Veröffentlicht am 2. Mai 2015 In Dequeni, Projekte

Dequeni: Wir tun es für die Kinder – seit 30 Jahren

Von Maria Fischer •

Es ist eine so lange ersehnte Begegnung, dass wir auch nach den ersten Umarmungen, Tränen und Lachen nicht wirklich wissen, ob es ein Traum ist oder Wirklichkeit. Es ist der 6. April 2015, schoenstatt.org besucht Dequeni, Dequeni empfängt schoenstatt.org, nach 10 Jahren gelebter Solidarität. „Wir haben den ersten Artikel veröffentlicht, als es um die Vorbereitung auf 20 Jahre Dequeni ging.“ – „Und jetzt bereiten wir uns auf die Feier von 30 Jahren Dequeni Anfang Mai vor“, sagt Andreza Ortigoza, Leiterin von Dequeni. Auf dem Weg zu den Büros sind wir schon an dem Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt vorbeigekommen, vor dem ein großes Plakat steht mit dem Motto: Unsere Beiträge zum Gnadenkapital – deine Krone. Mitarbeiter und Kinder sammeln hier ihre Beiträge zum Gnadenkapital für die Krone, die sie der Gottesmutter als Dank für diese dreißig Jahre schenken wollen, für dreißig Jahre, in denen das Leben von Kindern verändert wurde, indem sie die Chance bekamen, zu lernen. Das Bild der Gottesmutter von Schönstatt ist überall präsent an den Orten, an denen bei Dequeni gebetet wird und Entscheidungen fallen…

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Das Leben von 25.000 Menschen verändert

In diesen 30 Jahren sind etwa 25.000 Menschen durch Dequeni hindurchgegangen. Und wie viele Menschen haben ihren Beitrag dazu getan! Dequeni war das erste Sozialprojekt Schönstatts, das wir auf schoenstatt.org vorgestellt haben, das erste Projekt, das über schoenstatt.org Spenden erhalten hat von Menschen, die auf diesem Weg zum ersten Mal erfuhren, dass es ein Projekt gibt, bei dem 55 Euro die Welt verändern, weil es genau diese Summe ist, die Dequeni braucht, damit ein Kind ein Jahr lang zur Schule gehen kann… Jahr für Jahr kann Dequeni seitdem mit Unterstützung rechnen, vor allem aus der Schweiz und aus Deutschland. „Wir veröffentlichen die Artikel über Dequeni schon auch in Englisch, Portugiesisch, Italienisch und natürlich in Spanisch“, sagt Maria Fischer, „aber die Spenden kommen fast alle aus der Schweiz und aus Deutschland.“

Wir gehen in die schöne Kapelle, das Herz der Zentrale hier in Fernando de la Mora. Rosa Merlo, verantwortlich für den Bereich Gelder, sagt: „Danke, dass Ihr dabei seid. Danke, dass Ihr weitermacht.“ Und wir erinnern uns beide in diesem Moment an den verzweifelten Aufruf von Rosa damals im Juni 2011, als es so aussah, als ob es nicht weitergehen würde mit schoenstatt.org. „Was passiert denn dann mit unseren Kindern ohne die Unterstützung von schoenstatt.org? Um der ärmsten Kinder willen, lasst schoenstatt.org weitergehen…“ Rosa Merlo lächelt übers ganze Gesicht: „Mein Gebet ist erhört worden!“ Wir beten gemeinsam, danken der Mutter des Herrn und unserer Mutter für Dequeni, für alle die Wohltäter, alle Mitarbeiter, und vertrauen ihr alle Kinder, alle Jugendlichen, alle Familien an…

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Dreißig Jahre im Dienst an den Kindern

An diesem Sonntag, 3. Mai, feiert Dequeni 30 Jahre Dienst an den bedürftigsten Kindern mit einer Heiligen Messe im Heiligtum von Tuparenda. Dabei werden alle Wohltäter und Paten, die mitwirken an der Mission von Dequeni, präsent sein – auch diejenigen, die durch schoenstatt.org mitgewirkt haben und weiter mitwirken.

DE.QUE.NI. – der Name kommt von den ersten Buchstaben des Schriftwortes “Dejad que los niños vengan a mi” – Lasset die Kinder zu mir kommen (Mk 10, 14). Seine Mission als von Maria angeregtem Werk ist die Überwindung der Armut von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien durch eine Strömung der Solidarität.

