Veröffentlicht am 28. August 2016 In Misiones

Mehr als 1300 Häuser besucht

BRASILIEN, via Jumasbrasil.com.br •

“Schönstatt im Herausgehen, Pforten der Barmherzigkeit”. So lautete das Motto, das 93 Missionare der Apostolischen Schönstattjugend anregte, auf eine Woche Ferien oder andere Beschäftigungen zu verzichten, um sich zu engagieren, den Menschen in Bragança Paulista/SP das Wort Gottes, seine Liebe und Barmherzigkeit zu verkünden.

Die Misiones Jugend Tabor 2016 fand vom 16. bis 23. Juli in den Vierteln Águas Claras, Vem Viver und Enedina Cortez statt. Die Jugendlichen teilten sich in drei missionarische Gruppen auf und verbanden sich mit zwei Kapellen, die zur Pfarrei São Benedito von Bragança Paulista gehören: Kapelle Santa Clara und Kapelle Nossa Senhora das Graças. Ihre Missionsarbeit hat dazu beigetragen, die Teilnahme am Gemeindeleben anzuregen und zur Bildung einer Jugendgruppe zu führen.

Jeder einzelne ist eingeladen, heilige Pforte der Barmherzigkeit zu sein

Mehr als 1300 Häuser erhielten den Besuch der Missionare, die erzählten, beteten und Erlebnisse der Liebe und Barmherzigkeit Gottes austauschten. Täglich wurden auch Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemacht, etwa fürs Rosenkranzgebet und die Feier der heiligen Messe. Aus all diesen Aktivitäten erwuchsen wichtige Erlebnisse der Liebe und Barmherzigkeit Gottes im Leben der Teilnehmer, die uns durch ihre ergreifenden Glaubenszeugnisse und Bekenntnisse beeindruckten.

Dies Heilige Jahr der Barmherzigkeit lädt dazu ein, tiefer in die Liebe Gottes einzutauchen. Aus diesem Grund nutzt das Motto die Worte “Pforten der Barmherzigkeit” im Plural, denn jeder einzelne ist dazu eingeladen, diese Eingangspforte zu sein, um die unendliche Liebe Gottes zu erfahren, aber er ist ebenso dazu eingeladen, diese Pforte, diese Tür zu sein, woraus die Barmherzigkeit fließen kann, um den Nächsten zu begegnen. Es ist wichtig, im Herausgehen zu verweilen!

“Ich sah und erlebte Gottes Barmherzigkeit in diesen Tagen der Mission ganz konkret”

Und es war genau diese offene Tür der Liebe Gottes, die zur Begegnung mit dem Nächsten führt, die Maiara Oliveira von der Schönstattjugend von Mairiporã/SP, die zum 2. Mal an der Mission teilnahm, mit den Worten kennzeichnete: “Barmherzigkeit ist die eindeutige Definition der Misiones Jugend Tabor 2016! Darüber hinaus, dass jede Mission einzigartig ist, war ich überrascht über eine solch spezielle Misiones wie die erste 2015. In dem Augenblick, als die meisten ganz erschöpft waren, konnte nur die Gnade der MTA solche großen Werke vollbringen, Opfer über Opfer, Verzichte, Übereignungen, um die ‘Pforte der Barmherzigkeit’ zu sein, doch vor allem, was mich am meisten beeindruckte, dass ich es in dem Moment erkannte! Die barmherzige Liebe Christi zu mir! Dass diejenigen, die sich Christus schenken, niemals untergehen werden! Ich sah und erlebte die barmherzige Liebe Gottes in diesen Tagen der Mission ganz konkret.“

Und die Misiones bringen Leben hervor, wohin sie kommen. Thércio Menezes von der Schönstattjugend aus Brasília/DF erzählte uns ein wenig von den Erlebnissen seiner ersten Misiones: “Die Misiones zu leben, heißt zunächst einmal, mich selber apostolisch zu geben, so wie Jesus es uns gelehrt hat. Als Mitglied der JUMAS fühlte ich mich stärker zugehörig zur Missionarischen Generation. Von Brasília aus zu reisen und an den Misiones teilzunehmen war für mich eine große Gnade. Aber die Hauptsache, warum ich das tat, war, um noch mehr Feuer nach Haus zu bringen, weil wir als Familie Schönstatt Tabor da Esperança die Gnade haben, im Planalto Central dieses Jahr im Oktober selber Misiones zu gestalten.”

Nach dieser Intensivwoche der Misiones mit geistigen Höhenflügen und schönen Erfahrungen mit Christus kehrte die missionarische Gemeinschaft mit dem Wunsch nach Hause zurück, noch stärker Tag für Tag für Schönstatt im Herausgehen als Pforte der Barmherzigen für alle da zu sein.

Original: Portugiesisch. Übersetzung: Mechthild Jahn und Renate Dekker, Bad Ems, Deutschland

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