Veröffentlicht am 7. August 2017 In Kirche - Franziskus - Bewegungen

Die Freude an den Weihen

BURUNDI, P. Claudio Jeria in „La Estrella Misionera“ •

Samstag, 8. Juli 2017. Es ist der Jahrestag der Priesterweihe Pater Kentenichs. An diesem Tag weiht der Erzbischof von Bujumbura fünf Priester seiner Diözese (darunter keine Schönstatt-Patres), neun Diakone (zwei aus der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres, Léonce und Christophe) und übertrug den Lektoren- und Akolythendienst an 16 Lektoren (einer davon aus der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres) und 14 Akolythen (davon 5 von den Schönstatt-Patres).

Es ist der gleiche Tag, an dem 21 Novizen der Schönstatt-Patres das Sionsgewand empfangen und in Nigeria vier Novizen ihre Weihe ablegen.

Léonce und Christophe nach der Diakonenweihe

Diakonenweihe

Eine Priester- oder Diakonenweihe ist in diesem Land ein unbeschreibliches Erlebnis, denn Burundi ist ein Land mit unvergleichlichem Glauben und einem Volk von großer religiöser Tiefe.

Die Schönstatt-Patres in Burundi haben den Brauch, die Diakonenweihe ihrer Mitglieder mit der der Diözese zu feiern, wohingegen die Priesterweihe „zu Hause“, das heißt, in der großen Pilgerkirche von Mont Sion Gikungu stattfindet.

Hinaus in eine kleine Pfarrei mitten im Bergland von Burundi

In den Diözesen hier in Burundi ist es Brauch, die Weihen abwechselnd in verschiedenen Pfarreien zu feiern, so dass die Gläubigen von jedem Ort – die übrigens sehr großes Interesse daran haben, teilzunehmen und auch Gastgeber sein zu dürfen – intensiv diese großen Ereignisse miterleben können. Bei dieser Gelegenheit fand die Weihe in einer kleinen Pfarrei irgendwo im Bergland statt, etwa zwei Stunden von Bujumbura entfernt.

So brachen wir mit etwa 70 Personen in zwei gemieteten Bussen auf, darunter 8 unserer Schönstatt-Patres zusammen mit all unseren Berufungen: Kandidaten (9), Novizen (10) und Studenten (17), dazu die Schwestern, die bei uns arbeiten, Angehörige und andere.

Tausende von Menschen kommen zur Feier

Mir war es schier unmöglich, so viele Leute zu zählen! Männer und Frauen, ganze Familien mit Babys, Kindern und Jugendlichen waren stundenlang zu Fuß gelaufen, um Teil dieses wunderbaren Festes zu sein. Ich schätze, es waren mindestens 10.000 Menschen, wahrscheinlich mehr, vielleicht bis zu 30.000!

Bei der Ankunft ließen sie sich auf den Hügeln nieder, die ein großes Fußballfeld umgeben, das zum Altar wurde. Warum waren sie alle gekommen? Einfach aus dem Glauben heraus! Sie hatten etwas Proviant dabei und warteten voller Freude darauf, intensiv die Messe von fünf Stunden Dauer mitzufeiern, mit Liedern, Tänzen, Musik und viel Folklore. Am Schluss der Messe begann für alle wieder der mehrstündige Fußweg nach Hause, wo sie dann etwas essen und ausruhen würden.

Es ist ein unglaubliches Erlebnis! Für sie ist der Glaube so wichtig und jedes Opfer wert!

 

Heiligtum  Mont Sion Gikungu

Videos

Quelle:  https://estrellamisionera.blogspot.de/

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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