Veröffentlicht am 2015-07-05 In Kirche - Franziskus - Bewegungen

Der Papst ist schon auf dem Weg nach Lateinamerika

PARAGUAY, Ultima Hora und Redaktion •

Am Morgen dieses Sonntags ist Papst Franziskus vom römischen Flughafen Fiumicino aus mit dem Flugzeug Richtung Ecuador aufgebrochen. In einem Telegramm, das der Heilige Vater an den Präsidenten Italiens, Sergio Matarella, schickte, schreibt er, er reise nach „Ecuador, Bolivien und Paraguay, um die Mission der Ortskirchen zu stärken und eine Botschaft der Hoffnung zu bringen.“ Es ist die neunte Apostolische Reise von Papst Franziskus, und diesmal geht es auf „seinen“ Kontinent, in sein Lateinamerika, wo die Wurzeln seiner Botschaft liegen. Er ist vom 5. – 12. Juli in Ecuador, Bolivien und Paraguay.

Wir befördern den Altar von Papst Franziskus, Glauben und Hoffnung des Volkes von Paraguay

Kurz nach 15.00 Uhr am vergangenen Sonntag, 30. Juni, war der Altar aus Mais, Kokos, Bohnen und anderen Früchten im Ñu Guasu-Park in Luque bei Asunción gekommen, wo Papst Franziskus am Sonntag, 12. Juli, die heilige Messe feiert, zu der allein aus dem benachbarten Argentinien Hunderttausende von Pilgern erwartet werden.

Vor Ort wurde der Altar von etwa 20 Künstlern empfangen, die das Material überprüfen und auspacken. Sie hatten die Aufgabe, mögliche Schäden auszubessern, die beim Einpacken, Verladen, Transport und Entladen aufgetreten sein könnten.

Kurz vor acht Uhr war der majestätische Altar in der Provinz Misiones auf Lastwagen verladen worden; hier hatte der Künstler Koki Ruiz mit seinem Team den Altar im Stil der Volkskunst der Guarani entworfen und zusammengebaut.

Die Einzelteile wurden durch Plastikfolien geschützt und auf Schaumstoffunterlagen gelegt, um die Stöße beim Transport abzufedern.

„Wir transportieren den Altar von Papst Franziskus, Glauben und Hoffnung des Volkes von Paraguay“ – so das Motto der Transportfirma. Auf dem Weg wurde der Transport in jedem Ort von Menschen empfangen, die den Straßenrand säumten und Nationalfahnen und Papstfahnen schwenkten – und dies trotz strömendem Regen.

Von Ort zu Ort wurde der Transport empfangen

Mein Name auf dem Altar des Papstes

Akq211t_S2U5oZqP45cIipQiRGUtRRcQGzSA7vcbD_t7In den vergangenen Tagen strömten durchschnittlich 2000 Menschen pro Stunde ins Priesterseminar von Asunción, wo noch bis heute die Kokosfrüchte für den Altar von Papst Franziskus beschriftet werden können.

Bei strömendem Regen kamen sie alle, 6000 waren es am ersten Tag, um ihre Namen und ihre Bitten und Gaben auf die gut 12.000 Kokosfrüchte zu schreiben, die pro Tag auf sechs großen Tafeln verteilt sind, die in den Altar eingebaut werden, den der Künstler Koki Ruiz zusammengestellt hat.

Gut 50 Helfer leiten die Gläubigen, die mit nicht zu übersehender Begeisterung lange Schlangen bildeten – zeitweise bis zu 150 Meter lang war die Warteschlange von der Eingangstür zum Priesterseminar bis zur Seitentür der Marienkapelle.

Und es war wenig Zeit. Insgesamt waren Ende der Woche noch 32.000 Kokosfrüchte übrig für diejenigen, die erst am Wochenende kommen konnten. Niemand hatte mit einem solchen Ansturm gerechnet. Die Kokosfrüchte, die auf Krepp-Papier auf den Tafeln liegen, müssen dann zum Ñu Guasu-Park transportiert werden, um in den Altar eingebaut zu werden, der schon jetzt zum Symbol des Papstbesuches in Paraguay geworden ist, so Raúl Ayala, Koordinator der ungewöhnlichen Unterschriftenaktion.

„Das alles ist nur möglich, weil der Altar etwas vergrößert wurde, anfangs war das so nicht vorgesehen“, so Raúl.

„Der Künstler hat diese Großzügigkeit des Herzens und wollte möglich machen, dass jeder Teil von diesem Werk werden kann“, so Carmen Casco, die am frühen Morgen endlich an der Reihe war, um auf eine Kokosfrucht die Namen einer religiösen Gruppe aus dem benachbarten Formosa in Argentinien zu schreiben.

Carmen ist aus Asunción und erhielt die Bitte aus Formosa. Schon einige Tage zuvor hatte sie in der Schlange gestanden, um die Namen aller Mitglieder ihrer Familie zu schreiben, damit jeder von ihnen so den Segen des Papstes bekommt.

„Die Kinder von Dequeni und Paraguay durften nicht fehlen“, so erzählt Andreza Ortigoza von Dequeni. „Koki Ruiz als Künstler hatte die Idee, dass wir Botschaften auf die Früchte schreiben, damit der Papst sie bei seinem Besuch segnet …“

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