Veröffentlicht am 6. September 2017 In Kampagne, Schönstatt im Herausgehen

Die Pilgernde Gottesmutter geht voran – dreimal wunderbar

SPANIEN, P.  Rolando Montes de Oca •

Es war am 29. Juni, ich war im Urheiligtum und verabschiedete mich von der Gottesmutter. Ich hatte gerade mein erstes Jahr des Kommunikationswissenschafts-Studiums beendet und vertraute meiner Mutter und Erzieherin den Sommer an: das Praktikum in Sevilla und danach die Fahrt nach Huétor Tájar, ein Ort in Granada, wo ich einen befreundeten Pfarrer vertreten würde. Es war bei diesem „Abschiedsdialog“, dass ich sehr stark spürte: So einfach losgehen ist nicht. Sie wollte mich aussenden. Sie wollte mit mir gehen, als Pilgernde Gottesmutter, und sie hatte etwas vor, das ich nur zu ahnen begann.

Also ging ich aus dem Heiligtum heraus und suchte ein Bild der Pilgernden Gottesmutter in den Souvenirläden am Ort. Aber alles, was ich fand, war völlig ungeeignet zu diesem Zweck. Schließlich fand ich etwas, das zwar nicht direkt wie eine Peregrina aussah, aber zumindest ähnlich war. Gern zahlte ich dafür den unangemessenen Preis. Ich nahm die „Quasi-Peregrina“ mit ins Heiligtum, vertraute ihr die Mission an und zog glücklich los in der Gewissheit der Verantwortung, die sie mir anvertraute.

 

Die Peregrina macht, was sie will

Zuerst reiste ich nach Granada und bot meinem Priesterfreund die Möglichkeit an, dass die Gottesmutter in seiner Pfarrei die Menschen besuchen könnte, was er mit großer Begeisterung annahm. Dann sprach ich darüber mit einer guten Freundin, bat sie ums Gebet, und sie brachte mich in Kontakt mit dem Sekretariat der Pilgernden Gottesmutter in Madrid, von wo ich zwei Bilder der Pilgernden Gottesmutter erhielt. Sie kamen an, als ich in Sevilla war, und da begann die Missionarin, zu tun was sie wollte.

Sie besuchte mehrere Familien der Pfarrei, wo ich wohnte. Sie tröstete und stärkte eine Mutter, deren Sohn gerade mit einer degenerativen Erkrankung diagnostiziert worden war. Sie begleitete die Eltern eines jungen Mannes, der in Griechenland eine Arbeitsstelle angenommen hatte. Mit einer anderen Familie feierte sie deren 12. Hochzeitstag. Bei mehreren Programmen von Radio Maria war sie dabei. Sie besuchte und tröstete alte Menschen in zwei Altenheimen. Und dazu kommt all das, was wir nicht wissen, denn eine Mutter tut immer viel mehr als das, was ihre Kinder mitkriegen.

Als mein Praktikum in Sevilla beendet war, fuhr ich nach Huétor Tájar, Granada. Ich kam mit den beiden Bildern der Pilgernden Gottesmutter dort an, und während ich die Mission den weisen Plänen der Vorsehung anvertraute, ging ich jeden Tag mit dem Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter und einem heimlichen Gebet zu Don Joao Pozzobon und unserem P. José Kentenich zum Altar.

Gekommen um zu bleiben

Nach der Vorabendmesse zum Fest der Aufnahme Marias in den Himmel lud ich alle Interessierten ein zu einem kurzen Vortrag über die Botschaft, Präsenz und Mission, die Maria uns vom Schönstattheiligtum aus schenkt. Viele trugen sich ein, um jeden Monat die Gnadengaben zu erhalten, die Maria uns bei ihrem Besuch schenken will, mit dem Wunsch, ein Hausheiligtum zu errichten und selbst ihr lebendiges Heiligtum zu werden. Sie dankten sehr und gingen nach Hause mit Plänen für eine Wallfahrt zum Heiligtum in Madrid.

Es ist nur der Anfang der tausend Geschichten, die Maria im Leben dieser Menschen gestalten wird, Geschichten, die weit über das hinausgehen, was wir uns vorstellen können, denn sie denkt immer groß, sie ist die große Missionarin und wird Wunder wirken.

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

 

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