Veröffentlicht am 13. März 2015 In Kommunikation

Franziskus von Buenos Aires

ARGENTINIEN, Maria Fischer. Francisco de Buenos Aires (Franziskus von Buenos Aires) ist ein Dokumentarfilm, der das Leben von Jorge Mario Bergoglio aus der Sicht seiner Freunde und Angehörigen und derer, die ihn am besten kennen, zeichnet. Zum zweiten Jahrestag der Wahl des argentinischen Kardinals zum Papst kommt dieser Film in die argentinischen Kinos und möchte Papst Franziskus durch sein Leben, seine Worte und das Zeugnis von Menschen, die ihn kennen und ihm begegnet sind, darstellen. Und vor allem etwas aussagen zu seiner Führung der Kirche in diesen beiden ersten Jahres seines Papstdienstes, den Maßnahmen, die er ergriffen hat und ihren Ergebnissen.

Regisseur Miguel Rodríguez Arías verrät, was der Film vor allem zeigt: „Wir haben hier nicht gewusst, dass er in den Villas, den Elendsvierteln, gearbeitet hat, dass er eine eigene Vikarie für sie gegründet hat, dass er ein Mann großer Kohärenz von Worten und Taten ist.“ Der Dokumentarfilmer hat seit der Wahl von Bergoglio im März 2013 an dieser Dokumentation gearbeitet und bewahrt mit großer Freude ein Archiv aller Predigten und Ansprachen von Bergoglio seit 1998 auf, seitdem dieser die Aufgabe des Erzbischofs von Buenos Aires übernommen hat.

Kohärenz von Reden und Handeln

Miguel Rodríguez Arias zeigt dabei einige Geschichten seines Lebensstils in Buenos Aires: „Im Bus oder in der U-Bahn ist er gefahren, wobei er den Bus bevorzugt hat, denn da sieht man die Leute besser; er wohnte in einer kleinen Wohnung im Bischofshaus an der Plaza de Mayo…“

Eine Stunde Dokumentarfilm mit den schönsten Familienepisoden, erzählt von Maria Elena Bergoglio, die als einzige seiner vier Geschwister noch am Leben ist. „Sie erzählt aus seiner Kindheit, was für Bücher er gelesen hat, seiner Leidenschaft für den Sport, oder etwa wie er mit der Mutter Opernarien gehört hat und wie die ganze Familie ins italienische Kino ging“, so der Regisseur.

Unter den Mitwirkenden der Dokumentation sind Kardinal Jorge Mejía, einer der engsten Freunde des Papstes, und Bischof Dario Vigáno, und weitere 15 Interviewpartner in Argentinien und ebenso viele in Italien, Freunde, Journalisten.

Miguel Rodríguez Arias ist ein in Argentinien sehr bekannter Regisseur, der in den neunziger Jahren eine Dokumentarfilmreihe unter dem Titel „Die kurzen Beine der Lügen“ gedreht hat, in denen er die Lügen der Politiker anprangerte. Er hat einen akademischen Grad in Psychologie, ist Filmproduzent, Regisseur, Journalist, Forscher.

„Muss man gesehen haben“

 

„Das kommt sehr gut rüber. Keine Frage, das muss man gesehen haben“, so Juan Zaforas, Madrid, nachdem er den Trailer gesehen hatte. Eine Mitarbeiterin aus Argentinien meint: „Nachdem ich den Trailer gesehen habe, ist bei mir vor allem der Titel hängen geblieben: Franziskus von Buenos Aires. Und nicht nur als Name der Stadt, wo er geboren ist und gelebt hat, sondern weil er „gute Lüfte“ (Buenos Aires = span.: Gute Lüfte, frischer Wind), frischen, erneuernden Wind in die ganze Kirche gebracht hat.“

Claudia Echenique aus Buenos Aires, sagt: „Seit Januar werden hier in Buenos Aires zwei weitere argentinische Filme über das Leben von Papst Franziskus gedreht, mit Schauspielern. Wie gut, dass zuerst ein Dokumentarfilm gezeigt wird.“

Adolfo C. Martínez, Kommentator der Tageszeitung La Nación (Argentinien), schreibt über den Film: „Unter den Interviewpartnern sind seine Schwester María Elena und die Journalistin Elisabetta Piqué, Korrespondentin von LA NACION in Italien und selbst Autorin einer Biographie des Papstes.

Aus den Erinnerungen und Analysen entwirft sich die Richtung seines Papstdienstes: progressiv im Sozialen, hart gegenüber Korruption und fehlender Demut bei den Mitgliedern der Kirche.

Das Ergebnis ist ein warmer Film, der das politische Profil des Papstes aufzeigt, und der zugleich dokumentarisch ist, wenn er ihn in seinem Geburtshaus in Flores zeigt, in seiner schlichten Arbeit als Bischof, in seiner Freude am Fußball – und in kurzen Bildern aus seinen Predigten und Ausschnitten aus den Nachrichtensendungen. Technisch ausgezeichnet gemacht, spricht dieser Film nicht nur von diesem Papst, der heute in aller Welt verehrt wird, sondern auch von einem Menschen, der aus erster Hand die Not der Menschheit kennt.“

Mit Material von Aleteia.org

Trailer (spanisch)

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