Jugendgefängnis Schlagwort

PARAGUAY, Lourdes Palacios • Als Lucas den Satz „CMT – nur für Mutige“ schrieb, lag er goldrichtig, denn jeden Tag kämpfen die Teilnehmer der CMT (Casa Madre de Tupārenda) einen Kampf, der sie zwingt, tapfer zu sein und Tag für Tag weiterzumachen. — Ich kenne diesen Kampf, weil ich die Ausbilderin für Soft Skills bin, mit der die Teilnehmer ihre ersten beiden Monate verbringen.Sie müssen den Monat der Anpassung überstehen, den vielleicht härtesten Monat des Programms, weil sie in sich selbst die Überzeugung erzeugen müssen, sich ändern zu wollen undWeiterlesen
PARAGUAY, Cristi Santa Cruz • Ich traf Juanito bei seiner ersten Einweisung in das Jugendgefängnis La Esperanza, ein halboffener Vollzug für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren mit Aussicht auf Bewährung. Er war gerade 15 Jahre alt geworden, und zwischen den Gesprächen sagte er mir, dass er nicht getauft sei. Im Gespräch mit ihm überzeugte ich ihn, mit der Katechese für seine Taufe zu beginnen.— Mit seiner sehr rudimentären Schulbildung begannen wir mit der Katechese, wobei wir all den Einfallsreichtum und die wenigen pädagogischen Hilfsmittel, die wir uns angeeignet hatten,Weiterlesen
PARAGUAY,  Cristy Santa Cruz • Obwohl der Dezember ein Monat voller Feste, Abschiede und noch mehr Festen ist… vergessen wir leider manchmal den tiefsten und ursprünglichsten Sinn dieses Festes, und auch diejenigen, die keine Ahnung haben, was Weihnachten ist. Es war das sechste Jahr, in dem wir, die wir an der Gefängnispastoral „Heimsuchung Mariens“ teilnehmen, uns an die Bedeutung dieses Festes erinnern und uns um jene kümmern, die viele vergessen haben. —    „Als ob die zu uns kommen würden, ausgerechnet an Weihnachten!“ Gemeinsam mit Pater Pedro beginnen wir jedesWeiterlesen
Kentenich-Pädagogik an der Peripherie, P. Pedro Kühlcke • Freiheit im Gefängnis, ist das möglich? Ja, sagte Pater Kentenich. Und bewies es. Ja, sagt P. Pedro Kühlcke und beweist es: im Jugendgefängnis von Itauguá, wenige Kilometer vom Heiligtum von Tuparenda entfernt. Die vielleicht noch kühnere Frage wurde ihm vor einigen Monaten von schoenstatt.org gestellt:  Kentenich-Pädagogik an der Peripherie, ist das möglich? Ja, antwortet er, und er zeigt es erneut im Jugendgefängnis, in diesem letzten Teil seiner Reflexion in Bezug auf Bindungs- und Bündnispädagogik. Wenn es an dieser Peripherie möglich ist, sollteWeiterlesen
WJT2019, María Fischer • Man schaut dem Guten Hirten ins Gesicht, dem Vater, der personifierten Solidarität, während Papst Franziskus das Zeugnis dieses Jugendlichen im Jugendgefägnis Las Garzas in Pacora zuhört. Selbst dem einen oder anderen Journalisten im Pressezentrum werden die Augen feucht.Papst Franziskus ist bei seinen Lieblingsjugendlichen, bei Menschen aus einer der existentiellen Peripherien, in die hineinzugehen er die Christen seit Beginn seines Pontifikates drängt. An einer jener existentiellen Peripherien, an denen Schönstätter in verschiedenen Ländern mit Projekten der Gefängnispastoral engagiert sind, wie etwa die Gefängnispastoral in Itauguá in ParaguayWeiterlesen
PARAGUAY, Maria Fischer • “Erinnern Sie sich an H., den Sie in Ihrem Artikel ‚Ali‘ genannt haben?„, fragt mich P. Pedro Kühlcke per Whatsapp. Wie sollte ich mich nicht an diesen Jungen erinnern, den wir an diesem Sonntag , an dem es wie aus Kübeln gegossen hat, im Jugendgefängnis getroffen hatten? Diesen Jungen mit den traurigen Augen, der uns erzählte, dass seine ganze Familie gerade im Gefängnis war, in verschiedenen natürlich, leider, und der uns seinen großen Traum für den Tag der Entlassung aus dem Gefängnis erzählte: nach Tupãrenda, heißt,Weiterlesen
PARAGUAY, María Fischer • Fällt nicht aus bei Regen. Den Satz unter Veranstaltungshinweisen gibt es nur in Paraguay, wo bei Regen eigentlich grundsätzlich alles ausfällt. Wer einmal im Regen dort mit dem Auto unterwegs war, weiß, warum. Fallt nicht aus wegen Regen. Auch nicht wegen des sintflutartigen Regens an diesem Sonntagmorgen, der innerhalb von Minuten die Straßen in Bäche verwandelt und fast alle anderen Tagungen und Treffen ausfallen lässt. Fällt nicht aus. Gegen Mittag am 16. September, dem ersten Tag der Zeit über 50 Jahre nach dem Tod von P.Weiterlesen

Veröffentlicht am 09.04.2018In Misiones

Eine echte Heilige Woche im Gefängnis

PARAGUAY, Javier Vera Brizuela • „Ich war im Gefängnis und ihr habt mich besucht“ (Mt25,36). Seit vier Jahren besucht eine Gruppe von Schönstättern jeden Samstag das Jugendgefängnis in Itauguá (CEI – Ex Panchito López),einen Ort, an dem Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren ihre Freiheitsstrafen absitzen. Und selbst wenn es nur ein einziger ist, der es schafft: die Jungen werden besucht, es gibt eine Pastoral der Begleitung, damit sie, wenn sie entlassen werden, in die Gesellschaft wiedereingegliedert werden können.   In diesem Jahr haben die Katholischen Studenten-Misiones, die im Jahr 2000Weiterlesen
HEILIGE WOCHE 2018 MIT PAPST FRANZISKUS, Maria Fischer • Er machte es schon als Erzbischof von Buenos Aires an jedem Gründonnerstag (nicht immer zur Freude der Kathedralgemeinde), und als Papst hat er einfach weitergemacht: Zum vierten Mal in den fünf Jahren seines Pontifikates ging Papst Franziskus zur Feier des Abendmahlsgottesdienstes und der Fußwaschung ins Gefängnis. In diesem Jahr 2018 besuchte er das römische Gefängnis „Regina Coeli“ am Tiber; in der Predigt machte er den Häftlingen Mut, allen zu dienen – auch den Boshaften, Falschen und Hasserfüllten, die ihnen das LebenWeiterlesen
Maria Fischer • Ein Wespennest auf einem Balkon in Siegburg ist ärgerlich, aber sicher kein Thema für einen Artikel auf schoenstatt.org. Doch wenn das Wespennest in einer Begegnung mit Pfr. Josef Neuenhofer und seinem Projekt Arco Iris für Straßenkinder in La Paz endet, schon. Und es war da ja noch nicht zu Ende … Der Chef der Schädlingsbekämpfungsfirma aus dem Nachbarort kommt am Samstagmittag kurz nach zwölf, im vollen Schutzanzug und allem, was man braucht, um so ein Wespennest zu entfernen, Papierkram einschließlich. Bevor er loslegt, danke ich ihm, dassWeiterlesen