Veröffentlicht am 2020-06-08 In Dilexit ecclesiam, Franziskus - Initiativen und Gesten, Schönstätter

„Diese neue Sendung mit Freude leben“: P. Jorge González, gewählter Weihbischof von La Plata

ARGENTINIEN, María Fischer •

„Ich vertraue mich deinen Gebeten und deiner Verbundenheit an, um diese neue Sendung mit Freude zu leben…“, schrieb mir Pfr. Jorge González am Nachmittag des Tages der Bekanntgabe seiner Ernennung zum Weihbischof seiner Heimatdiözese La Plata, wo er seit etwas mehr als einem Jahr als Pfarrer und Rektor der Kathedrale arbeitet, mit dem großen pastoralen Projekt der „Heiligtumisierung der Kathedrale“. Eine halbe Stunde nach der gleichzeitigen Ankündigung in Rom und Argentinien war ein Artikel über „unseren“ Padre Jorge auf schoenstatt.org erschienen, und die Grüße, Glückwünsche und Gebetsversprechen für den ersten Schönstattbischof in Argentinien begannen einzutrudeln. —

 

Regionalrat der „Padres del Plata“. Von links nach rechts beim Betrachten des Fotos:
P. Tomy de la Riba, P. Pepe Vallarino, Mons. Jorge Gonzales, P. Maxi Bartel (Vorsitzender), P. Alejandro Blanco, P. Adrian Martinez, P. Daniel Jany.

Glücklich über die Nachricht von „unserem“ Padre Jorge González!

„Viele Glückwünsche und Segenswünsche für die zukünftige Aufgabe, Padre. Möge das Leben im Bündnis immer ein Hinweis und eine Stütze im Dienst an denen sein, die der Herr Ihnen anvertraut. Herzlichen Glückwunsch an die Kirche in Argentinien“, kommentierte als einer der ersten Pater José María García Sepúlveda, Leiter der Schönstatt-Bewegung in Spanien.

Padre Alejandro Blanco, Generalsekretär des Schönstatt-Priesterbundes, der wie der neue Bischof aus La Plata kommt, hat sofort mit der Redaktion von schoenstatt.org kommuniziert und Kontakt (den wir bereits hatten), Informationen und Fotos angeboten.

„Wir haben 2019 durchgehend mit ihm in der Ehevorbereitungs-Katechese gearbeitet“, kommentierte Ehepaar Pagalday vom Familienbund von La Plata. „Dieses Jahr konnten wir wegen der Pandemie nicht beginnen.“

„Mehr als glücklich“, ist Pater José María Iturreria, Berater der Erzdiözese La Plata. „Ja, das war zu erwarten. Und es verpflichtet uns noch mehr, ihm unsere Unterstützung und unser Gebet als Schönstattfamilie von La Plata anzubieten!“

„Wirklich ausgezeichnete Neuigkeiten“, sagte ein anderer aus La Plata – Pater Juan Pablo Catoggio, der bestätigte, dass Padre Jorge der erste Bischof in Argentinien ist, „der dem Bund oder Institut angehört. Ja, es gibt andere, die das Liebesbündnis als Bischöfe oder vorher geschlossen haben“.

Aus Córdoba, Argentinien, kommentiert Juan Barbosa: „RIESIGE FREUDE! Danke, Heiliger Geist, für diese schöne Nachricht für die Kirche und für unser gesegnetes Land, das so sehr geschlagen ist. Glücklich über die Nachricht von „unserem“ Padre Jorge González!“

„Berufen, Bild des Vaters in der Familie der Kirche zu sein“

Als P. Jorge González von seiner Ernennung erfuhr, sandte er eine Botschaft an die Diözese: „Seit der Zeit der Apostel sind die Kirchen eng mit den Bischöfen verbunden. Der Bischof ist in Wirklichkeit ein Zeichen von Jesus: Haupt und Hirte. Es gibt Kirchen, die wegen ihrer Umstände,  ihrer Ausdehnung und Komplexität, auch Weihbischöfe haben“, erklärte er.

„Wie Kardinal Pironio sagte: Der Weihbischof, sakramental mit dem Ortsbischof vereint, ist berufen, das Abbild des Vaters in der Familie der Kirche zu sein. Er ist nicht nur ein Lehrer des Gebets, sondern auch ein Zeichen der Einheit und ein Zeuge der Hoffnung.“

„Viele werden heute morgen erfahren haben, und andere werden durch diesen Gruß, den ich aufzeichne, erfahren, dass Papst Franziskus mich zum Weihbischof von La Plata ernannt hat“, sagte er. „Betet, dass ich diese Mission, die die Kirche mir jetzt anvertraut, in diesem Geist leben kann, von dem der liebe kardinal Pironio gesprochen hat“, bat er.

