Veröffentlicht am 18. Februar 2019 In Urheiligtum

Mein Zeugnis von der Sanierung des Urheiligtums

URHEILIGTUM, Mary Cole •

Die Renovierung und Sanierung des Urheiligtums war lange in der Planung. Vor zehn Jahren hatte Agathe Hug, eine vielbeschäftigte Gynäkologin, das Bedürfnis, das Urheiligtum über den Computer zu „besuchen“, wie es auch bei anderen Gnaden- und Wallfahrtsorten möglich ist, und so entstand die Idee einer Webcam für das Urheiligtum. Seitdem hat sie mit ihrer Familie schoenstatt-tv ins Leben gerufen.—

Anfangs war es umstritten, aber die verschiedenen Jubiläen und andere Feiern haben bewiesen, wie wertvoll es ist; jetzt ist es eine feste Größe in der Schönstatt-Szene, einschließlich Fahrten nach Übersee zur Übertragung wichtiger Ereignisse. Die erste Webcam hatte nur kurze Dauer, denn das Heiligtum liegt in einem tiefen Tal und es ist sehr schwierig live von dort zu berichten. Lange Zeit ging die Verbindung über Smartphones! Inzwischen hat eine Kabelverbindung die Sakristei gegenüber dem Heiligtum erreicht und zu tun übrig blieb, das Heiligtum mit der Sakristei zu verbinden. Das war leichter gesagt als getan.

Die Renovierung beginnt

Ich hatte das Glück, Agathe Hug und ihre Nichte über Weihnachten zu besuchen und bekam den Anfang der Renovierungs-Arbeiten mit. Am 9. Januar kamen nach der 8-Uhr-Messe im Urheiligtum aus allen Richtungen helfende Hände um das Heiligtum auszuräumen. Die Bänke wurden ins schoenstatt-tv-Studio im Bundesheim gebracht, wo ein Marienbruder sie renovierte, und der Altartisch kam in die Werkstatt der Marienbrüder. Die verschiedenen Symbole wurden von den Gemeinschaften abgeholt, die sie gestiftet hatten, um sie zu überholen. Für den Lichtrahmen rund um das MTA-Bild stand ebenfalls eine große Reparatur an, die nahebei von den Goldschmieden der Marienbrüder übernommen wurde. Sie überarbeiteten auch den Tabernakel. Das MTA-Bild kam zu einem professionellen Kunstrestaurator in Koblenz. Ich hatte das Privileg, neben dem Bild zu sitzen und auf diesem Weg für seine Sicherheit zu sorgen. Meine Hauptaufgabe war jedoch, das „Haus zu hüten“, Anlieferungen anzunehmen und das Mittagessen für die Arbeiter aufzuwärmen. Dadurch waren die jüngeren Mitglieder des Teams frei für aktivere Dienste. Das ging so weiter, denn mit fortschreitender Arbeit wurden mehr Probleme entdeckt und mussten angegangen werden, und mehr Gerätschaft musste bestellt werden.

Kabel über Kabel für Schoenstatt-TV

Eine der ersten größeren Arbeiten war, nachdem das Heiligtum ausgeräumt war, einen Graben für die Kabel auszuheben, der das Heiligtum mit der Sakristei verbindet. Ich war erstaunt über die Größe und Komplexität dieser Kabel; ich bin sicher, Sie wären es auch. Ein Graben wurde auch rund um das Heiligtum ausgehoben, damit Kabel zu einem Punkt in der Nähe der Heldengräber gelegt werden konnten. So könnten Außenereignisse leichter gefilmt und übertragen werden, und auch Mikrophone könnten hier aufgestellt werden.

