Veröffentlicht am 2015-08-26 In Urheiligtum

Neben mir ein Syrer, Muslim, mit einer Kerze in der Hand…

Ort Schönstatt, P. Franz Widmaier/Maria Fischer •

 

„Was ich bisher nie geträumt hatte …“, so Pater Franz Widmaier, das ist am Sonntag im Umkreis des Urheiligtums Wirklichkeit geworden.

Am 22. und 23. August fand rund um das „Pilgerhaus“ in Schönstatt ein internationales Fest statt mit Live-Musik, internationalem Markt, landestypischen Spezialitäten und Weltmusikkonzert. „Dieses Festival möchte die ganze Vielfalt unterschiedlicher Nationen zusammen führen. Es gibt ein buntes Programm von Kunst und Kultur, Livemusik und kulinarischen Angeboten“, so hieß es in der Ankündigung.

Heute Nachmittag bin ich in unser Haus, in dem unsere Flüchtlinge wohnen, gegangen und habe eingeladen. Die Syrer mit einigen Freunden, die zu Besuch waren und auch die meisten Afghanen sind mitgekommen. Abedin (Name geändert) hat sein Instrument gespielt und hat dazu gesungen.“ Mittendrin im Fest, einfach dabei, als ob sie dazu gehören würden. Nicht als ob. Sie gehören dazu. Und sie möchten dabei sein und so auch ihre Dankbarkeit zeigen. Wenn Freunde ein Fest feiern, dann ist es ein Zeichen der Freundschaft, mitzufeiern.

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Am Urheiligtum

„Das Fest endete damit, dass wir mit einem großen Bild der Gottesmutter zum Urheiligtum zogen, um dort für den Frieden zu beten“, berichtet Pater Widmaier. „Neben mir ein Syrer, Muslim, mit einer Kerze in der Hand. Die anderen auch in der Gruppe. Alle waren sie mit Menschen aus vielen anderen Nationen, aus Afrika und Lateinamerika, Philippinen, Indonesien … beim Urheiligtum dabei. Was unseren muslimischen Freunden wohl durch den Kopf gegangen ist …“

Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen, sagt Jesus. Im Haus der Gottesmutter auch. Das Haus des Vaters muss nicht eine einzige große WG sein. Aber in diesem Haus des Vaters sind die Wohnungstüren nicht abgeschlossen.

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Fotos: Gaspary, Schw. Lisane, Morfín

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