alianza matrimonial pandemia

Veröffentlicht am 2020-10-17 In Leben im Bündnis

Herzensaustausch. Ein reales Zeugnis in Zeiten der Pandemie

PARAGUAY, Edgar Cañete y Ana Pecc, Miembros del Grupo GAUDIUM ENTIS. Nivel Alianza de Amor •

Dieses Jahr hat bekanntermaßen mit einer anderen Farbe begonnen, als wir es gewohnt waren. Dies betraf – gewissermaßen – alle Aktivitäten im Land, auch die religiösen. —

Wir kamen aus einem mit vielen Gefühlen beladenen Jahr 2019, als wir unsere Gruppenverpflichtung (wir sind Teil der Gruppe Nr. 7, später GAUDIUM ENTIS genannt) im Heiligtum von Tuparenda (am Km 34,5 der Route 2 im Departamento Central, Paraguay) besiegelten. Der Weg sollte im Jahr 2020 weitergehen.

So sehr, dass wir uns zu Beginn dieses Jahres mit der ganzen Gruppe dem Weg zur Vorbereitung unseres ersehnten ehelichen Liebesbündnisses widmeten. Wir erinnern uns, dass wir die Gelegenheit hatten, unswie immer im Haus eines der Ehepaare unserer Gruppe zu treffen, ohne zu wissen, dass es das letzte Meeting sein würde, das wir bis heute als Gruppe haben würden, wegen der Pandemiesituation, die wir gerade erleben.

Anpassen an die neue Ära

Die Regierung hat zuallererst strenge Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung dieses globalen Virus zu verhindern, einschließlich, natürlich, der Vermeidung von Menschenmengen, Meetings und sogar dem Verlassen unserer Häuser. Trotz dieses Wunsches, uns weiter zu formen und uns auf unser Bündnis vorzubereiten – dank der Bereitschaft unserer Leiter und der Brüder und Schwestern in der Gruppe – gingen wir diesen Weg trotz der Herausforderungen, denen wir uns mit dem Voranschreiten der Pandemie gegenüber sahen.

Nichts davon konnte unsere Sehnsucht überwinden, und wir waren in der Lage, den Weg „virtuell“ zu verfolgen, jeder von seinem eigenen Zuhause aus. Vom ersten Moment an änderte sich alles. Wir haben jedoch einen Weg gefunden, uns an diese neue Ära, diese neue Lebensweise anzupassen. Fest und überzeugt, dass der Plan weitergeführt werden sollte, teilten uns die Leiter die Themen der Vorbereitung zu. All dies wurde dank des Vertrauens der Gruppe in die Göttliche Vorsehung auf die bestmögliche Art und Weise durchgeführt.

Dieses ganze Jahr der Vorbereitung „aus der Ferne“ war schwierig, aber wir haben es in der Überzeugung überwunden, dass die Gottesmutter, als die Erzieherin, die sie ist, uns ihre bedingungslose Unterstützung angeboten und uns ihre Gnaden gegeben hat.

Das Liebesbündnis virtuell, aus der Ferne, schließen?

Wochen vor dem Ende unseres Weges zum Liebesbündnis als Ehepaar waren die Restriktionen der Regierung noch latent vorhanden, wir konnten uns nicht einmal treffen, obwohl die Feier der Heiligen Messe inzwischen ohne Unannehmlichkeiten, wenn auch mit sehr begrenzter Personenzahl, möglich ist. Dies führte zu der Entscheidung, die Feier des Liebesbündnisses als Ehepaare virtuell durchzuführen. Das fiel uns wie ein Eimer kaltes Wasser auf den Kopf, und in dieser Hinsicht wurde ein virtuelles Treffen mit unserer Gruppe abgehalten, in dem jedes der Paare manifestierte, was sie von dieser Sache hielten.

Vor allem wir – meine Frau und ich – waren anfangs etwas zögerlich bei diesem Thema, da wir die Gründe noch nicht entschlüsseln konnten. Wir wussten, dass wir wegen Fragen der Vorbeugung einer massiven Ansteckung den Bündnisritus nicht alle zusammen durchführen konnten, aber wir wollten verstehen, warum er nicht verschoben werden konnte.

