Veröffentlicht am 2010-04-04 In Themen - Meinungen

Der erste Tag der neuen Schöpfung

Felices PascuasP. Alberto Eronti. Oft schon bin ich in der Osterwoche hängengeblieben an dem Ausdruck: „Am ersten Tag der Woche“. Ist das nur ein schlichtes Detail oder steckt mehr darin, als auf den ersten Blick scheint? Einige exegetische Forschungen verknüpfen eine Reihe von Daten, um zu bestätige, dass hier die Rede ist vom „ersten Tag der neuen Schöpfung“. Der Tag, an dem alles neu gemacht wurde und deshalb alles „gut“ ist.

Der Geburtsort ist das versiegelte Grab. Das Bett ist aus Stein, aber es fehlen nicht die Leintücher, die ordentlich am Kopfende gefaltet sind. Die Frohe Botschaft geben die bevorzugten Zeugen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“

Die Kirche hat schon fast 2000 „erste Tage der Woche“ gefeiert. So feiert sie das Leben, das Leben Gottes im Menschen und das des Menschen in Gott. Genau in einer Zeit, in der wir entsetzt die Erdbeben in Haiti und Chile, den Zusammenbruch der Weltwirtschaft, die Angriffe auf die Kirche, den Papst und die Priester erleben… feiern wir weiter das Leben und damit Hoffnung und Zukunft. Ostern ist die Gewissheit des Glaubens, dass alles Leid, aller Zusammenbruch, aller Verlust und selbst der Tod vom Leben umfangen sind.

Die Gottesmutter Maria weiß wie niemand sonst darum. Am Karfreitag wurde sie zur Schmerzensmutter, am Morgen des ersten Tages zur Mutter der Freude und des Friedens. Gebe sie uns Licht, um die Unbegreiflichkeiten des Lebens zu erleuchten, und Frieden und ruhe um Tag für Tag neu in der größten Liebe zu gehen.

Gesegnete Ostern und Auferstehungsfreuden!

Ostern

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