Veröffentlicht am 2015-09-19 In Kirche - Franziskus - Bewegungen

“Botschafter der Barmherzigkeit“: Die 10. Apostolische Reise von Papst Franziskus hat begonnen

KUBA/VATIKAN, schoenstatt.org •

“Ich komme euch besuchen, um Glauben und Hoffnung zu teilen.“ An diesem Samstag, dem 19. September, hat die 10. Internationale Reise von Papst Franziskus begonnen, die bisher längste seines Pontifikates mit 10 Tagen in Kuba und den USA. Vor der Abreise, hatte der Heilige Vater wie schon Tradition in Santa Maria Maggiore der Gottesmutter diese Reise anvertraut, und die syrische Familie begrüßt, die seit einigen Tagen in der vatikanischen Pfarrei Sankt Anna Aufnahme gefunden hat.

Gegen zehn Uhr morgens startete das Flugzeug, das den Heiligen Vater vom römischen Flughafen Fiumicino aus nach Kuba brauchte, zu seinem etwa elfstündigen Flug über gut 8000 km. Bis zum 22. September ist Papst Franziskus in Kuba, von wo aus er dann nach USA weiterreist, nachdem er die Städte Holguín und Santiago de Cuba mit dem Nationalheiligtum der „Jungfrau der Barmherzigkeit von Cobre“ besucht hat.

Wenige Tage vor dem Beginn seiner apostolischen Reise nach Kuba, hatte Franziskus sich am Donnerstag mit einer Videobotschaft an das kubanische Volk gewandt, in der er die Kubaner einlud, ebenfalls Missionare der Barmherzigkeit Gottes zu sein und sagte, es helfe ihm sehr, „an ihre Treue zum Herrn zu denken“.

Jesus hat euch sehr gern, Jesus liebt euch wirklich

„Ich möchte euch einen brüderlichen Gruß senden, bevor wir uns persönlich begegnen. Ich komme euch besuchen, um Glauben und Hoffnung zu teilen, damit wir einander stärken in der Nachfolge Christi“, betonte der Papst in der gut vier Minuten langen Videobotschaft, die am Donnerstag im kubanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

„Mir tut es sehr gut und es hilft mir, an Eure Treue zum Herrn zu denken. Der Mut, mit dem ihr die Schwierigkeiten des Alltags angeht, in der Liebe, mit der ihr einander helft und unterstützt auf dem Weg des Lebens. Danke für dieses so wertvolle Zeugnis“, sagte er.

Franziskus vermittelte den Kubanern „eine sehr einfache Botschaft, aber ich denke, dass es sehr wichtig und notwendig ist: Jesus hat euch sehr gern, Jesus liebt euch wirklich. Er trägt euch immer im Herzen.“

Der Heilige Vater versicherte den Gläubigen, dass Jesus „besser als jeder andere weiß, was jeder braucht, was er ersehnt, was sein tiefster Wunsch ist, wie euer Herz ist, und er verlässt uns nie; und wenn wir uns von ihm entfernen, dann erwartet er uns, bleibt immer an unserer Seite, bereit uns zu bergen, zu trösten, uns neue Hoffnung zu geben, eine neue Chance. Er geht nie weg. Er ist immer da.“

„Ich weiß, dass ihr diesen Besuch im Gebet vorbereitet. Dafür danke ich euch sehr“, betonte der Papst, und erinnerte, dass wir „beten müssen, wir brauchen das Gebet. Dieser Kontakt mit Jesus, mit Maria, und es macht mir viel Freude, dass ihr dem Rat meiner Brüder im Bischofsamt in Kuba folgt und jeden Tag dieses Gebet wiederholt, das wir als Kinder gelernt haben: Heiligstes Herz Jesu, bilde mein Herz nach deinem Herzen.“

„Es ist schön, ein Herz wie das Herz Jesu zu haben, um lieben zu können wie er, zu verzeihen, Hoffnung zu geben, zu begleiten. Ich möchte unter euch sein als Missionar der Barmherzigkeit, der Zärtlichkeit; erlaubt mir jedoch, euch zu ermutigen, dass auch ihr Missionare dieser unendlichen Liebe Gottes seid, dass niemandem das Zeugnis unseres Glaubens, unserer Liebe fehle, dass die ganze Welt weiß, dass Gott immer verzeiht, dass Gott immer an unserer Seite ist, dass Gott uns liebt.“

Wie ein Kind, das zum Haus seiner Mutter kommt

Zum Schluss sagte Franziskus, er pilgere zum Heiligtum der Virgen del Cobre (am 22. September), „als ein Pilger, wie ein Kind, das zum Haus der Mutter kommen möchte. Ihr vertraue ich diese Reise an und ihr vertraue ich alle Kubaner an, und bitte, ich bitte euch, betet für mich.“

„Jesus segne euch und die Heilige Jungfrau schütze euch“, schloss er.

Während seiner Reise nach Kuba begegnet Franziskus neben den Vertretern der Gesellschaft auch dem Klerus, den Jugendlichen (im Kulturzentrum Padre Félix Varela in La Habana), segnet die Stadt Loma de la Cruz und Holguín, und besucht das Heiligtum der Virgen de la Caridad del Cobre in Santiago de Cuba. Am Schluss seines Besuches fährt er weiter in die USA.

 

Mit Material von ACIprenda

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