Veröffentlicht am 29. Juli 2017 In Leben im Bündnis

Eine Begegnung im ersten Filialheiligtum

URUGUAY, Horacio Chavez Tottil •

Als Ehepaar sind wir vor einigen Tagen von Paraguay aus zum Heiligtum von Nueva Helvecia gepilgert. Es war einfach der Wunsch entstanden, das erste Filialheiligtum der Welt zu besuchen und der Gottesmutter in ihrem Heiligtum für alle erhaltenen Gnaden zu danken und sie um die Gesundheit unserer Töchter und nächsten Angehörigen zu bitten.

Von Buenos Aires nach Colonia del Sacramento und weiter nach Nueva Helvecia

Von Buenos Aires nach Colonia del Sacramento und von dort nach Nueva Helvecia. Als wir in dieses malerische Städtchen kamen, fragten wir, wo das Heiligtum sei, und man sagte uns, wir sollten der Ausschilderung zu der Schule folgen, die die Marienschwestern in dieser Stadt leiten.  Wir kamen schnell an, voller Vorfreude und Begeisterung …

Als wir durch das Tor gingen, bewunderten wir die Schönheit des Geländes und Gartens, durch den man geht, um ins Heiligtum zu kommen. Wir waren voller Freude und fühlten die starke Nähe der Gottesmutter, der wir alle Müdigkeit der langen Fahrt und alle Sehnsucht nach dieser Begegnung brachten. Sie war für uns da, wir erlebten ein Nachhausekommen, und es rollten ein paar Tränen vor lauter Ergriffenheit. Wir waren zum ersten Mal im allerersten Filialheiligtum der Welt!

Nach einer guten Weile des Bewunderns der Dreimal Wunderbaren beschlossen wir, ein Foto zu machen. Im Heiligtum war ein Mann, der dort still den Rosenkranz betete und unsere ergriffene Anwesenheit bemerkt hatte. Wir baten ihn, ein Foto von uns beiden zu machen, und kamen ins Gespräch.

Pilgern für ein Versprechen

Atuel Reynoso war von Paraná in Argentinien aus zu diesem Heiligtum gepilgert, um ein Versprechen zu erfüllen, das er der Gottesmutter gemacht hatte. Als eine gute Bekannte von ihm schwanger war, wurde bei ihrem Kind ein gravierendes gesundheitliches Problem festgestellt, das eine Operation im Mutterleib erforderlich machte. Eine sehr gewagte Operation für beide. In verschiedenen Gruppen der Stadt wurden Gebetsketten organisiert, und er selbst bat die Gottesmutter, dieser jungen Familie beizustehen und ein Wunder zu wirken.

Und so geschah es. Die Gottesmutter, so ist er überzeugt, hat das Wunder gewirkt und das Leben dieses Kindes gerettet. Zum Dank betete Atuel zwei Tage lang im Heiligtum den Rosenkranz und dankte der Gottesmutter an diesem Ort, den Pater Kentenich vor so vielen Jahren besucht hatte.

Beim Abschied sagte er, das alles könne er selbst sich auch nicht mit der Logik der Vernunft und Rationalität erklären. Die Wunder der Liebe und des Glaubens erst machen es möglich, in die Logik der Hoffnung einzutreten. Wir haben das selbst auch genauso erlebt, und so kreuzten sich zwei Geschichten in Nueva Helvecia und ließen uns alle mit gewachsener Liebe und noch mehr Dank zurück.

Original: Spanisch, 28.07.2017.  Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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1 Responses

  1. So Gott will – werde ich mit 2 Freundinnen aus der Akademikerinnengemeinschaft am 14./15. Oktober 2017 in Nueva Helvecia sein. Der Bericht von Horacio Chavez Tottil hat mich voller Erwartung gestimmt. Danke für den wunderbaren Bericht von der Pilgerschaft.

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