Veröffentlicht am 10. Januar 2010 In Allgemein

Cruzada de María 2010 – mit Maria über die Anden

Cruzada de María - Foto: Francisco GrondonaFrancisco Grondona. In wenigen Tagen, am 14. Januar, beginnt die Cruzada de María 2010, die fünfte seit dem Beginn dieser Initiative im Jahr 1999. Cruzada de Maria: das ist eine große Fußwallfahrt, die längste Südamerikas, und verbindet die Schönstattheiligtümer in Mendoza, Argentinien, und Bellavista, Chile. Dazwischen liegen 400 Kilometer und 16 Tage Fußmarsch über die Kordillere auf den Wegen, die einst das Befreiungsheer genommen hat; kein Hindernis für die 120 begeisterten Teilnehmer dieses Jahres.

 

Alles hergeben – körperlich und seelisch

16 Tage durch die Anden, zu Fuß  - Foto: Francisco GrondonaUm fünf Uhr früh aufstehen, Tasche packen, ein schnelles, einfaches Frühstück, 25 Kilomenter Marsch, Mittagessen – Brot, eine Tomate, ein Ei, eine Kartoffel -, heilige Messe: das ist das Tagesprogramm dieser Jugendlichen, oberflächlich betrachtet. Und dabei allein darf man nicht stehen bleiben, denn dann wäre die Cruzada de Maria nichts weiter als eine sportliche Herausforderung; in Wirklichkeit geht es um unzählige Erfahrungen, die einen spirituell wachsen und reifen lassen. Natürlich beeinträchtigen Erschöpfung, Hunger, Müdigkeit, Blasen und vieles mehr die persönliche Leistung der einzelnen, aber es geht um mehr, um etwas, das die körperlichen Kräfte an die zweite Stelle rutschen lässt: und das ist das Wissen, dass all die Anstrengung aus Liebe zu Maria und ihrem Sohn auf sich genommen wird. „Wenn du am Ende stehst, warum dann länger warten, dann gehe ich heute noch einen Schritt mehr…“, so heißt es in einem der Lieder, die bei der Cruzada 2007 immer wieder gesungen wurden und das den ganzen Sinn dieses verrückten Unterfangens zusammenfasst.

Auch wenn die Kräfte bei allen ausgehen, giba es eine größere Kraft, die zum Weitergehen und zum Erreichen des Zieles drängt. Die Cruzada de Maria ist Beten mit den Füßen, ist ein einziger großer Beitrag zum Gnadenkapital.

Lebendiges Heiligtum

Eine Gruppe bei einer Pause unterwegs - Foto: Francisco GrondonaVorangetragen wird auf jedem noch so steilen Streckenabschnitt ein Bild der MTA, die diese ganze Erfahrung bewirkt, und das Kreuz von {cms_selflink page=“mario-hiriart“ text=“Mario Hiriart“}, einer der großen Gestalten der Schönstatt-Bewegung.

Eines der großen Herzensanliegen von Mario Hiriart war: „In den Anden bauen wir ein Heiligtum, Symbol der Einheit unserer Völker und Herzen und des Triumphes der MTA durch ihre Werkzeuge“. Genau das will die Cruzada verwirklichen.

Jeder einzelne Teilnehmer ist ein Stein dieses Heiligtums, jeder trägt das Beste aus sich dazu bei, und wenn man dann im Kreis um die Statue des Erlösers auf dem höchsten Punkt des Weges steht, fasst jeder seine Nachbarn bei der Hand, und so wird das lebendige Heiligtum.

Eine Verrücktheit aus Liebe

Bei der Statue "Christus Erlöser" - Foto: Francisco GrondonaAus sieben verschiedenen Ländern – Argentinien, Brasilien, Paraguay, Chile, Ecuador, Uruguay und Mexiko kommen am 14. Januar 120 Jugendliche, Priester und Seminaristen zusammen, um dieses große Abenteuer zu starten.

Jeder von ihnen aus seiner konkreten Lebenswirklichkeit, mit seiner einmaligen Lebensgeschichte und unterschiedlichen persönlichen Gründen für diesen Pilgermarsch, doch alle verbunden in einem Ziel und Ideal.

All diese Jugendlichen lassen ihre Ferien, ihren Sommer, ihre Familie, Freundinnen und Freunde hinter sich, um 16 Tage lang unter brennender Sonne und im harten Klima der Kordilleren mit Temperaturen zwischen hochsommerlicher Hitze und eisigem Wind auf 4200 m Höhe – dort, wo die große Christusstatue steht.

Jeder trägt in seinem Rucksack nicht nur Klamotten, Wassser und Essen mit, sondern auch die Anliegen vieler Menschen, Erlebnisse eines ganzen Jahres – schwierige und frohe -, die er der Gottesmutter übereignen möchte auf diesem Weg. Sie wissen sich begleitet von der ganzen Schönstattfamilie, die für sie betet und geistig mit ihnen unterwegs ist.

Viele sagen, sie seien verrückt. Sie können nicht verstehen, warum sie sich so etwas zumuten, während sie sich erholen oder Spaß haben könnten, und weil sie meinen, es sei doch eine richtige Zeitverschwendung. Und so ganz unrecht haben die nicht, die meinen, sie seien verrückt, denn die Cruzada de Maria ist ganz sicher eine Verrücktheit, eine Verrücktheit aus Liebe, und wer nicht einigermaßen verrückt ist, schafft diese 16 Tage durch die Anden nicht.

Cruzada de María … los geht’s!

Los geht's !- Foto: Francisco GrondonaDie Losung, die jedes Mal beim Aufbruch erklingt und immer dann, wenn der Geist mal am Boden liegt, ist: „Cruzada de Maria – los geht’s!“ Das erklingt auf der Höhe der Kordillere, und mit jedem Ruf werden Kraft und Liebe stärker – bis sich die Anstrenungen aufs höchste steigern!

Von schoenstatt.de aus bitten wir ums Gebet und um geistiges Begleiten der Cruzada 2010!

Vor dem Heiligtum in Bellavista - Foto: Francisco Grondona