Veröffentlicht am 19. Juli 2016 In Urheiligtum

Wechsel im Wallfahrtsteam in Schönstatt

DEUTSCHLAND, von Heinrich Brehm, Pressestelle der Schönstatt-Bewegung in Deutschland (schoenstatt.de) •

Mit einem Dankgottesdienst und einem sich anschließenden Empfang auf dem Platz beim Pilgerhaus wurde am Freitag, 15. Juli 2016, bei der Schönstatt-Pilgerzentrale in Vallendar die Stabübergabe an ein neues „Wallfahrtsteam“ eingeläutet. 13 Jahre lang war das Team um Wallfahrtsleiterin Schwester Anne-Meike Brück und Schwester Bernadett-Maria Schenk sowie Wallfahrtsleiter Pater Franz Widmaier (Foto) intensiv damit beschäftigt, „viele Menschen mit der Wirksamkeit Gottes durch die Gottesmutter und durch das Urheiligtum in Berührung zu bringen“, wie es Schwester Anne-Meike in ihrem Dankeswort an die versammelten Gäste beim Abschiedsempfang zum Ausdruck brachte. An diesem Abend wurden Schwester Anne-Meike und Schwester Bernadett-Maria offiziell verabschiedet und das neue Team, das im August seine Arbeit aufnehmen wird, vorgestellt.

Dank für das Zeugnis ihres Glaubens

Beim Gottesdienst in der Pilgerkirche hatte Weihbischof Jörg Michael Peters, Trier, beim Dank für das Wirken der beiden Schwestern zunächst deutlich gemacht, dass die Botschaft des Glaubens immer durch Menschen vermittelt werde. Damit sich Gottes Traum von seiner Schöpfung und für seine Schöpfung erfüllen könne, brauche es ein personales Angebot, brauche es Zeugen für Gottes mitfühlende Liebe. Durch das Tun und Wirken von Menschen wolle Gott seine Liebe, die wie die Liebe eines treusorgenden Vaters und einer liebenden Mutter sei, erfahrbar machen. „Wir sagen an diesem Abend Dank an Schwester Anne-Meike und Schwester Bernadett-Maria für das Zeugnis ihres Glaubens und für die Art und Weise, wie sie es verstanden haben, Pilger unmittelbar anzusprechen, mit Impulsen zu begleiten, den einen oder anderen sogar zu gewinnen, in der Wallfahrt mitzutun“, so Weihbischof Peters. So sei mehr und mehr ein Netzwerk entstanden, das vielen weit über die Schönstatt-Bewegung hinaus Heimat schenke.

Mit hohem Engagement und der Gottesmutter im Rücken

Als neues Wallfahrtsteam seien sie vor 13 Jahren durch eine Türe gegangen, ohne genau zu wissen, was auf sie zukommen würde, sagte die bisherige Wallfahrtsleiterin. „Der Schritt über die Schwelle war ein Risiko: Eine neu erbaute Pilgerkirche, eine hohe Schuldenlast, rückläufige Pilgerzahlen, ein Team mit wenig Erfahrung in der Wallfahrtsarbeit. Aber ein hohes Engagement und: die Gottesmutter im Rücken.“ Neben den damals schon laufenden Wallfahrtsformaten wie Diözesanwallfahrten der Schönstatt-Bewegung, Wallfahrten von Busgruppen und Einzelpilgern aus dem In- und Ausland konnten durch beharrliches Dranbleiben zum Beispiel das „internationale Fest der Begegnung“ oder die „Motorradwallfahrt“ mit Benzingeruch und Motorengeknatter etabliert werden, letztere zieht inzwischen sogar Kreise an anderen Schönstatt-Zentren. Mit den „10 Minuten an der Krippe“ in der Weihnachtszeit entstand ein Publikumsmagnet weit über die Region hinaus. Dass es mittlerweile viele Berührungspunkte mit den ausländischen Missionen in Deutschland, mit evangelischen Christen und auch zu Muslimen gibt, gehört ebenso zur Bilanz des scheidenden Wallfahrtsteams wie der Kontakt zu Menschen, die soziale Unterstützung brauchen oder durch Hilfe in Lebenskrisen zum Glauben kommen.

Ein weites Feld von Solidarität und Hilfe

Dankbar zeigt sich Schwester Anne-Meike gegenüber allen Anwesenden über ein weites Feld von Solidarität und Hilfe, die sie als Team erfahren hätten. „Bitte nehmen Sie diesen Dank ganz persönlich: Herr Weihbischof Peters, Herr Landrat Dr. Alexander Saftig, Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Herr Bürgermeister Gerd Jung, Politiker und Stadtrat in Vallendar, Herr Kreuzberg, Mitschwestern und Schönstatt-Patres, Musiker, Gartengestalter, Angehörige, Mitveranstalter, Schönstattfamilie, Vorgesetzte, Bewegungsleiter, Messdiener und Helfer bei den Gottesdiensten, Parkplatzeinweiser und Fotografen, Polizei und Feuerwehr …“ Ein besonderer Dank gelte auch Pater Franz Widmaier, dem Wallfahrtsleiter, der sein Amt noch weiter ausüben werde und auch allen Schönstattpatres und Priestern, die im Laufe der vielen Jahre ihren priesterlichen Dienst in der Wallfahrt getan hätten.

Das neue Team der Schönstatt-Pilgerzentrale und des Pilgerhauses

Schwester Bernadett-Maria stellte dann die Schwestern vor, die zum neuen Team der Schönstatt-Pilgerzentrale und des Pilgerhauses gehören werden.

Ab Oktober wird Schwester M. Ana Teresa Nales Rückauer, gebürtig aus Spanien, Schwester Mariann Märzheuser als Oberin und Hausleiterin des Pilgerhauses ablösen.

Schwester M. Janika Trieb, Diözese Rottenburg-Stuttgart, wird Anfang August die Aufgabe der Wallfahrtsleitung übernehmen.

Schwester M. Doriett Möllenkamp, Diözese Münster, ist im neuen Team schwerpunktmäßig für deutschsprachige Wallfahrer zuständig.

Schwester M. Lourdes Macías Graue, aus Mexiko stammend, hat sich bereits eingearbeitet für die Begleitung englisch- und spanisch-sprechender Pilger. Schwester Maria Andrea Narvaéz, Ecuador, begleitet weiterhin spanisch-sprechende Einzelpilger und Wallfahrtsgruppen.

Schwester M. Sara Bauer ist Sakristanin und Schwester M. Lisane Gosler aus Brasilien arbeitet an der Pilger-Information.

Zum Team gehören außerdem Schw. M. Estrid Horn und Schw. M. Doris Winter, Deutschland, und Schwester M. Isabel Machado, Brasilien. Anfang August wird Schw. M. Casilda Becker, Brasilien, neu dazu stoßen.

Schw. M. Anne-Meike Brück wird ab Oktober 2016 am Schönstattzentrum in Trier für die Wallfahrtsarbeit eingesetzt. Schwester Bernadett-Maria Schenk wird sich ab August auf eine neue Aufgabe in der deutschen Schönstattbewegung vorbereiten. Mit Freude nahmen die beiden Schwestern noch einen Scheck des Lions-Club Vallendar entgegen, der zur weiteren Ausgestaltung der Pilgerkirche eingesetzt werden wird. Sie verabschiedeten sich mit den Worten: „Wir durften Zeugen sein, dass die Gottesmutter vom Urheiligtum in Schönstatt aus wirkt und die Menschen an sich zieht. Maria wird es weiter tun.“

Quelle: schoenstatt.de. Alle Fotos: Brehm/schoenstatt.de

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