Gefängnispastoral Schlagwort

PARAGUAY, María Fischer • Fällt nicht aus bei Regen. Den Satz unter Veranstaltungshinweisen gibt es nur in Paraguay, wo bei Regen eigentlich grundsätzlich alles ausfällt. Wer einmal im Regen dort mit dem Auto unterwegs war, weiß, warum. Fallt nicht aus wegen Regen. Auch nicht wegen des sintflutartigen Regens an diesem Sonntagmorgen, der innerhalb von Minuten die Straßen in Bäche verwandelt und fast alle anderen Tagungen und Treffen ausfallen lässt. Fällt nicht aus. Gegen Mittag am 16. September, dem ersten Tag der Zeit über 50 Jahre nach dem Tod von P.Weiterlesen
PARAGUAY, Pedro Cáceres • Im Jahr der Barmherzigkeit ermutigte uns Papst Franziskus, als einWerk der Barmherzigkeit Gefangene zu besuchen. Eines Tages sagte ich während einer Pfarraktivität mit vielen Teilnehmern, wie schwer es mir falle, dieses Werk der Barmherzigkeit zu verwirklichen, weil ich weder jemanden kenne, den ich besuchen könnte, noch jemanden, mit dem ich dorthin gehen könnte. Mitte des Jahres 2016, während eines Gespräches mit Padre Pedro, lud er mich ein, ihn an einem Samstag bei der Gefängnispastoral zu begleiten. Während dieser Woche und nach gründlichem Nachdenken (vielem Überlegen) entschiedWeiterlesen
CHILE, Luis Valdebenito Celedón • Die Schönstatt-Männergemeinschaft von Los Ángeles hat seit ihrem Beginn eine klare Entscheidung dafür getroffen, ein konkretes und wesentliches Apostolat auszuüben. Jeden Samstag besuchen sie von 10.00 Uhr – 12.00 Uhr die Untersuchungshaftanstalt von Mulchén. Zur Zeit betreuen sie in diesem Apostolat zwischen 15 und 20 von insgesamt 150 Häftlingen. — Im Dezember letzten Jahres spendete Bischof Felipe Bacarreza zeh Häftlingen aus der Untersuchungshaftanstalt in Mulchén in der Gefängniskapelle das Sakrament der Firmung. Die Gottesmutter vonb Schönstatt erhielt, nachdem ihr Bild einen Monat lang durch dieWeiterlesen
PARAGUAY, P. Pedro Kühlcke und María Fischer • Sie hat es uns versprochen, an jenem 18. Oktober 1914: Dann werde ich von hier aus die jugendlichen Herzen an mich ziehen. Wenn wir ihr – mit Taten – beweisen, dass wir sie wirklich lieben. Wenn wir herausgehen und das Liebesbündnis als solidarisches Bündnis von den Heiligtümern an die Peripherien bringen. Wenn wir unser Herz öffnen und in unseren Umarmungen, unseren Worte, unseren Taten, und ja, in unserer materiellen Spenden, sie, die Mutter aller Menschen und vor allem der Verwundeten, Verlassenen, Vergessen,Weiterlesen
PARAGUAY, Maria Fischer • „Eine Mutter liebt ihren Sohn auch dann noch, wenn dieser Sohn im Gefängnis ist.  Ich erinnere mich an viele Mütter, die in meiner vorherigen Diözese Schlange standen, um Zutritt zum Gefängnis zu erhalten.  Und sie schämten sich nicht. Der Sohn war im Gefängnis, aber es war ihr Sohn. Und sie erlitten viele Demütigungen bei den Durchsuchungen vor dem Zutritt, aber: »Er ist mein Sohn!« »Aber meine Dame, Ihr Sohn ist ein Verbrecher!« – »Er ist mein Sohn!« Nur diese Mutter- und Vaterliebe lässt uns verstehen, wieWeiterlesen
PARAGUAY, Ricardo Acosta, Rechtsanwalt • Das Brot der Kinder und die Krümel, die runterfallen … Man hört viel von großen Wundern in den bekannten Wallfahrtsorten wie Lourdes, Fatima, Luján oder auch Caacupé in Paraguay. Doch ich hätte nie gedacht, dass ich im Schatten des Heiligtums von Tupãrenda Wunder erleben würde. Ich denke immer an die Bibelstelle aus dem Evangelium nach Matthäus 15, 25-27:die kanaanäische Frau, die ein Wunder für ihre besessene Tochter suchte und Jesus bedrängte, ihr zu helfen: „Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr,Weiterlesen
PARAGUAY, Ismelda Verónica Vázquez Gonzáles und Agustín Saldívar Orrego • „Ein Sonntag, Messe in Tupãrendá, Zelebrant ist P. Pedro Kühlcke. Am Schluss der Messe erzählt Pater Pedro uns ein wenig über die Gefängnispastoral im C.E.I. (Erziehungszentrum von Itauguá = Jugendgefängnis) und lädt ein, wie nur er es kann, dabei mitzumachen. Ich hatte das Gefühl, dass die Botschaft für mich und eine Gelegenheit war, einen Dienst zu tun, der vor allem ein großes Apostolat sein könnte, das ich schon lange suchte und nicht gefunden hatte. Ich rief P. Kühlcke an, undWeiterlesen
PARAGUAY, Ani Souberlich und Maria Fischer • Am 12. Februar war es ein Jahr seit der Grundsteinlegung zum Baubeginn von Haus Madre de Tupãrendá (CMT) in Paraguay. Im Schatten des Heiligtums von Tupãrendá ein Rehabilitations- und Berufsförderungszentrum für junge Männer (14 – 18 Jahre) nach der Entlassung aus dem Jugendgefängnis. In nur sechs Monaten wurde das Haus hochgezogen, und unmittelbar danach öffneten sich seine Türen, um die ersten Benutzer zu empfangen – heute sind es 19, das Haus ist ausgelegt für maximal 20 Jugendliche. Die ersten Benutzer sind mit ihremWeiterlesen
PARAGUAY, von Laura Ruiz Diaz • Am 24. Dezember, am Heiligen Abend, ging das Team der Gefängnispastoral zusammen mit Pater  Pedro Kühlcke ins Jugendgefängnis von Itauguá (CEI), um mit den Jugendlichen Weihnachten zu feiern – mit einem leckeren Weihnachtsessen! Diese Erfahrung hat mich den wahren Sinn von Weihnachten entdecken lassen – in jedem lächelnden Gesicht, das scheu und zart für unsere Gegenwart dankte, oder in den tränenverschmierten Augen von einigen, die tapfer aber vergeblich versuchten, gegen das Gefühl von Traurigkeit und Heimweh anzukämpfen. Und die Umarmungen wurden immer fester undWeiterlesen
PARAGUAY, Ani Souberlich • „Denn es ist eine Sache, was wir für das getane Böse verdienen; eine andere Sache jedoch ist der „Atem“ der Hoffnung, der von nichts und niemanden erstickt werden kann. (…)Unser Herz hofft immer auf das Gute; da sind wir Schuldner der Barmherzigkeit, mit der Gott uns entgegenkommt, ohne uns je zu verlassen (vgl. Augustinus, Sermo 254,1) (…) Wir alle können Fehler machen, alle. Auf die eine oder andere Weise haben wir Fehler gemacht. Die Scheinheiligkeit lässt uns denken, dass eine Änderung des Lebens nicht möglich ist,Weiterlesen