Veröffentlicht am 2010-02-03 In Kolumne - P. José María García Sepúlveda

Einheit wird als Gnade erfahren und beantwortet in der Arbeit an der Sendung, die uns eint

La Hna. M. Luciane y el P. José María García Pater José María García – Vize-Generaloberer der Schönstatt-Patres und zusammen mit Schw. M. Luciane Machens Leiter des Teams für die Vorbereitung und Durchführung der Konferenz 2014 – gab bei seinem letzten Aufenthalt in Chile der Redaktion der Zeitschrift „Vinculo“ ein Interview über die {cms_selflink page=“k2014″ text=“Hundertjahrfeier Schönstatts im Jahre 2014 und ihre Vorbereitung.“}

 


Auf dem Weg zum Jubiläum 2014 feiern wir 100 Jahre Priesterweihe Pater Kentenichs? Wie wird das begangen?

P. José María García Auf dem Weg des Liebesbündnisses beginnt das Jubiläum 2010 und gipfelt 2014. Unsere Idee als Schönstatt-Patres ist, den priesterlichen Weg Pater Kentenichs in diesem Prozess neu zu leben.

Das Liebesbündnis von den verschiedenen Perspektiven und Themen her neu zu leben. Das Generalpräsidium hat {cms_selflink page=“konferenz-2014″ text=“Vertreter aus 33 Ländern, in denen unsere Familie vertreten ist, zusammengerufen,“} um eine Reihe von Fragen zu beantworten: Was feiern wir? Wie bereiten wir uns vor und wie feiern wir? Wo feiern wir? Ausgehend von den Überlegung und Formulierung der Antworten auf diese Frage, wurde eine {cms_selflink page=“botschaft-2014″ text=“Botschaft“} verfasst, die vom Generalpräsidium angenommen wurde. Jetzt muss dass Generalpräsidium weitere Entscheidungen treffen, um diese umzusetzen.

Und was wollen wir konkret feiern?

Bei der Planungstagung im Februar (Konferenz 2014) 2009 sind wir diese Fragen vorsehungsgläubig angegangen, das heißt: Wie haben Gott selbst und die Gottesmutter uns auf dieses Jubiläum hin vorbereitet? Symbolisch haben wir das Leben unserer nationalen Familien zur Quelle des Ursprungs getragen, ins Urheiligtum. Und haben, dankbar und in Eingeständnis unserer Begrenzungen, vielleicht das Offensichtlichste konstatiert: dass alles was wir sind und alles, was uns antreibt, aus dem Liebesbündnis mit der Gottesmutter im Heiligtum kommt.

In der {cms_selflink page=“botschaft-2014″ text=“Botschaft 2014″} bekräftigen wir, dass wir unser Liebesbündnis im Sinne der heutigen Zeit erneuern, die ein starkes apostolisches Gepräge hat: das „nichts ohne uns“, unser Beitrag, soll darin bestehen, der MTA apostolische Projekte zu schenken in den fünf Feldern – Jugend, Ehe und Familie, Pädagogik, Eingliederung in die Kirche, neue Gesellschaftsordnung – , in denen der Gott des Lebens uns Türen öffnet, damit wir sie in der Kraft des Liebesbündnisses darauf antworten.

Vor welchen Herausforderungen stehen wir als Familie, über welche Kräfte verfügen wir?

Die Kräfte, über die wir verfügen, um diese apostolischen Projekte zu verwirklichen, können keine anderen sein als die, die unser eigenes Bündnisleben in Bewegung halten: die Lebensströmungen, die die internationale Schönstattfamilie durchfluten und in der Konferenz 2014 ins Wort gefasst wurden:

  1. Das Heiligum und seine Wirklichkeit, Identität und Sendung. Das Heiligtum und sein Kosmos.

  2. Die Bindung an den Vater und Gründer und unser Wunsch nach seiner Heiligsprechung, eine Bindung, die über Gefühl und Verehrung hinaus auch das intellektuelle und spirituelle Durchdringen seines Charismas umfasst.

  3. Missionarische Strömung: hinaus in die Welt mit verschiedenen missionarischen Projekten.

  4. Einheitsströmung. Das ist eine konkrete und dauernde Herausforderung; wir sind eine Erneuerungsbewegung, die sich als Familie definiert, geeint durch die Gnaden, die Kontaktstellen und dazu eine gemeinsame Sendung. Einheit ist Gnade und genauso Aufgabe. In der Tagung im Februar gab es einen Geist der Einheit auf 2014 hin, nicht nur gefühlsmäßig, sondern auch im Arbeitsstil. Einheit wird als Gnade erfahren und beantwortet in der Arbeit an der Sendung, die uns eint.

Der Vater und Gründer hat die Familie immer durch die Lebensströmungen geführt, die in ihr entstanden. Die Strömungen, die wir heute im Schönstattwerk wahrnehmen, müssen den apostolischen Projekten Kraft und schönstättische Identität geben. Jedes Land wird in Offenheit für die Lebensströmungen seine Projekte finden, und in ihnen entdecken wir die gemeinsame Identität eines apostolischen internationalen Schönstatt in seiner ganzen Weite und Breite.

