Fiesta de Sion

Veröffentlicht am 2024-02-22 In Leben im Bündnis

Dreißig Jahre Sion del Padre… und ein Traum ist wahr geworden

ARGENTINIEN, Lilita und Carlos Ricciardi •

Am vergangenen Sonntag, dem 18. Februar 2024, wurde der 30. Jahrestag der Einweihung des Sion del Padre-Heiligtums in Florencio Varela gefeiert, ein Traum der Gemeinschaft der Schönstattpatres aus den Ländern am Rio de la Plata. —

Der Tag war bewölkt und es drohte Regen, der den vielen Menschen, die nach Florencio Varela gekommen waren, um die Gemeinschaft der Patres bei dieser schönen und bewegenden Feier zu begleiten, einige Probleme hätte bereiten können. Denn hier gibt es nichts zum Unterstellen. Aber… es regnete nicht, und was Pater Ludovico Tedeschi mit dem ihm eigenen Optimismus und seiner ansteckenden Freude angekündigt hatte, erfüllte sich: „Es wird nicht regnen“. Auch die Mücken waren zahlreich vertreten (in verschiedenen Teilen des Landes gibt es zurzeit eine große Mückenplage), was dazu beigetragen hat, unser Gnadenkapital zu vermehren, indem wir sie ausgehalten haben.

Wir kamen früh in Sion an, um diese Feier in vollen Zügen genießen zu können und natürlich, um für schoenstatt.org über dieses Ereignis zu berichten, zusammen mit Claudia Echenique, die vor 30 Jahren das Video von der Einweihung dieses Heiligtums gedreht und dabei viele interviewt hatte, die beim Bau mitgearbeitet und mitgewirkt hatten. Es lohnt sich, das Video anzusehen und sich daran zu erinnern. Natürlich gibt es, wie Pater Pablo Pol, der neue Regionalobere, sagte, viele von uns, die vor 30 Jahren dabei waren, auch wenn die Gesichter nicht mehr dieselben sind.

Fiesta de Sion

Sionsfest 2024

Ein Traum, der vor 57 Jahren begann

Einige sind nicht mehr hier, weil sie heimgegangen sind ins Haus des Herrn: P. Esteban Uriburu, Pater Enrique Schaefer, Pater Horacio Sosa, Pater Antonio Cosp und so viele Laien, die sich für Schönstatt engagiert haben und lebendige Steine des Sionsheiligtums sind. Andere konnten nicht kommen, wie Pater Alberto Eronti, der in Córdoba blieb („Jemand muss doch die Messe für die Leute in Córdoba zelebrieren!), aber er schickte einen Brief, der das Gefühl der Patres bei dieser Feier unter dem Titel „Ein Traum wird wahr“ zusammenfasst.

„Es geht um einen Traum, der vor 57 Jahren begann, als unsere Priestergemeinschaft in den Ländern des La Plata gegründet wurde, die Sehnsucht nach Land, dem Heiligtum und einem eigenen Haus. Im Jahr 1994, als Bischof Claudio Giménez das Heiligtum einweihte, hatten wir definitiv Land und ein Haus. Das, was unser Vater und Gründer Joseph Kentenich 1914 ‚die Freude am eigenen Haus‘ nannte. In diesen 30 Jahren hat sich unsere Gottesmutter wirklich als „Dreimal Wunderbare“ erwiesen. Dort erfuhren wir die Gnaden der Beheimatung, der Wandlung und der Aussendung. Dort wurden wir zu einer priesterlichen und geschwisterlichen Familie. Dort erlebten wir uns als Gemeinschaft des Gebets, der Anbetung, des Lobes, der Sühne und der Bitte.“

Er schloss seinen Brief mit den Worten von Pater Kentenich: “ Lass mich für alles, alles herzlich danken, mit inniger Liebe, Mutter, dich umranken. Was wären wir geworden ohne dich, die du für uns besorgt bist mütterlich!“

Fiesta de Sion

Eine Schwester von Pater Ludovico Tedeschi (beides Kinder unserer lieben Maria Tedeschi) traf nach vielen Jahren  Maria Ines Epele wieder; die beiden sind Freundinnen aus der Kindheit

„Sion“ in Varela möchte jeden Tag mehr und mehr zu einem Ort für alle werden

Vor der Messe erinnerte der neue Regionalobere Pater Pablo Pol an die 30 Jahre des Heiligtums und stellte die anwesenden Priester, die Seminaristen und die Postulanten vor, die ihren Weg in der Gemeinschaft beginnen. P. Alexandre Awi, P. Eduardo Aguirre, Postulator des (suspendierten) Seligsprechungsprozesses von Pater Kentenichs, der frühere Postulator, Pater Ángel Strada, die Patres Pedro Kühlcke und Ignacio Camacho, alle aus Deutschland, Pater Juan Pablo Catoggio, ehemaliger Generaloberer, der in die Region zurückgekehrt ist, Bischof Claudio Giménez, emeritierter Bischof von Caacupé, Paraguay, und alle Patres der Region, die zu ihrer jährlichen Tagung in Florencio Varela zusammengekommen sind.

