Veröffentlicht am 2011-01-30 In Schönstätter

Die Freude am puren Leben setzt sich durch

Marianne Maier - mit der Fackel des Trienniumsmkf. Ganz überraschend taucht sie in Schönstatt auf, am ersten Wochenende des neuen Jahres 2011: Marianne Maier. Zusammen mit Marie-José Müller schaut sie auch noch im PressOffice vorbei, und bei Kaffee und Tee wird geredet, von Herzensanliegen und 2014, von Vaterströmung und Jugendfest und allem, was Leben ist und sich bewegt in Schönstatt…

 

 

Marianne, das ist Ihr erster Besuch in 2011 vor Ort in Schönstatt, was hat Sie hier her geführt?

Spontanbesuch im PressOffice, zusammen mit Marie-José MüllerTolle Menschen, nichts weiter! Ob sie es mir glauben oder nicht, spontan wie immer steh ich komplett ungeplant vor Ihnen und es macht Spaß. Der Aktion dieses Wochenende gebe ich den Titel „Beistand“, wer nun wem bei was beiseite stand ist nicht wichtig. Genauso wenig ein Ergebnis. Gemeinsam „Von Menschen und Göttern“ im Kino zu schauen, zu sehen wie die singenden Brüder bei immer lauter werdenden Hubschrauberklängen näher zusammenrücken, Sie kennen die Szene? Immer eindringlicher wird der Ton der unaufhaltsam näher kommenden Bedrohung, der Gewalt… wie die quälenden Gefühle von Angst und Mutlosigkeit in ihnen augenblicklich nur noch klarer eine Antwort verlangen – einmütig stehen sie beieinander, nur noch lauter singend und betend, den Hubschrauber mit allem was er bringen mag – in Gott gefriedet, das Kreuz umarmend – (einfach…) näher kommen lassen… Ja, es ist gut, von Zeit zu Zeit beieinander zu sein, nicht nur um solche Kinoszenen so richtig unter die Haut gehen zu lassen – ja einfach um gemeinsam zu erleben.

Jetzt sind wir also seit dem 18. Oktober gemeinsam unterwegs auf 2014 zu, was liegt Ihnen hierbei am Herzen?

So ganz konkret: also zum einen die Wahl zwischen IPod und IPray – und wissen Sie, die ist manchmal gar nicht sooo schwer: „Connecten“, ganz mein Ding, wie viele Minuten ich täglich telefoniere, kann ich gar nicht sagen, 4 oder 5 davon Maria widmen, für mich kurzum ein logischer Schluss.

Als wir hier in der Nacht auf den 18. Oktober letztes Jahr das Triennium feierlich eröffnet haben, kam mir beim Heimfahren mitten in der Nacht urplötzlich dieser Gedanke: Mari, und wenn es das Einzige ist, was du für 2014 bringst, wie wärs mit Gebet, und zwar täglich!“ Waaaas, unvorstellbar! Also gut, da du dich sehr gut kennst, liebe Mari, machst du das nicht allein (denn dann bleibt’s sehr schnell auf der Strecke). Rosenkranz geht mir leicht von der Hand, nur kein ganzer darf es sein, sonst werde ich müde, und am besten zu zweit, ich gebe zu das ist für mich himmlisch. Jedem das Seine, mir taugt’s. So, jetzt hab ich mich als alter Rosenkranzfan ge-outet, wie kitschig! – Mein Glück ist, es gibt tatsächlich noch andere, die sich darauf einlassen können, mitten am Tag. Meine Telefonnummer ist noch nicht auf der „Ignore“-Liste gelandet und überraschend schlägt die spontane, leichte Überforderung, mit mir am Telefon zu beten, bereits Wellen, das gefällt mir. All meinen Bündnispartnern seither sei größter Dank, vor allem denen, die ich kurz vor 0 Uhr noch anrufen darf, um mit mir zu beten, denn viel Struktur ist bei mir mit diesem Vorsatz nun mal absolut nicht möglich. So Gott will, ich bin noch unterwegs auf der „Gsetzles-Jagd“ und ich kann Ihnen sagen, bisher hat mir noch kein Vorsatz so viel Spaß gemacht! Da sag ich offen und ehrlich: „Ganz mein Ding!“ Und Telefonnummern erbeten, bis 2014 ist noch ein bisschen hin , also falls es so sein darf, gerne bete ich auch mit Ihnen oder – ohne es übertreiben zu wollen, gilt in dieser Mission ohne Frage: RUF MICH AN (-:

Ja, Marianne, sind Sie jetzt nur noch kontemplativ unterwegs?