    Was ist unser Gesicht nach außen, wie bringen wir unseren Beitrag für die Kirche heute?

    Die apostolischen Projekte, Fruchte des Bündnisses, sind Ausdruck der Botschaft des Jubiläums Schönstatts gegenüber Kirche und Gesellschaft. Wir reden und reflektieren nicht nur über das Bündnis und die Sendung Pater Kentenichs, über Charisma und Sendung, die er uns als Familie anvertraut hat, sondern wir zeigen sie in Projekten, die die schöpferische Kraft der Bündniskultur zeigen.

    Zusammen mit dieser Botschaft „nach außen“ gibt es eine Botschaft „nach innen“ in diesem Jubiläum. Die Vorbereitung solcher Projekte als Familie, die Offenheit für die Gnade des Herrn entzündet, führt uns zu einer tiefen Erneuerung. Es geht um jene Erneuerung und Neugründung, die Pater Kentenich von seiner Familie in Zeiten der Gnade erwartete.

    Dieses Jubiläum, die Hundertjahrfeier unserer Familie bringt uns dazu, Kirche und Gesellschaft Projekte zu geben, die zeigen, wie das Liebesbündnis eine Kultur des Lebens schafft.

    Und wie feiern wir?

    Mit allen Vorbereitungen – spirituell, apostolisch, dazu organisatorisch – erreichen wir 2014, das ein Jahr der Wallfahrt zu den Heiligtümern und besonders zum Urheiligtum, um in diesem Sinn des Apostolates und des Engagements unser Liebesbündnis zu erneuern, um dann gemeinsam nach Rom zu pilgern, um dem Papst die Früchte dieses Bündnis, das wir gefeiert haben, zu zeigen, und uns von ihm senden zu lassen.

    Welche Schritte müssen jetzt getan werden?

    Zuallererst ging es darum, uns einig zu werden, wie die Feier sein sollte. Dann die Botschaft 2014, die angenommen wurde. Dann musste das Generalpräsidium ein verantwortliches Team ernennen (Kommission 2014), wo ein pastorales und organisatorisches Modell entwickelt wird. Es gibt eine Empfehlung zum Operativen, zum Kommunikativen, zum Inhaltlichen. Von da aus werden Bereiche definiert, der Geschäftsführer wird Termine und Schritte in Koordination mit jedem nationalen Schönstatt ausmachen.

    Es ist eine große Herausforderung, da es sich um ein transversales Projekt handelt. Es geht durch das Persönliche, das Kulturelle, da brauchen wir alle einander. Auf dem Weg nach 2014 tragen wir alle bei, weil wir das Liebesbündnis leben, wir sind alle notwendig, es ist ein gemeinsamer, geschwisterlicher Beitrag mit eigenem Charakter, anders als bei anderen Unternehmungen.

    Wir arbeiten für eine gemeinsame Sendung, nicht nur im Geist, sondern auch im Tun, da muss die Föderativität in einem guten Sinne gepflegt werden, um zum organischen Lieben zu kommen.

    Eine schöne und prägende Geste ist die {cms_selflink page=“vatersymbol“ text=“Wanderung des Vatersymbols auf internationaler Ebene.“} Die nationale Schönstattfamilie, die es erhält, eint sich um den Vater; diese Initiative startete am Anfang des Priesterweihejahres Pater Kentenichs. Die Familie macht sich bewusst, was es bedeutet, Familie zu sein, in Einheit um den Vater, und uns als Familie auch zu finden in den Punkten, wo wir noch weniger Familie des Vaters sind. Das ist nicht nur eine Geste in Gefühl und Verehrung, sondern es geht darum, dass wir in ihm die Einheit in Charisma und Sendung finden. Pater Kentenich begleitet uns nicht nur, sondern er besucht uns, so er wie nach Dachau seine Besuche machte, damit die Familie sich im Leben eint, und das durch ein Symbol, das die Väterlichkeit Gottes darstellt. Es ist ein Geschenk, das fruchtbar werden soll im Blick auf die Einheit der Familie des Vaters.

    Und schließlich, welche Wandlung möchten wir für unsere Schönstattfamilie?

    Die Idee ist, dass es eine Wandlung in Tiefe ist. Ein Jubiläum im authentischen Geist unseres Vaters und Gründers, in seinem pädagogischen Charisma mit ausgeprägtem apostolischen Sinn. Der Schlüssel ist, dass das Jubiläum eine große Lebensströmung wird, die die ganze internationale Familie einschließt, eine Strömung, die Ausdruck des Liebesbündnis-Lebens in diesem Augenblick der Geschichte ist, die der Herr uns anvertraut, der Anfang eines neuen Jahrhunderts unserer Familie.

    1914 hatte die Gottesmutter unseren Gründer und ein paar Jugendliche für das Liebesbündnis: 2014 hat sie die Familie des Vaters, um von diesem Liebesbündnis aus eine neue Kultur zu schaffen.

    Quelle: Vínculo 12/2009

    1914 - 2014

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