Das Sionsfest ist die Gelegenheit, alle Patres zu sehen und zu grüßen, und auch viele Marienschwestern, die aus Nuevo Schoenstatt kommen, um am selben Tag und am selben Ort teilzunehmen. Sie werden alle sehr geliebt und geschätzt und aus diesem Grund nehmen viele an diesem Tag in Florencio Varela teil.

Es ist schwierig, so viele Erlebnisse und Emotionen in diesen Absätzen von allem, was an diesem Tag erlebt wurde, zu vermitteln, aber wir wollen einige Details hervorheben. An erster Stelle die Botschaft von Pater Pol in dem schon traditionellen „Heftchen“, das uns ausgehändigt wurde, in dem er betont: „Nach 30 Jahren können wir bestätigen, dass unsere Lebensquellen hier sind, in der Nähe des Sions des Vaters in diesem Land von Varela: es ist unsere Heimat, unser Heiligtum des Vaters und der Väter, unsere Mission“ (…) „Das Sion des Vaters, das Sion von Varela will jeden Tag mehr von allen sein. Hier sind wir und bleiben wir! Mögen die kommenden Generationen uns beurteilen!“

Pater Pol kündigte mit großer Freude die bevorstehende Priesterweihe von Agustín Ozcoidi am Samstag, den 13. April an, der der erste Schönstattpater in der Geschichte Mendozas ist. Mit großer Freude und Beifall stellte er auch die neuen Berufungen vor: Agustín Goyanes, Armando Giménez, Juan Pablo Seré und Pablo Enciso, die als Postulanten dieses Jahr im Haus Sion leben und nächstes Jahr das Noviziat in Tupãrenda beginnen werden. Sie vertrauen darauf, dass der Herr und die Gottesmutter dank der Gebete der ganzen Familie noch vier oder mehr Berufungen in der Region schenken werden.

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Es war bewegend, Angela Gold mit ihrem Rollator und mit enormer Willenskraft zu sehen, so kurz nachdem ihr Mann Uli  verstorben war

Familienmittagessen im Josef-Engling-Zentrum

Nach der Heiligen Messe gingen wir zum Josef-Engling-Zentrum, wo wir das traditionelle Mittagessen mit Choripanes, Hamburgern und Kuchen einnahmen, das (wie in den letzten Jahren üblich) von der Familie aus La Plata zubereitet wurde. Unsere Glückwünsche und unser Dank gelten den Müttern, Ehepaaren und Jugendlichen aus La Plata, die bei der Betreuung der Anwesenden mitgewirkt haben; außerdem war es die größte Delegation, genau wie auf unserem Foto! Sieht man, dass wir aus La Plata sind?

Monica und Carlos Giaquinto, die bei diesen wichtigen Anlässen immer dabei sind, sind extra aus Mar del Plata angereist. Es war auch bewegend, Angela Gold mit ihrem Rollator und ihrer enormen Willenskraft zu sehen, so kurz nachdem ihr Mann Uli  verstorben war.

Eine Schwester von Pater Ludovico Tedeschi (beides Kinder unserer lieben Maria Tedeschi) traf nach vielen Jahren  Maria Ines Epele wieder; die beiden sind Freundinnen aus der Kindheit. Die kleinen Details, die das Fest von Sion so besonders machen.

Fiesta de Sion

Mittagessen

Alle zusammen im dankbaren Gebet

P. Lucas Chiappe, der zuletzt geweihte Schönstattpater, leitete die eucharistische Anbetung und den Segen, bei dem alle zusammen, Priester, Schwestern und Laien, unter den Bäumen, die in diesen 30 Jahren so sehr gewachsen sind, beteten und dankten, um diesen schönen Festtag abzuschließen.

In Wirklichkeit gibt es so viele, die in diesen 30 Jahren mitgearbeitet haben, natürlich die Schönstatt-Patres und die Laien und Nachbarn, die „Bindungen aufgebaut, sich gegenseitig kennengelernt und geschätzt haben. Wir versuchen, das einzubringen, was uns gehört: den Glauben an Jesus und Maria, den Glauben der Kirche, der inmitten so vieler schwieriger Situationen, die wir durchleben, eine Botschaft der Hoffnung bringt. Genauso hat uns dieses Viertel Werte gezeigt, die wir übernommen und uns zu eigen gemacht haben: Einfachheit, gemeinsames Teilen, das Leben inmitten von Schwierigkeiten feiern und die Kraft, vorwärts zu gehen“ (Pater Pol).

La Plata presente

Das ist La Plata

Fiesta de Sion

Sionsfest 2024 | Fotos: Gabriela Sarquis, Carlos Ricciardi

Video der Heiligen Messe, Sionsfest 2024

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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