Kardinal Eduardo Francisco Pironio (* Nueve de Julio, 3. Dezember 1920 – + Vatikanstadt, 5. Februar 1998) hatte als Generalsekretär des Lateinamerikanischen Bischofsrates (CELAM) großen Einfluss auf die Zweite Generalkonferenz der lateinamerikanischen Bischöfe in Medellín (1968), die das Profil der nachkonziliaren lateinamerikanischen Kirche definierte. Der letztes Jahr verstorbene argentinische Theologe Juan Carlos Scannone SJ stellt Pironio in einen der vier Zweige der lateinamerikanischen Theologie der Befreiung (TDL) und nennt diesen „Befreiungstheologie von der pastoralen Praxis, die auf der Soziallehre der Kirche basiert“ und sich völlig vom Marxismus entfernt. Benedikt XVI. hat ihn zum „Diener Gottes“ ausgerufen, sein Seligsprechungsprozess ist im Gang. Als Präsident des Päpstlichen Rates für die Laien hat Eduardo Pironio den Vorschlag gemacht, den Weltjugendtag (WJT) einzuführen, als dessen Mitbegründer er gilt. Kardinal Pironio war für diese Jugendtreffen verantwortlich und begleitete Johannes Paul II. in Buenos Aires (1987), Santiago de Compostela (1989), Częstochowa (1991), Denver (1993) und Manila (1995). Johannes Paul II. erinnerte an Kardinal Pironios großen Beitrag zum Weltjugendtag bei seiner Trauermesse am Samstag, den 7. Februar 1998: „Wie können wir den großen Beitrag vergessen, den er zu den Feiern des Weltjugendtags geleistet hat? Ich möchte an dieser Stelle öffentlich unserem Bruder danken, der mir bei der Ausübung meines Petrusamtes sehr geholfen hat“.

„In das Herz des Bischofs müssen alle eintreten, die in der Erzdiözese wandeln und auch die, die weiter entfernt sind“

“Ich bin sehr glücklich, dass der Papst für unsere Kirche an jemanden gedacht hat, der in dieser Stadt geboren wurde, ich bin in einer Pfarrei hier in La Plata geboren, aufgewachsen und habe hier meine erste Erfahrung der Kirche gemacht“, erinnerte Bischof Jorge Gonzalez. „Einige meinten sogar, dass ich der erste Bischof sein würde, der in dieser Stadt oder in den Grenzen der Diözese, wie sie jetzt sind, geboren wurde.“

„Natürlich beginne ich diesen Weg nicht aus eigener Kraft, sondern im Vertrauen auf den Herrn, zuversichtlich, dass ich von allen viel lernen werde. Ich muss von allen lernen und ihr müsst mich begleiten“, bat er. „Und auch mit großem Vertrauen in unsere Mutter Maria. Sie begleitete und unterstützte mich von Beginn meines Lebens an während meines gesamten Dienstes, und ich weiß, dass sie dies auch weiterhin tun wird, sehr intensiv“, sagte er.

„In diesem Glauben beginne ich diesen Weg, ich möchte euch alle grüßen. Ich weiß, daß mein Herz sich ausdehnen muß, denn im Herzen des Bischofs müssen alle, die in der Erzdiözese wandeln, eintreten, und auch die, die weiter entfernt sind, deshalb vertraue ich mich euren Gebeten an“, schloß er.

 

In diesem Jahr weiterhin Pfarrer der Kathedrale

Erzbischof Victor Manuel Fernandez von La Plata dankte Papst Franziskus für die Ernennung des Priesters Jorge Gonzalez zum Weihbischof der Erzdiözese.

In einem Brief an die Erzdiözese drückte er seine Freude über diese Ernennung aus und würdigte besonders die Eile des Heiligen Vaters, diese Entscheidung nach der Ernennung von Weihbischof Baisi zum Bischof von Puerto Iguazú zu treffen. Außerdem betonte er, dass der Papst an einen Einheimischen aus La Plata gedacht hat, der der erste Bischof sein wird, der auf dem heutigen Gebiet der Erzdiözese geboren wurde.

„Diejenigen, die ihn kennen, wissen um seine Hingabe, seinen Fleiß, seine Freude, seinen guten Geschmack und seine evangelisierende Leidenschaft, wodurch er zweifellos unsere Erzdiözese mit seinem Beitrag bereichern wird, so wie er es so viele Jahre lang in seiner Pfarrei City Bell getan hat“, versicherte Erzbischof Fernandez.

Seit noch nicht allzu langer Zeit ist er Pfarrer und Rektor der Domkirche, eine Rolle, die er auch in diesem Jahr weiter ausüben wird. Gleichzeitig wird er einige der Aufgaben übernehmen, die Weihbischof Baisi ausgeführt hat, obwohl seine Bischofsweihe aufgrund der Beschränkungen durch die Quarantäne nicht sofort erfolgen wird“, erklärte er.

„Ich bitte darum, dass wir für ihn beten, damit der Heilige Geist ihn in dieser neuen Mission stärkt und erleuchtet und damit er immer den mütterlichen Schutz Mariens spürt“, schloss er.

Mit Material des Erzbistums La Plata und der Nachrichtenagentur AICA

 

Original: Spanisch, 6.6.2020. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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