Veröffentlicht am 2020-04-06 In Solidarisches Bündnis, Solidarisches Liebesbündnis in Zeiten von Coronavirus, Werke der Barmherzigkeit

„Es gibt Familien, die auf ihr tägliches Einkommen angewiesen sind und heute nicht arbeiten können…“

PARAGUAY, Juan Vicente Ramírez •

Juan Vicente Ramírez, Unternehmer, Schönstätter, Generalkoordinator der CIEES (Internationale Gemeinschaft der Unternehmer und Führungskräfte Schönstatts) in Ciudad del Este. Außerdem Präsident der Handelskammer in der gleichen Stadt. Angesichts der Pandemie gab es für ihn kein Zögern, sondern nur ein „Machen wir uns an die Arbeit.“—

Juan Vicente Ramírez (links) während des Internationalen Kongresses der CIEES im Oktober 2019 in Asunción, Paraguay

Angesichts der Maßnahme der totalen Quarantäne in Paraguay (auch der Verkehr von Fahrzeugen ist mit einigen Ausnahmen verboten) wurden viele Arbeiterinnen und Arbeiter entlassen. Wir hatten das Gefühl, dass wir uns neu erfinden mussten.

Vor 20 Tagen haben wir mit meiner Tochter ein neues Projekt begonnen, etwas völlig anderes als unser übliches Arbeitsgebiet (Vertrieb von Computerprodukten).

Wir beschlossen, mit der nationalen Produktion von Mundschutz/Masken und medizinischen Schürzen, Kopfschutz und Schuhen für Krankenhäuser zu beginnen, mit lokalem Rohmaterial. So haben wir Arbeitsplätze für hundert arbeitslose Näherinnen geschaffen und zwei Bekleidungsfabriken für den Export (von Dritten) reaktiviert, die wegen dieser Isolationsmassnahmen in Paraguay eingestellt wurden.

Eine große Solidaritätskampagne

Über unsere Unternehmensführung haben wir auch eine große Solidaritätskampagne durchgeführt, um gefährdeten Bereichen der Stadt zu helfen. Glücklicherweise haben sich die Mitglieder unserer Handels- und Dienstleistungskammer ohne eine Minute zu zögern „auf den Weg gemacht“, und insgesamt verteilen wir mehr als 10.000 Körbe mit nicht verderblichen Lebensmitteln an bedürftige Familien.

Wir aktivieren auch den Paraná Country Club, von wo aus wir zunächst 1000 Lebensmittelsets an gefährdete Familien in unserer Region spenden werden. Das Ziel ist es, 5000 Körbe zu sammeln.

Mit der Handelskammer werden wir 1000 Lebensmittelsets an die Pfarreien spenden, die die Priester an die bedürftigsten Familien verteilen können.

Insgesamt ist es uns bereits gelungen, 15.000 Lebensmittelsets von der Handelskammer aus zu sammeln.

Heute werden wir dem Bürgermeister von Ciudad del Este 1000 Packungen Milch und 3000 Kilo Sojabohnen zur Herstellung von Sojamilch spenden.

Unsere Mission ist es, den gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu helfen, die von der Schließung der Arbeit im Mikrozentrum betroffen sind. Wir unterstützen die Entscheidung der nationalen Regierung und dürfen nicht vergessen, dass es Familien gibt, die auf ihr tägliches Einkommen als Tagelöhner angewiesen sind und die jetzt nicht arbeiten können. Gemeinsam, vereint, müssen wir diese große Gesundheitskrise überwinden.

 

 

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