Veröffentlicht am 18. März 2018 In Schönstätter, Synode 18

Wenige Stunden vor dem Beginn der Vor-Synode

VATIKAN/BRASILIEN, Lucas Galhardo im Interview mit schoenstatt.org •

Samstag, 17. März – Aufbruch vom Heiligtum in Caieiras

Am 19. März, dem Fest des Heiligen Josef, sind es fünf Jahre, seitdem Papst Franziskus sein Petrusamt angetreten hat. Wie er diesen Tag begeht? Indem er sich Zeit nimmt, zu den Jugendlichen, die sich zu der an diesem Tag beginnenden Vor-Synode im Internationalen Päpstlichen Kolleg Maria Mater Ecclesiae einfinden, zu sprechen und vor allem, um ihnen zuzuhören. Eine Lieblingsbeschäftigung von Papst Franziskus! Drei Schönstätter sind unter den Teilnehmern, wie man der vor einigen Tagen veröffentlichten Liste entnehmen kann:  P. Alexandre Awi de Mello, Sekretär des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben (Autor des Papst-Interviewbuches „Mit Maria leben“), Magdalena Hartmann aus der Schönstattjugend in Deutschland als Delegierte der Deutschen Bischofskonferenz und Lucas Galhardo aus der Schönstattjugend in Brasilien als offizieller Vertreter der Schönstatt-Bewegung. Lucas ist 25 Jahre alt, studiert Maschinenbau, gehört zur Schönstatt-Mannesjugend von Caieiras/S. Paulo und ist auch Sekretär der Jugendpastoral des CELAM. —

Wir sprachen am Tag seiner Abreise aus Brasilien mit ihm über seine Erwartungen und welchen Beitrag er sich zur Jugend-Synode von Schönstatt wünscht:

Was erwartet der Vertreter Schönstatts von der Vor-Synode?

Ich habe die Hoffnung, dass diese Versammlung der Vor-Synode ein großer Augenblick der Jugendlichen wird, bei dem wir dem Sekretariat der Synode deutlich machen können, was die größten und dringendsten Anliegen der Jugend heute sind. Und dass das nicht nur Ideen bleiben oder nur Vorträge, sondern dass es Worte und Haltungen sind, die aus dem Herzen kommen. Ich hoffe, dass das Arbeits-Schema produktiv und organisch ist, und dass es dem Anliegen dient, das Höchstmögliche aus dem herauszuholen, was jeder der anwesenden Jugendlichen beizutragen hat.

Und ich erwarte ein großes Pfingsten, denn es wird einfach ganz überwältigend sein, Jugendliche aus verschiedenen Teilen der Welt und ganz unterschiedlichen Kulturen in einem gemeinsamen Anliegen verbunden zu erleben. Das wird sensationell!

Lucas, was kannst Du persönlich einbringen?

Ich hoffe, durch meine Erfahrungen und Erlebnisse von meinem Weg in Schönstatt und in der Evangelisierung der Jugend beitragen zu können, und dabei nicht nur die Herausforderungen und Sorgen meiner Region, sondern auch von Charismen und Wirklichkeiten, die ich kennengelernt und in denen ich mitgearbeitet habe, einzubringen. Ich kann jetzt keinen konkreten Punkt nennen, den ich unbedingt beitragen möchte, doch ich werde so organisch wie möglich aufmerksam sein, um in jeder Situation das Beste einzubringen.

Was erwartest du von Schönstatt in Blick auf die Synode?

An erster Stelle erwarte ich von Schönstatt viel Gnadenkapital von allen Heiligtümern und aus aller Welt. Die Zeit für konkrete Beiträge durch die Online-Umfrage und die Fragebögen des Vorbereitungsmaterials ist ja nun schon verstrichen. Ich gehe davon aus, dass viele Schönstätter in aller Welt sich daran aktiv beteiligt haben. Aber es ist auch immer noch möglich, über Facebook jetzt zeitgleich zur Vorsynode mitzuarbeiten.

Doch was ich am meisten erwarte, ist, dass Schönstatt diese Synode mitlebt, ja, lebt. Dass es diese Synode nicht im Oktober diesen Jahres in Rom passieren lässt, sondern zum Werkzeug wird, damit dieser Prozess überall dorthin kommt, wo Schönstatt präsent ist und noch weiter. Ich gehe davon aus, dass diese Synode einen großen Reichtum bewirkt und weiter bewirken wird, und zwar durch den Einfluss vor Ort auf Gruppen, Kirchen, Diözesen. Unzählige Dialog- und Reflexionsinitiativen zum Thema der Synode werden entstehen und dazu führen, wichtige Fragen wie die Rolle der Jugendlichen heute neu zu denken, die Beziehung des Jugendlichen zum Glauben und wie man in der Jugendpastoral arbeitet, die Frage der Berufung als Persönliches Ideal und so viel mehr. Und ganz oft werden diese Prozesse zu einem sehr guten Weg der Umkehr für die Jugendlichen wie für die Kirche führen. Mit einem Wort, ich hoffe, dass Schñnstatt dazu beitragen kann, dass die Erlebnisse und Erfahrungen der Synode in die Welt gehen!

 

Lucas, wir begleiten dich!

Versammlung der Vor-Synode

 

Fotos: Rodrigo Barboza Galhardo

Original: Portugiesisch, 17.3.2018. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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