Veröffentlicht am 17. Juni 2018 In Schönstätter

Priesterweihe von P. Eduard: Eine Frucht des Heiligtums von Valldoreix

SPANIEN, Pedro Bras •

„Herr, du weißt alles, du weißt, dass ich dich liebe“ (Joh 21, 17): Mit einem glücklichen und dankbaren Herzen näherten wir uns am 2. Juli dem Heiligtum von Valldoreix in Barcelona. Das selbe Heiligtum, das vor etwas über zwanzig Jahren gesegnet wurde unddas  vor zehn Jahren Eduard Forcada zum Noviziat aufbrechen sah, empfing ihn nun zurück. —

„Du weißt, dass ich dich liebe“

Die Zuneigung der Familie Forcada, der katalanischen Schönstattfamilie, der Marienschwestern war in jedem Moment vor der Feier zu spüren und sorgte dafür, dass alle sich zu Hause fühlten. Auch die Schönstatt-Patres kamen von verschiedenen Orten und trafen sich mit den Diözesanpriestern und Bischof José Ángel, der die Priesterweihe vornehmen würde.

Als Motto für die Priesterweihe hatte Eduard die Worte des Petrus bei der Begegnung mit dem Auferstandenen gewählt: „Herr, du weißt alles, du weißt, dass ich dich liebe.“ Wir hörten in der Predigt, dass das Liebesexamen, das Petrus dreimal beantwortet, ihm erlaubt, sich auf Jesus zu verlassen und ihm zu folgen mit allem, was er hat, einschließlich seiner eigenen Schwäche.

Direkt an Eduard gewandt unterstrich der Bischof, dass wir heute harte, verwirrende und stressige Zeiten erleben und wir in der Eucharistie die Nahrung finden, um weiterzugehen. Die Einladung, in diesem Sakrament Kraft zu holen, war besonders stark für Eduard, der Minuten später geweiht wurde und sich dann mit den anderen Priestern an den Altar stellte, um zum ersten Mal die Hände auszubreiten zur Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi.

Buchstäblich im Schatten des Heiligtums sprach der Bischof natürlich auch von Maria, die in der Erfahrung des Liebesbündnisses Hoffnung und Weg des Priestertums für Eduard sein solle.

Nach der Priesterweihe teilten wir alle gemeinsam die Freude über den ersten Schönstatt-Pater der katalanischen Schönstattfamilie. Wir hörten einige Geschichten aus seiner Zeit in der Jugend, aus seiner Familie und aus seinem Kurs (Filii Reginae). Es gab noch einige Lieder, und dann hieß es auch schon, uns auf die Primiz am nächsten Tag vorzubereiten.

ordenación P. Eduard

Gottes Plan wird wahr

Der Sonntag begann regnerisch. Unter schnell aufgestellten Pavillions und Regenschirmen begann P. Eduard seine Primizmesse. Manche sagten danach, dass sie immer noch nicht glauben könnten, dass der kleine Junge, der vor 20 Jahren bei der Einweihung des Heiligtums als Messdiener dabei war, heute hier die heilige Messe feierte. „Gott hat davon geträumt, dich heute hier bei der Messe zu sehen„, sagte P. Agustín in der Predigt. Im Herzen schwingt es ein großes „Dankeschön“ für das Wunder, einen neuen Sions-Priester zu haben. Gott ist es, der die Dankbarkeit in uns weckt. Eine Dankbarkeit, die im Kleinen festgemacht ist und uns bittet, auch auf seinen Ruf zu vertrauen. Der Weg von Eduard bestätigt uns dies. Es ist bewegend zu hören, wie er diesen Ruf vor mehr als zehn Jahren am kleinen Bildstock beim Heiligtum von Valldoreix gehört hat und sein Ja gab. Wir freuen uns auch über die Schule der Liebe, die seine Familie und die Schönstattfamilie waren und die Ausbildung in diesen zehn Jahren.

An Marias Hand, jetzt als Priester

Lieben heißt herausgehen, das Herz erweitern, und diese Tage haben uns gezeigt, wie Gott dem Ruf der Liebe treu war, den er Eduard geschenkt hat. Tage, die uns verpflichten, für die Berufungen zu beten, und in besonderer Weise für den Weg, den P. Eduard nun als Priester beginnt, den er aber schon seit seiner Kindheit an Marias Hand geht.

Die letzten Worte der Predigt  klingen in uns noch nach, und ich denke, auch im Herzen von P. Eduard: „Vertrau auf das, was du bist. Gott hat dich mit allem, was du bist, geformt. Heute ist es dein Leib, dein Blut, das sich für alle hingibt. Das ist Priestersein. Gott rechnet mit allem, was du hast, er rechnet mit deiner Zerbrechlichkeit. Mögest du jeden Tag zu Christus sagen können: Du weißt, dass ich dich liebe.“

 

P. Eduard

Schönstätter vernetzten

Spanien und Portugal sind dabei, klar. Die ersten Kommentare erscheinen kurz nach Beginn der Live-Übertragung.

Schönstatt-Patres sind dabei und Seminaristen aus Chile, USA… Minute um Minute wächst die Familie um diesen ersten katalanischen Schönstatt-Pater.

„Viel Segen, P. P. Eduard, aus dem Schönstatt-Heiligtum Los Pinos in Viña del Mar, Chile, wir beten hier für Sie“, schreibt ein Ehepaar aus Los Pinos. Immer mehr Kommentare, Glückwünsche, Grüße aus Deutschland, Portugal, Spanien, USA, Brasilien, Paraguay… „Ich kenne ihn von der Cruzada de Maria im Januar“, schreibt José Argüello aus Paraguay, und eine Frau aus Puente Alto in Chile, wo die Studenten der Schönstatt-Patres ein Sozialprojekt aufgebaut haben, folgt der Übertragung auch und schreibt: „Ich erinnere mich noch daran, wie du in mein Haus gekommen bist und mir die Pilgernde Gottesmutter gebracht hast….“

Danke an die Macher der Live-Übertragung für diesen Moment der Solidarität und Freude für ganz Schönstatt.

VIDEO – Aufnahme der Liveübertragung, unbearbeitet

Fotos: Eduardo Segura

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