Veröffentlicht am 2020-04-10 In Schönstätter, Solidarisches Liebesbündnis in Zeiten von Coronavirus

Wenn ein Freund geht…

ARGENTINIEN, Juan Barbosa •

Wie heißt es in dem Lied des verstorbenen argentinischen Liedermachers Alberto Cortez: „Wenn ein Freund geht, geht ein Stern verloren…“. Mario Caridad, der zusammen mit seiner Frau Laura zur Schönstatt-Bewegung von Mendoza gehörte und sehr engagiert in der Familienbewegung mitarbeitete und mit einem großen Ja immer bereit war, alles für die Bewegung zu tun, ist gegangen. Er hat den Kampf gegen Covid-19 verloren.
Mario war einer jener Menschen, deren Herz man beim ersten Kontakt sehen und auf die man sich bei allem verlassen konnte, was nötig war, um das Reich Gottes in jeden Winkel des Landes und darüber hinaus zu tragen.—

Eine lang erwartete Reise

Er war mit Laura, der Liebe seines Lebens, die er vor fünfzehn Jahren kennengelernt hatte und mit der demnächst den 10. Hochzeitstag feiern wollte, von Mendoza aus nach Spanien aufgebrochen. Wie viele Träume müssen sie gehabt haben, als sie diese Reise gemeinsam planten und durchführten! Monate, die Jahrhunderte zu dauern schienen, neigten sich dem Ende, und schließlich brachen sie nach Barcelona auf.

Die beiden waren Arbeitskollegen, das heißt, sie haben einander ganz und gar gekannt. … Seelen, die im Kampf, in der Schulung, im Wissen und … in der Liebe vereint waren. Eine Liebe, die in der Gnade ruhte; in ihrem religiösen Leben waren beide tief mit der Gottesmutter verbunden und gingen im Vertrauen auf ihren Schutz und ihre Begleitung die Herausforderungen des Lebens an.

Gottes Ruf kommt zu seiner Zeit

Während der Reise wurde die Covid-19-Pandemie erklärt, und es wurde sie zu einem dramatischen Abenteuer, um über Chile nach Argentinien zurückkehren zu können. Während sie die obligatorische Quarantäne mit absoluter Verantwortung erfüllten, traten die ersten Beschwerden auf, die ersten Anzeichen… Das Coronavirus hatte beide befallen, und man machte sich große Sorgen um Laura, die an Asthma leidet. An Mario wurde nie gedacht, denn er war bekannt für seine „eiserne“ Gesundheit, er hatte nie irgendwelche Beschwerden.

Beide wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Laura kämpft weiter und hat die Krankheit fast überwunden, doch Mario hat es nicht geschafft. Mit nur 44 Jahren hat er in der Karwoche sein Leben gelassen. Er feiert sein Ostern mit Maria und dem auferstanden Herrn, den er so geliebt hat.

Erinnerungen von Pfr. Leonardo Di Carlo

“Ich habe Mario und Laurita bei ihrer Sorge um die Rückkehr aus Europa sehr eng begleitet. Und jetzt bleibt mir in dem großen Schmerz über seinen Tod die Erinnerung an Mario, den ich so gut gekannt habe. Er hatte erst vor einiger Zeit die Firmung empfangen. Was war es für mich eine Freude, als ich ihn sagen hörte: ‚Mit diesem Schritt weiß ich, dass ich für immer beim Herrn bleiben werde.‘ Das sagte er mir mit dieser felsenfesten Überzeugung, die für ihn und seine Frau so typisch ist. In letzter Zeit habe ich mit den beiden sehr stark für die Kommunikation in der Schönstattfamilie von Mendoza gearbeitet. Sein Einsatz war riesig! Sein Wunsch nach Wachstum der Familie ließ ihn unentwegt und hochherzig für andere arbeiten. Heute stelle ich mir vor, wie Jesus Mario in den Arm nimmt. Ich stelle mir vor, wie Maria ihn empfängt. Ich stelle mir vor, dass Pater Kentenich sich zu ihm stellt…“

„Beten wir bitte für Mario und auch für Laura. Seine Frau, der er seine große Fähigkeit zur Liebe verdankt hat. Der Schmerz ist unfassbar groß, doch die Hoffnung, dass Mario vom Himmel aus weitersorgt und dort die Freude von Ostern erlebt, ist noch größer.“

 

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