Größere Umverdrahtungen wurden auch auf dem Dachboden des Heiligtums vorgenommen. Die Arbeiter fanden schon überall Kabel vor. Es war aber nicht erkennbar, wozu sie  einmal für viel Geld gelegt worden waren. Das war die erste Tätigkeit. Dann wurden die neuen Kabel für eine bessere Beleuchtung und für Lautsprecher-Systeme verlegt. Ich z.B. stellte fest, dass meine Hörgeräte die leisen Stimmen der Zelebranten bei der Messe oder bei der Predigt nicht aufnehmen konnten. Auch ist es notwendig, dass die Webcam aufnehmen kann, was während der Feier gesagt und gesungen wird, wenn es erforderlich ist. Die Hängelampen mussten entfernt werden, denn sie waren der Webcam im Weg und hätten die Linse verbrennen können, das hätte die Webcam „gekillt“. Dazu kam, dass einige der Lampen dimmbar sein mussten. Die Umverdrahtung erforderte, dass die Wände durchbrochen werden mussten, damit die Kabel an das Stromnetz angeschlossen werden konnten, etc. Hier legten die Arbeiter nicht abgedeckte Kabel aus früheren Arbeiten frei; es schien, sie kamen von irgendwo und gingen nach nirgendwo. Das hat das Leben schwer gemacht! Es musste auch Platz geschaffen werden für die vielen Kabel, die Heiligtum und Sakristei verbinden. Eine wichtige Überlegung war, das Innere des Heiligtums nicht in irgendeiner sichtbaren Art zu verändern.

 

Reinigung des Altars

An einem Samstag wurde ich gefragt, ob ich den Altar – den barocken Schnitzaltar – reinigen möchte, der in Stücke zerlegt in der Sakristei lag. Feuchtes Abstauben war angesagt, und in kürzester Zeit waren meine Hände, die Kleidung und das Wasser von jahrzehntelangem Kerzenruss schwarz geworden. Hinterher würde das Polieren und Erneuern stattfinden. Ich betete für alle, die auf irgendeine Weise im Liebesbündnis verbunden sind. Hinter der Stelle, an der das Bild befestigt ist, sind viele Namen, und ich fügte meinen hinzu mit der Intention, alle einzuschließen, die mein Leben im Bündnis berührt haben.

Am Sonntag wurde nicht gearbeitet, die Arbeiter gönnten sich eine wohlverdiente Ruhepause; doch gab es nicht endende Diskussionen über die nächsten Schritte, die getan werden mussten, und wie man die aufgekommenen Probleme lösen konnte. Ein drohendes Problem war ein Temperaturabfall, denn wenn es zu kalt wurde, konnten die Gräben unmöglich richtig geschlossen werden. Leider ist das geschehen, und diese Arbeiten verzögerten die Fertigstellung des Projektes. Aber, wie die Fotos zeigen, strahlt das Heiligtum in seinem ursprünglichen Glanz.

Es ist eine offene Frage, wann wir das Urheiligtum via Internet besuchen können. (Wir können es schon lange von außen besuchen.) Bleiben Sie bitte eingeloggt (bei Schönstatt TV). Das Team hat unglaublich hart gearbeitet, um alles so weit zu erreichen, und ich bin sicher, wir wollen es ihnen danken mit unserem Gebet. Der größte Teil der Arbeiten ist auf ehrenamtlicher Basis verrichtet worden, um die Kosten so gering wie möglich zu halten, aber es gibt noch ein größeres finanzielles „Loch“, das gefüllt werden muss. All diese Technik ist sehr teuer. Für diejenigen, die das Gefühl haben, unserer Mutter einen Beitrag zum finanziellen Kapital geben zu wollen, sind hier die Details. Auch das „Scherflein der Witwe“ ist mehr als willkommen. Es ist ein Zeichen unserer Liebe und Dankbarkeit.

Schönstatt-Patres-International e. V.
Verwendungszweck: Spende Urheiligtum
Bank: DKM Darlehnskasse Münster eG
IBAN: DE60 4006 0265 0003 1616 02
BIC / SWIFT: GENODEM1DKM

 

Fotos: Roberto González @schoenstatt.org

Original: Englisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

Urheiligtum wieder offen

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