Haha, ein Fehler wäre das wohl wirklich nicht. Hmmm, die Innerlichkeit, ja, stimmt, ist für mich ein großes Thema momentan in Sachen Kirche und Welt. Unzählige Beobachtungen zeigen mir, es mangelt an Strahlkraft, das macht mich sehr nachdenklich (und leider auch jammerlich, was ich so gut es geht, versuche nicht zuzulassen, schlecht denken will ich mir nicht leisten, manchmal gelingt es mir aber einfach nicht).

Zum einen bin ich überzeugt , wer heutzutage bei dieser mutlosen Kirche unseres Landes sich noch Kirche nennt, sich zu ihr bekennt, ja aber bitte, der hat Charisma oder der hat eben Charisma – wenn Sie verstehen, was ich meine. Geistbeseelt, oder wir sind nicht mehr auf der Bildfläche.

Dabei hängen meine Gedanken sehr schnell an den Erinnerungen: „In Dir- grenzenlos“ mit Big-Party letztes Pfingsten. Unser Kentenich-Zentralwert „Herzensheiligtum“ wurde 2010 bei mir unweigerlich Programm, von dem ich so schnell gar nicht mehr loskomme. Das schöne Wetter und die unzähligen Geschenke verbunden mit dem Gesamtpaket „Jugendfest auf der Liebfrauenhöhe“ … seltsam, aber wahr: Das verpflichtet, unweigerlich und oh Schreck auch leider grad da wo‘s einen eben nur so richtig packen kann: Es geht um innen.

Vom Jugendfest haben wir berichtet, ab und an noch war auf schoenstatt.de Ihr Name zu lesen mit Aktionen rund um Maria und Kentenich, ist das nun Geschichte?

Ja, aber bitte Geschichten, von der Sorte eben, die das Leben schreibt. Versprechen kann ich nichts. Woran ich enormen Spaß habe zur Zeit, und ich weiß, wenn ich davon rede, sieht man mir es auch noch an: Einfach wie wild Leute einzuladen zu JK@Skype – online gehen und ausprobieren! Virtuelles Zusammenkommen im Zeichen Josef Kentenichs. Wem die 1,5 h am Feierabend gerade in den Kram passen, der loggt sich ein, oh und dankbare Grüße an dieser Stelle sei gesagt euch allen treuen Mit-Skypern und Neu-Interessierten! Was da eine Dichte im Netz entsteht, das ist einfach unbeschreiblich.

Wär hätt’s denn gedacht, da ist MARIA, von der ich auch dieses Jahr nicht lassen kann. Fast erschreckend, eine unumgehbare Größe meines Lebens. Sie bleibt sensibles Thema, egal wo und wie und auch für mich, und dennoch: wie alle Frauen… sie mag es einfach, wenn wir in der Öffentlichkeit Gutes von Ihr reden. In der Werkstatt Maria beispielsweise sehe ich einen lebendigen und idealen Raum, für alle, die den Mut haben, sich immer wieder neu auf diese Hammer-Frau einzulassen. Es lohnt sich!

Visionen lieben – Ihr Schönstatt in 30 Jahren, teilen Sie uns ein Stückchen mit?

Wie für 2011 als auch darüber hinaus – ganz einfach eigentlich, das Thema ist: ein Schönstatt, das zu meinem Lebensgefühl passt. Experimentierfreudige aufgepasst, es darf noch 100.000 Aktionen und Versuche geben. Das Prinzip ist glasklar, das Lebendige entscheidet, die Freude und Kraft am puren Leben setzt sich durch. Oder wie in einer Predigt der Satz Josef Kentenichs aus dem Hörbuch „Starke Stimmen“ kürzlich zitiert: „Mit einem Eiszapfen zündet man kein Feuer an“. Zusammen mit Dir und Ihnen geistbeseelt das tun aus dem Schatze Schönstatts, was mich persönlich umhaut, erwärmt, lebendig hält.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert