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PARAGUAY, Ani Souberlich • „Denn es ist eine Sache, was wir für das getane Böse verdienen; eine andere Sache jedoch ist der „Atem“ der Hoffnung, der von nichts und niemanden erstickt werden kann. (…)Unser Herz hofft immer auf das Gute; da sind wir Schuldner der Barmherzigkeit, mit der Gott uns entgegenkommt, ohne uns je zu verlassen (vgl. Augustinus, Sermo 254,1) (…) Wir alle können Fehler machen, alle. Auf die eine oder andere Weise haben wir Fehler gemacht. Die Scheinheiligkeit lässt uns denken, dass eine Änderung des Lebens nicht möglich ist,Weiterlesen

Veröffentlicht am 19.06.2016In Themen - Meinungen

Geistliche Väterlichkeit

P. Pedro Kühlcke, Seelsorger im Jugendgefängnis, Paraguay • Vor einiger Zeit hat Pepito es endlich geschafft, mir seine Lebensgeschichte zu erzählen: „Ich war elf, als meine Eltern sich haben scheiden lassen. Mein Papa ist Alkoholiker, er hat meine Mama geschlagen und misshandelt, bis sie es eines Tages nicht mehr ausgehalten hat. Ich hab mich entschieden, bei ihm zu leben, denn ich wusste, dass er mir keine Grenzen setzen würde. Ich habe mit Zigaretten und Alkohol angefangen, danach kamen die Drogen. Ich hab vor seinen Augen Drogen genommen, er hat nieWeiterlesen
PARAGUAY, von María Fischer • PARAGUAY, von María Fischer • “Heiliger Vater, erinnern Sie sich an Orlando?“, fragte Pater Tommy Nin Mitchell, Leiter der Schönstatt-Bewegung in Paraguay, Papst Franziskus während der Audienz der Teilnehmer des Generalkapitels der Schönstatt-Patres im September 2015. „Ja, natürlich erinnere mich an Orlando“, antwortete der Heilige Vater. Orlando: der Junge aus dem Jugendgefängnis von Itauguá, der den Papst bei der Begegnung mit der Jugend an der Uferpromenade von Asunción begrüßte und ihn dazu brachte, die vorbereitete Ansprache beiseite zu legen und frei zu sprechen: „nachdem OrlandoWeiterlesen
PARAGUAY, von Maria Fischer • „Der Artikel in schoenstatt.org über deinen Besuch im Jugendgefängnis hat mich zur Gefängnispastoral gebracht“, begrüßt mich eine junge Frau aus der Mütterliga, die schon seit geraumer Zeit keinen Terminplan mehr braucht, um zu wissen, was sie am Samstagnachmittag vor hat: Visitación de Maria, Heimsuchung Mariens, Besuch bei den Jugendlichen im Jugendgefängnis von Itauguá, dem größten in Paraguay mit bis zu 220 Insassen zwischen 14 und 18 Jahren. „Dieser Besuch hat mich einfach ergriffen.“ – „Mich auch“, denke ich, auch wenn ich diese Jugendliche nur einmalWeiterlesen
PARAGUAY, Gefängnispastoral „Visitación de María“, P. Pedro Kühlcke • Er ist noch so lebendig in Erinnerung, einer dieser bewegendsten Momente beim Besuch von Papst Franziskus in Paraguay: seine Begegnung mit Orlando, einem Jugendlichen aus dem halboffenen Vollzug im Jugendgefängnis von Itauguá, wenige Kilometer vom Heiligtum von Tupãrenda entfernt. Eine bewegende Begegnung, die den Text der Ansprache von Papst Franziskus und das Leben von Orlando verändert hat. Ein bewegender Moment auch für die Gefängnispastoral „Visitación de María“ und für alle, die von einer zweiten Chance für diese Jugendlichen träumen, einer zweitenWeiterlesen
PARAGUAY, P. Pedro Kühlcke, Maria Fischer • Weihnachten im Gefängnis – im Jugendgefängnis von Itauguá, wenige Kilometer vom Schönstatt-Heiligtum in Tuparenda entfernt. Seit über einem Jahr bekommt „Barmherzigkeit“ hier ein Gesicht, Barmherzigkeit, die mit Wirken und Tun zu tun hat, wie Pater Juan Pablo Catoggio bei der Öffnung der Heiligen Pforte des Urheiligtums gesagt hat. Papst Franziskus bittet die Jugendlichen in der Vorbereitung auf ihr Jubiläum der Barmherzigkeit, den Weltjugendtag in Krakau, sich jeden Monat ein Werk der körperlichen und ein Werk der geistigen Barmherzigkeit auszusuchen und es zu tun.Weiterlesen
PARAGUAY, GEFÄNGNISPASTORAL „VISITACIÓN DE MARÍA“, von Sergio Galeano und Roberto González • Im Jugendgefängnis “Centro Educativo Itauguá” (CEI) ist jeder Samstag ein Fest, das auch wir längst nicht mehr verpassen wollen. Jedes Fest ist anders, doch es ist garantiert immer gut und auch, dass man wieder neue Leute kennenlernt. „Guten Tag, Jungs, wie geht`s?“, ist der traditionelle Gruß am Beginn. „Gesegnet!“, rufen sie aus voller Kehle als Antwort. „Wisst ihr, was wir heute machen?“, fragen wir. „Jaaaa, Katechese!“, antwortet einer. Und dann trotten sie mit ihren Katecheten davon, um sichWeiterlesen
PARAGUAY, von Maria Fischer • Wir kommen nach einer abenteuerlichen Fahrt im Auto von Pater Pedro Kühlcke über schmale Wege aus roter Erde, die immer wieder einmal im Urwald verloren zu gehen scheinen, mit riesigen Wasserlöchern und enormen Bodenwellen an. Rally Dakar gratis, oder so ähnlich. Doch das größte Abenteuer dieses Tages steht noch bevor und heißt Ángel (Name geändert), ist 17 Jahre alt und einer der Freunde von Pater Pedro Kühlcke aus der Gefängnispastoral „Visitación de Maria“ [Maria Heimsuchung] im Jugendgefängnis in der Nähe von Tupãrenda. Er ist einWeiterlesen
PARAGUAY, Roberto D. González Brizuela, Mitglied der Gefängnispastoral „Visitación de Maria“ – „Maria Heimsuchung“ • Es ist unmöglich, alles zu beschreiben, was ich während der letzten beiden Monate im C.E.I. (Centro Educativo de Itauguá), [Jugendgefängnis in Itauguá] erlebt habe mit P. Pedro, den Gefangenen und all denen, die jeden Samstag (oder wenn möglich an anderen Tagen) dorthin gehen. Auf mich hat es vom ersten Tag an, als ich das C.E.I. betrat, einen starken Eindruck gemacht. Ich war tief bewegt in dem Sinn, dass ich an dem Ort, an dem ichWeiterlesen
PARAGUAY, Ismelda Vázquez, aus der „Resplandor del Tabor” [Taborglanz]-Gruppe der Mitglieder der Schönstatt-Familienbewegung von San Lorenzo, und Mitarbeiterin der Gefängnispastoral „Visitación de María” [Maria Heimsuchung] • An einem Sonntag zelebrierte P. Pedro Kühlcke die Heilige Messe in Tupãrenda. Am Ende der Messe erzählte uns P. Pedro etwas über die Gefängnispastoral im C.E.I. (Centro Educativo de Itauguá, das größte Jugendgefängnis Paraguays in Itauguá] und lud die Gemeinschaft so wie nur er es kann ein, sich zu beteiligen. Ich spürte, dass die Botschaft mir galt, und dass es eine Möglichkeit war mitzuhelfenWeiterlesen