Von dort aus begannen wir als Paar unsere Zeit der Unterscheidung, indem wir die von der Bewegung zur Verfügung gestellten Werkzeuge benutzten, wie die Workshops zur Vorbereitung auf diesen Tag. In einem von ihnen wurden wir von der Freude berührt, einer der Marienschwestern zuzuhören, die uns erleuchtete und uns daran erinnerte, dass die Gottesmutter bereits in unseren Herzen war und dass es sinnlos sei, sie warten zu lassen. Ebenso waren wir dank der Zeugnisse unserer eigenen Familien aus der Gruppe überzeugt und fühlten uns glücklich, den Bund in diesem Weltzusammenhang in der vorgesehenen Weise zu schließen.

Ein Bündnis im Pandemie-Modus

Es stand nicht in den Plänen, dass es anders laufen sollte. Drei Tage vor unserem Tag hob die Regierung bestimmte Beschränkungen auf, wodurch die Anzahl der Leute, die bei einer Feier anwesend sein konnten, erhöht wurde, was eine plötzliche Bewegung in der Entscheidungsfindung unsererLeiter der Bewegung auslöste, die bereit waren, ein Protokoll aufzustellen, damit wir den Ritus persönlich durchführen konnten, aber die Anzahl der Gruppen pro Tag beschränkte.

Aber vierundzwanzig Stunden vor dem Bündnisschluss, der für Samstag, den 10. Oktober 2020 geplant war, erhielten wir einen Brief von Pater Reginald (Rektor des Heiligtums in Asunción), in dem er den Entschluss bekundete, den Ritus virtuell durchzuführen, trotz aller Bemühungen, es persönlich zu tun, wie es seit Anfang dieses Jahres eigentlich beschlossen und von uns allen so sehr gewünscht war.

Angesichts dieses neuen Umstandes und nach all diesem Hin und Her  fühlten wir uns nun schon vorbereitet. Wir waren überzeugt, dass die Gottesmutter für uns verantwortlich war und dass sie uns in ihrer Rolle als Mutter vor jeder Ansteckungsgefahr schützen wollte, die entstehen könnte. Unsere Mutter legte uns, wie immer, unter ihren Schutzmantel, und der Ritus des Ehebundes wurde so geplant, dass jeder von zu Hause aus das Bündnis schließen würde.

Eine einzigartige Erfahrung in Zeiten der Pandemie

Punkt zwölf Uhr mittags an diesem Samstag waren meine Frau und ich da, bereit zum Herzensaustausch mit Maria. Die heilige Messe begann pünktlich, wir verfolgten sie jeder von zu Hause aus und doch gemeinsam, bis des soweit war und der Moment gekommen war, auf den wir uns das ganze bisherige Jahr vorbereitet hatten.

Unsere Herzen schlugen heftig, unser Puls beschleunigte sich, unsere Augen waren mit Tränen des Glücks gefüllt, wir bekamen Gänsehaut… Was für einen emotionalen Moment erlebten wir, als wir den so ersehnten Austausch der Herzen mit der Gottesmutter „konkretisierten“. Wir waren ohne Worte, um all die Freude auszudrücken, die unsere Herzen erfüllte.

Es war eine einzigartige Erfahrung in unserem Eheleben. Wir hätten nie an einen besseren Weg denken können, um die Liebe Mariens in diesen Zeiten der Pandemie zu leben. Die Gottesmutter hat all dies möglich gemacht, und wir sind verpflichtet, ihr mit Taten zu zeigen, dass wir sie wirklich lieben.

Dieses neue Bündnis wurde für uns zu einem hellen Lichtstrahl, der unser tägliches Leben erleuchtet hat und uns fähig macht,  standhaft und mit Maria und dem dreieinigen Gott verbunden bleiben.

In und mit Christus sind wir gesegnet durch den Bund mit Maria.

 

 

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