allein lebte, in großer Armut, in einem winzigen Haus mit zwei Zimmerchen, die man nur betreten konnte, wenn man sich bückte, weil das Dach so niedrig ist. Mit ihr zu reden und ihre Art zu leben aufzunehmen, sie so ganz allein zu sehen und zu hören, dass sie ganz auf die Hilfe einer ihrer Nachbarinnen angewiesen ist, um etwas zu essen zu haben, weil sie praktisch blind ist, schnürte uns das Herz zusammen. Sie freute sich so über den Besuch der jungen Missionare, und erst recht, als P. Felipe kam und sie mit ihm reden (=beichten) konnte und seinen Segen empfing.

Missionare sein heißt, unser Liebesbündnis leben

In dieser Woche lernten wir viele Menschen wie Doña Marcela kennen, die uns mit ihrer Einfachheit, ihrer Art zu leben, ihrem Wunsch, das Wenige, das sie hatten, mit uns zu teilen und der Freude, Gott zu empfangen bei der Heiligen Messe, tief im Herzen berührten. Wir sind voller Liebe nach Hause gekommen und in dem Bewusstsein, dass wir, wenn wir es nur wollen, wirklich Werkzeuge Jesu und Mariens sein können.

Es liegt an uns, nur an uns, uns von Gott brauchen zu lassen, wo er uns braucht.

Missionare sein bedeutet, unser Liebesbündnis leben mit der Gnade der apostolischen Fruchtbarkeit als wunderbare Geste der Freundschaft, des Gebens und Nehmens.

Original: Spanisch, 10.08.2017. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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