Publicado el 2009-08-29 In Urheiligtum

Den Glauben neu entflammen – Apostel deiner Freude: Aussendung zu den ersten Misiones in Deutschland

Aussendung zu den ersten Misiones in Deutschland - Foto: Fischermkf. «Ich möchte nur ganz wenig sagen in diesem bewegenden Augenblick. Erstens: Ich liebe die Misiones. Zweitens: Die Gottesmutter liebt die Misiones. Drittens: Ich war nicht dabei, als Pater Kentenich hier im Urheiligtum die Gründungsurkunde gesprochen hat. Aber ich werde sagen können: Bei der Aussendung zu den ersten Misiones in Deutschland hier am Urheiligtum, da war ich dabei. Und das ist ein überwältigendes Geschenk,» sagt Pater José Melo aus Chile. Am späten Abend des 28. August, an den Gräbern derer, die ihrer Leben für Schönstatt und das Urheiligtum hergegeben haben, übernehmem im Schein von Fackeln und Lichtern 22 Jugendliche und junge Erwachsene aus Deutschland, darunter drei Marienschwestern, ein Seminarist und ein Schönstattpater ihr Bild der Pilgernden Gottesmutter und ihr Missionskreuz, um unmittelbar danach aufzubrechen nach Ginsheim bei Mainz zu den ersten Misiones in Deutschland.

Warten im Urheiligtum - Foto: FischerEs war alles so schön geplant: von acht Uhr bis neun Uhr abends eine Stunde im Urheiligtum reserviert für die Aussendung zu den ersten Misiones in Deutschland. Danach Aufbruch… Und während die ersten ankommen, die Nachricht: ein Auto steckt im Stau, in einem langen Stau – unmöglich, vor neun Uhr in Schönstatt zu sein. Im Auto auch eine der Leiterinnen der Misiones. Das Urheiligtum wird um neun Uhr geschlossen. Dann ist es auch schon dunkel.

Was tun? Einfach anfangen kommt nicht in Frage. Warten? Und dann? Ja, warten im Urheiligtum, bis alle da sind, und dann vor dem Urheiligtum weitermachen..

Die internationale Auxiliar geht mit auf Misiones- Foto: FischerZwei Jugendliche holen die internationale Auxiliar, gesegnet von Papst Johannes Paul II. beim Weltjugendtag 1987 in Buenos Aires («Da war ich noch gar nicht geboren!», meint Tobias und hält sie gleich noch fester). Sie tragen sie zum Urheiligtum. Dort stehen alle Bilder der Pilgernden Gottesmutter auf dem Altar, dort sind die Misiones-Kreuze, kostbares Geschenk der Misioneros aus Spanien. Bei den Misiones dort im letzten Sommer ist ein entscheidender Funke übergesprungen… Lieder, Schweigen, Beten, Warten…

Jugendliche aus der Diözese Würzburg, die an diesem Wochenende in Schönstatt sind, sind zum Urheiligtum gekommen, ebenso Teilnehmer einer Freizeit für Senioren mit Pfr. Hofacker, mehrere Pilger. Dann, endlich, gegen neun, kommt Unruhe auf, dann Applaus… Die letzten sind da! Der Sakristan zeigt ein großes, jugendfreundliches Herz und wartet ein paar Minuten mit dem Abschließen. «Jetzt sind wir endlich alle zusammen, beten wir…», sagt einer der jungen Männer, und mit einem Strahlen im Gesicht, das die Freude kaum noch halten kann, betritt Marianne das Urheiligtum. «Danke, danke, Gottesmutter, dass wir hier noch eine offene Tür gefunden haben, und öffne uns so auch die Türen in Ginsheim…»

Sende uns als Misioneros, als Apostel für Deutschland

So sieht man aus, wenn ein Traum endlich wahr wird - Foto: LealDann nehmen alle still ihre Pilgerbilder, Kreuze, die Gitarren, Trommeln und die Auxiliar und ziehen hinaus aus dem Urheiligtum und an die Heldengräber. Die Jugendlichen aus Würzburg halten brennende Fackeln, auf dem Randstein stehen Lichter, alles ist wie noch einmal Nacht des Heiligtums, nun aber mit einem ganz starken missionarischen Charakter. Diese ersten Misiones in Deutschland sind aus dem Leben entstanden, entzündet am Leben, das diese Jugendlichen in Chile, Spanien, Brasilien, Argentinien, Mexiko … erlebt haben. «Das muss es auch in Deutschland geben, das muss man auch in Deutschland erleben können, diese Glaubenserfahrung müssen wir auch in Deutschland machen können» , so Marianne. Und: «Ja, wir wollen uns senden lassen, als Misioneros für Deutschland, als Apostel für Deutschland. Wir gehen nicht im eigenen Auftrag, sondern im Auftrag Christi…» Das Motto lebt: Den Glauben neu entflammen – Apostel deiner Freude!

Aussendung an den HeldengräbernEViele Hindernisse haben sie überwunden, vom «Das geht in Deutschland nicht» bis zum Wechsel der Gemeinde wenige Wochen vor dem Beginn, weil es dort am Ende nicht möglich gewesen wäre, die Tür-zuTür-Misiones zu machen. «Das ist das Herz der Misiones, das geht nicht ohne». Und es tat sich eine neue Tür auf.

Einfache Gebete aus dem Herzen, jedes Wort vom Leben gedeckt, Lieder, Zeugnisse, und schließlich der Höhepunkt: Pater José Melo , Sie ist der große Missionar...der viele der Misioneros aus ihren Misiones-Erfahrungen kennt, überrreicht jedem einzeln das Misiones-Kreuz: «Den Glauben neu entflammen» – «Apostel deiner Freude». Und dann die Pilgernde Gottesmutter mit den Worten, wie sie Tausende und Tausende mal auf der ganzen Welt gesagt werden bei der Übernahme des Bildes : «Sie ist der große Missionar».

Mit fester und manche mit vor Ergriffenheit brüchiger Stimme antworten sie: «Sie wird Wunder wirken.» Wunder wirken in Ginsheim, Wunder wirken in Deutschland, Wunder wirken in Schönstatt.

Hier in Deutschland einer deutschen Marienschwester das Misiones-Kreuz überreichen», sagt Pater José Melo, als Schw. M. Anastasia vor ihm steht. «Das geht mir nach…»

Pater Dr. Lothar Penners, der Leiter der deutschen Schönstatt-Bewegung, richtet einige Worte an die Jugendlichen und giba den Segen. EÜberreichung des Misiones-Kreuzesin Lied noch, Abschied, gute Wünsche, Gebetsversprechen, Tränen und Lachen gleichzeitig, und dann geht es in die Autos und in die Nacht hinein nach Ginsheim, zum Ort der ersten Misiones in Deutschland.

Zurück bleiben Menschen, die einander anschauen und das Gespür haben, wie Pater José Melo einmal davon erzählen zu wollen, dass sie dabei waren, damals am 29. August 2009 am Urheiligtum…

 

 

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