Veröffentlicht am 2016-07-14 In Schönstätter

18. Juni 2011 – 18. Juni 2016: Fünf Jahre Priesterleben

ITALIEN, Federico Bauml •

IMG-20160620-WA0004Jeder hat einen Geburtstag, der Tag, an dem man geboren ist. Ein Priester hat jedoch zwei Geburtstage: seine tatsächliche Geburt und seine Priesterweihe, ein Moment der Geburt in ein neues Leben.

Doch da gibt es einen Unterschied zwischen Geburtstagen und Priesterweihen: denn bei dem ersteren sind es die anderen, die demjenigen Geschenke bringen, der gefeiert wird, und bei dem letzteren, auch wenn auch er Geschenke bekommt, ist letztlich das „Geburtstagskind“ das Geschenk, ist er derjenige, der sich schenkt.

Keinen Unterschied gibt es allerdings bei der Frage, wie man Geburtstag oder Priesterweihe am besten feiert – mit einem Fest natürlich! Und genau das haben wir getan, um am 18./19. Juni den fünften Weihetag von Pater Alfredo Pereira zu begehen.

Jesus lehrte uns, dass wir ernten, was wir säen, aber oft entdecken wir, dass es nicht jedem möglich ist, sofort die Früchte seiner eigenen Arbeit zu sehen. Aber dieses Mal, ja, dieses Mal ist das geschehen.

Vor uns liegt noch so viel an gemeinsamem Weg

Die Heilige Messe in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kapelle; das Grillen, das Video, die Kuchen und das Lächeln bei diesen Gelegenheiten ist nichts anderes als ein kleiner Spiegel dieser fruchtbaren Saat. Es ist die Anerkennung für jemanden,  der sich in diesen fünf Jahren – um Pater Kentenich zu zitieren –  „vollständig“ zur Verfügung gestellt hat, mit seinen Stärken und Schwächen, seinen Worten und seinem Blick, der in keinem Augenblick etwas für sich behalten hatte, und das in der Kraft desjenigen, der sich berufen weiß, eine Aufgabe zu erfüllen, die ihn manchmal übersteigt, ohne jemals den Glauben daran zu verlieren.

Es wird eine Zeit für Erinnerung, Abschied  und Wehmut kommen, aber jetzt noch nicht.

Noch ist ein  Fels zu meißeln, auf dem unser Haus gebaut werden soll. Es gibt noch so viele Anker, die gelichtet werden müssen, Wellen, mit denen das Meer zu füllen ist, Wege, die zu gehen sind, Steine, die zurückgelassen werden müssen, Tage und Abende, die miteinander zu verbringen sind, Lieder die zu singen sind, Worte die zu entdecken sind, Wege zu gehen, die vielleicht Umwege sind oder auf denen man suchen muss.

Es gibt noch eine Menge gemeinsamer Wege zu gehen.

¡Sursum Corda!

festa P. Alfredo

Original: Italienisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland/mf

Schlagworte: , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.