Erno Birck

Veröffentlicht am 2021-06-27 In Leben im Bündnis

Pfarrer Erno Birck aus Santa Cruz do Sul im Alter von 91 Jahren verstorben

BRASILIEN, Redaktion •

„Ein heiliger Priester, er hat viele Jahre lang die Pilger und Mitglieder der apostolischen Bewegung geistlich begleitet. Mit Messen, Beichten, Seelsorge …“, so Ruy Kaercher (Instutit der Schönstatt-Familien) aus Santa Cruz do Sul, als er vom Tod von Pfr. Erno Birck hörte. —

Erno BirckLetzte Woche ist Pfarrer Erno Birck im Alter von 91 Jahren gestorben. Der Tod trat im Krankenhaus von Santa Cruz do Sul ein, wo er zuvor stationär aufgenommen worden war.

Der in Estrela geborene Priester hat 65 Jahre seines Lebens der Kirche gewidmet. Als Sohn von Jacob Birck und Maria Paulina Hermann – deutschstämmige Einwanderer wie so viele in dieser Region von Brasilien – wurde Pfr. Erno am 4. Juli 1930 in Linha Delfina geboren. Er wurde am 7. Juli 1930 getauft und erhielt am 29. November 1932 das Sakrament der Firmung. Nach Angaben der Diözese Santa Cruz absolvierte er seine Grundausbildung an der Gemeindeschule von Estrela und seine weiterführende Ausbildung am Priesterseminar von Gravataí. Er studierte Philosophie im Priesterseminar von São Leopoldo und Theologie im Priesterseminar von Viamão.

Am 8. Juni 1957 wurde er im Priesterseminar von Viamão zum Diakon geweiht und am 25. August desselben Jahres, ebenfalls im Priesterseminar von Viamão, wurde er von Bischof Vicente Scherer zum Priester geweiht. Als motivierendes Motto für sein priesterliches Leben hat er einen Satz von Papst Pius XII. übernommen: „Mögen eure Priester wahre Engel für euer Volk sein“.

Er begann seinen priesterlichen Dienst als Kooperatorvikar von Arroio do Meio im Jahr 1958. Danach war er Kooperatorvikar von Rio Pardo und als die Diözese Santa Cruz do Sul geschaffen wurde, wurde er zum Kooperatorvikar der Kathedrale von São João Batista ernannt. Im Jahr 1961 wurde er an das Herz-Jesu-Seminar in Arroio do Meio versetzt, wo er als Professor und später als Rektor diente. 1965 wurde er zum Pfarrer von Sinimbu, 1967 zum Pfarrer von Venancio Aires und 1969 erneut zum Pfarrer von Sinimbu ernannt.

Im Jahr 1978 ging er nach Rom, wo er sich auf Kirchenrecht spezialisierte. Im Jahr 1980 wurde er zum Kaplan des Hospital dos Passos in Rio Pardo und 1981 zum Kaplan des Hospital Santa Cruz ernannt. Ein Jahr lang, 1987, war er der verantwortliche Priester der Heilig-Geist-Gemeinde. Im Jahr 1988 war er Pfarrverwalter der Pfarrei von Vera Cruz. Im Jahr 1989 wurde er Pfarrvikar der Kathedrale St. Johannes der Täufer und Gerichtsvikar des Kirchlichen Gerichts der Diözese. Er blieb am Kirchengericht bis 2007, als er um seine Pensionierung bat.

Der Kaplan des Schönstatt-Heiligtums

Darüber hinaus war Pfarrer Erno viele Jahre lang Kaplan des Schönstatt-Heiligtums (1988 bis 2018) und Geistlicher Leiter des Cursillo de Cristiandad. Zu verschiedenen Zeiten gehörte er dem Priesterrat der Diözese an, nahm am Kollegium der Konsultoren teil und war 10 Jahre lang Kanzler.

Pfarrer Erno begleitete die Gründung der Diözese Santa Cruz do Sul und ist damit das letzte Überbleibsel dieser Zeit. In einem Zeugnis für die Zeitschrift Integração im November 2019 sagte er: „Als die Diözese 1959 gegründet wurde, war ich der jüngste Priester. Ich habe den ganzen Prozess der Veränderung in der Kirche miterlebt, mit der Abhaltung des Zweiten Vatikanischen Konzils, das von Papst Johannes XXIII. einberufen wurde. Latein wich der Volkssprache. Früher war es der Priester, der auf Latein betete und die Messe feierte, und das Volk war parallel mit seinem Rosenkranz oder den Novenen dabei. Es war der Priester, der die Befehle gab und das Volk, das gehorchte. Heute ist alles anders“.

Unter seinen Kollegen war Pfarrer Erno als Mann der Disziplin bekannt, so die Diözese. Er achtete auf seine Gesundheit und hielt sich strikt an die kanonischen Gesetze und Fristen. Er bezauberte das Volk mit seiner feinen Gesangsstimme, besonders wenn er damit das Evangelium verkündete oder einen gregorianischen Choral anstimmte. Er liebte es, mit seinen Kollegen Canasta zu spielen, und solange es seine Gesundheit zuließ, versäumte er nie Treffen mit Priestern. Er diente der Kirche 65 Jahre lang als Priester.

Vielleicht kann er sich jetzt vom Himmel aus um das ausgeräumte Heiligtum kümmern, das er so lange und mit so viel Liebe betreut hat.

Santuário Santa Cruz do Sul

Heiligtum Santa Cruz do Sul

Original: Portugiesisch, 27. 06. 2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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