Veröffentlicht am 2015-11-13 In Kampagne

Der 18. Oktober in der Villa 31 von Buenos Aires, dem Elendsviertel, das „Pater Bergoglio“ so oft besucht hat

ARGENTINIEN, von Cristina White •

Adela Britosist eine Frau, die vor einigen Jahren mit einem Bild der Pilgernden Gottesmutter aus ihrer Heimat Paraguay gekommen ist. Zusammen mit ihren Angehörigen sorgt sie dafür, dass dieses Bild in dem Viertel, in dem sie leben, pilgert – in der Villa 31, einer „wilden“ Siedlung im Stadtteil Retiro von Buenos Aires. Elendsviertel, Slum, Favela, Villa oder einfach Peripherie. In ihrem Haus versammelt Adela Kinder und junge Mütter zum Rosenkranzgebet, erzählt ihnen von Joao Pozzobon und der Kampagne. Mit großer Ergriffenheit, mit Glaube und tiefer Verehrung Gottes ist sie Zeuge des Wirkens der Gottesmutter in den Herzen. Ihre große Sehnsucht ist, hier zu ihrer Ehrer und als Frucht all der Treue und alles Einsatzes einen Bildstock zu errichten – und das Projekt ist schon recht weit gediehen.

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Novene zum 18. Oktober

Zur Vorbereitung auf den 18. Oktober gestaltete sie eine Novene; da pilgerte sie an den neun Tagen vor dem 18. Oktober mit einer Gruppe von Kindern und Müttern in den ersten Tagen zum Heiligtum im Stadtteil Belgrano und in den folgenden zum Heiligtum Confidentia mitten in der Stadt. Es war beeindruckend, die Andacht und den Eifer zu sehen, mit dem die Kinder den Rosenkranz beteten. Am letzten Tag der Novene trugen sie die Auxiliar in ihre Siedlung.

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Mit der Auxiliar durch die Straßen

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Am sonnigen Morgen des 18. Oktober, der gleichzeitig auch Muttertag war, begann die Feier mit einer Wallfahrt zur Kapelle des Viertels, wobei sie die Auxiliar durch die Straßen trugen. In der überfüllten Kapelle wurde sie vom Pfarrer empfangen und vor dem Altar aufgestellt; an der Seite stand auf einem blumengeschmückten Ständer die Peregrina der Villa 31, und auf der anderen Seite eine Fahne der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt mit der Aufschrift: „Villa 31 Stadtteil Retiro“.

Am Schluss der heiligen Messe zogen alle mit den Bilder  in Prozession aus der Kapelle, und auf dem Platz vor der Kapelle führten Mädchen in typischer Tracht von Paraguay zum Klang eines wunderbaren Orchesters typische Tänze zu Ehren der Gottesmutter auf. Ein kleines Tuparenda, ein großes Fest für die Gottesmutter.

Danach ging es in Prozession über die Straßen von Villa 31, die Bilder voran, dann der Priester, das Orchester und das Volk, bis zu einer Stelle, wo eine kleine Bühne aufgebaut war mit großen Bildern von Pater Kentenich, Joao Pozzobon, und Sätzen wie „Sie ist der große Missionar, sie wird Wunder wirken“, der Fahne und vielen Blumen. Hier wurden die Bilder hingestellt. Die Band spielte weiter und es gab noch mehrere Tänze.

Das Fest endete damit, dass alle gemeinsam die „Kleine Weihe“ beteten.

Pater Bergoglio

Es war ergreifend, die Zeugnisse vieler verschiedener Leute zu hören, die sich mit großer Freude und Dankbarkeit und herzlicher Zuneigung an die Besuche und die heiligen Messen erinnerten, die „Pater Bergoglio“, wie sie immer noch zum heutigen Papst Franziskus sagen, gefeiert hat. Viele haben hier von ihm Taufe, Erstkommunion und Firmung erhalten, wurden von ihm getraut und haben bei ihm gebeichtet. Und beim Erzählen strahlen sie.

Es war ein wunderbarer 18. Oktober, ein Stück Himmel auf Erden, ein Erleben von Kirche als Familie, von Schönstatt im Herausgehen zur Begegnung mit unseren Brüdern und Schwestern, Begegnung die unser Herz erfüllt mit der Freude am Evangelium.

Danke, Adela und Familie für dieses Zeugnis, dieses Beispiel, diesen Einsatz für die Mission von Christus und Maria!

Video: Fotos und Aufnahme:  Cristina White. Produktion: Claudia Echenique

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer/schoenstatt.org

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