An diesem 4. Mai 2015 wird Dequeni 30 Jahre alt – dreißig Jahre Arbeit mit dem gleichen Einsatz wie dem der jugendlichen Gründer. Am 4. Mai 1985 ergriff eine Gruppe Jugendlicher der Schönstatt-Bewegung in Paraguay die Initiative, um Kindern zu helfen, die im Bereich der Ultima Calle in Fernando de la Mora auf der Straße arbeiteten. Der solidarische Geist dieser Jugendlichen, bewegt von der Liebe zu Maria, war der schlichte, einfache Anfang eines Werkes im Dienst der ärmsten Familien.

Heute erreicht die soziale Arbeit von Dequeni 7515 Kinder, 920 Jugendliche und Heranwachsende und 3757 Familien in den Projekten in Ciudad del Este, Caaguazú, Caacupé, Arroyos y Esteros, Luque, Villeta, Ypané, J. Augusto Saldivar, Fernando de la Mora und Asunción.

Dequeni organisiert seinen Dienst in drei Schwerpunkten: Bildung, Gesundheit und Ernährung; und Stärkung der Gemeindeorganisation vor Ort.

Ein wesentlicher Aspekt in der Arbeit von Dequeni ist die wachsende Zahl von Volontären, die mitarbeiten – im Jahr 2014 schenkten 1107 Menschen insgesamt 20.000 freiwillige Arbeitsstunden.

Auf diesem langen Weg möchte Dequeni den vielen Einzelpersonen und Firmen danken, die ihre soziale Verantwortung gestärkt haben. Dequeni erhält heute Unterstützung durch über 6000 Wohltäter, die solidarisch mitarbeiten. Dazu kommt die solidarische Arbeit von 50 Unternehmen mit „Bündnissen sozialer Verantwortung“ sowie weiteren Firmen, die Fundraising-Veranstaltungen unterstützen. Auf internationaler Ebene sind Organisationen wie der Christliche Kanadische Fonds für die Kindheit (seit 1996), UNICEF und die Internationale Organisation für Arbeit durch ihr IPEC-Programm mit Dequeni verbündet.

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Wir tun es für die Kinder

Zurück zu diesem 6. April in Fernando de la Mora. Es ist der Montag nach Ostern, nach der Heiligen Woche mit den vielen Feiertagen sind noch nicht alle Kinder wieder da. In einem Raum besuchen wir Kinder, die dort basteln. Mit einfachem Material und begleitet von engagierten und kreativen Erzieherinnen, basteln sie Bilderrahmen. Sie zeigen sie mit Stolz und Freude der Besucherin aus Deutschland. Sie gehen nachmittags zur Schule und verbringen den Vormittag hier im Zentrum von Dequeni – begleitet, unterstützt und glücklich.

Wir gehen über den grünen Rasenplatz, wo es so viel Platz gibt zum Fußballspielen, und weiter zu der großen überdachten Halle. Wie viele Fotos haben wir davon veröffentlicht, von der Übergabe der Schulranzen mit Schulsachen und Uniform am Beginn des Schuljahres! Jeder Artikel, jede Übersetzung, jedes Foto lohnt. Auch im Team von schoenstatt.org gilt: Wir tun es für die Kinder.

Andreza Ortigoza zeigt uns einen anderen Teil des Hauses; hier geht es um Jugendliche, die hier Dinge lernen, mit denen sie einmal Geld verdienen können – Computer, Reparatur von PCs, Friseur, Nähen. Die Computer und Nähmaschinen sind Spenden. Spenden, die vielen Jugendlichen helfen. Eine bekannte Firma für Haarpflegemittel stiftet das Material für die Friseurschule. „Es ist ein ganzes Netzwerk der Solidarität“, sagt Andreza Ortigoza. Ein Netzwerk der Solidarität, des Einsatzes, der Liebe. Ein Netzwerk für Kinder und für ein ganzes Land, wo der Teufelskreis von Armut und fehlender Schulbildung durchbrochen wird. Nicht für alle. Aber selbst wenn es nur für ein einziges Kind wäre…

„In dem Wunsch, dass DEQUENI immer weiter wächst, schenken wir dir diese schlichte Arbeit als Beitrag zum Gnadenkapital“, beten wir gemeinsam mit dem Gebet von Dequeni.

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Herzlichen Glückwunsch, Dequeni, kostbares Werk unserer MTA. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

Was könnten wir dir Besseres schenken als unser Gebet, unsere Solidarität… und unsere Spenden, egal wie klein sie auch sind.

 

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Verwendungszweck: Dequeni
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IBAN: DE52426613300121483602
BIC: GENODEM1HLT.

Dequeni in den virtuellen Zelten der Bündniskultur

Internetseite von Dequeni: www.dequeni.org.py

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