Santuario de Corrientes

Veröffentlicht am 2022-09-16 In Leben im Bündnis

Erste Eindrücke von der Einweihung des Heiligtums von Corrientes

ARGENTINIEN, Inés Petiti / Maria Fischer •

In Anwesenheit von Tausenden von Pilgern aus der Stadt und der Provinz Corrientes, aus mehreren Provinzen Argentiniens, aus Paraguay, Brasilien und Chile und mit vielen weiteren, die per Liveübertragung anwesend waren, wurde am 11. September das lang erwartete Schönstatt-Heiligtum „Tierra de Maria“ (Marienland) in Corrientes eingeweiht. —

Santuario de Corrientes

Zum Auftakt der Einweihung des Heiligtums in Güemes 1411, wo sich seit vielen Jahren ein Bildstock befindet, fanden am Samstag, den 10. Oktober, verschiedene Aktivitäten statt. Um 14:00 Uhr zog ein Korso mit dem Bild der Gottesmutter von Schönstatt durch mehrere Bildstöcke der Stadt, begleitet von der Pilgernden Gottesmutter von Itatí (der traditionellen Marienverehrung in der Provinz Corrientes) und einer Nachbildung des Kreuzes der Wunder.

Am Abend gab es Momente des Gebets, eine Kantate und eine Messe mit der Segnung des Tabernakels des Heiligtums.

Der Moment, in dem alle Träume erfüllt wurden

Am Sonntag kamen die Pilger sehr früh am Morgen an und wurden herzlich empfangen. Die Messe, die von Erzbischof Andrés Stanovnik zelebriert wurde, fand in der Polizeischule statt, die nur zwei Blocks vom Heiligtum entfernt liegt, unter Teilnahme zahlreicher Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Dann gab es eine Wallfahrt zum Heiligtum, in dem das Bild der Gottesmutter angebracht wurde. Mehr als 3.000 Menschen aus ganz Argentinien waren anwesend, ebenso wie Gruppen von Gläubigen aus Paraguay, Brasilien und Chile. Einige kamen in Bussen, andere in Autos und sogar in Wohnwagen und mit Motorrädern.

Die Messe war für alle Anwesenden ein ganz besonderer Moment, aber der emotionalste Moment war zweifellos, als das Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter in ihrem Heiligtum angebracht wurde.

Nachdem Erzbischof Stanovnik die Außen- und Innenwände des Heiligtums mit Weihwasser gesegnet hatte und bevor er das Bild der Gottesmutter segnete, sagte er off the record zu den Leuten in seiner Umgebung: „Geht und bereitet die Sapucais vor…“ (NR: langer und spitzer Schrei, der als Ruf oder Zeichen des Jubels verwendet wird, typisch für die Guaraní-Kultur).

Als das Bild dann ins Heiligtum getragen wurde, ertönten mehrere „Sapucais“, während ein Chamamé gespielt wurde und viele weiße Taschentücher zum Gruß an die Jungfrau geschwenkt wurden. Dann wurde die argentinische Nationalhymne gesungen und die große Bewegung in Richtung Heiligtum begann, denn jeder der Pilger wollte das Heiligtum betreten und die Gottesmutter dort begrüßen.

„Ja, ich bin hier. Ich weine die ganze Zeit vor Glück“, kommentierte Inés Petiti aus der Stadt Goya. Sie hat auf schoenstatt.org so oft von ihrer Sehnsucht nach dem Heiligtum erzählt, von ihren Reisen nach Córdoba oder Buenos Aires, um die Zettel mit den Beiträgen zum Gnadenkapital für das Wegrand-Heiligtum von Goya zu überreichen. Das Glück, endlich ein Heiligtum in der Nähe zu haben, ist immens. Wie könnte man in diesem Moment nicht auch an die ersten denken, die die Pilgernde Gottesmutter nach Corrientes brachten, an Martha Liotti, die Gründerin der Kampagne für Babys in Lebensgefahr, an die ersten Ehepaare, an diejenigen, die jahrelang die Bildstöcke der Stadt behüteten… An diesem Tag wurden all ihre Träume erfüllt.

Ich glaube immer noch daran

Viele Jahre lang habe ich die Sehnsucht nach dem Heiligtum und die Schritte zu seinem Bau begleitet, aber seine Einweihung habe ich nur auf dem kleinen Bildschirm meines Handys erlebt. Und das in dem Zimmer des Pflegeheims, in dem meine Schwester lebt, Schönstätterin seit eigentlich immer, der ein schweres Gehirnbluten einen Großteil ihres Gedächtnisses und ihrer intellektuellen Fähigkeiten ausgelöscht hat und es ihr schwer macht, die richtigen Worte zu finden. Sie verstand nicht, was gesagt wurde, aber sie genoss die Musik und den Gesang, hatte Spaß an der Militärkapelle… Bis der Moment gekommen war, als das MTA-Bild zum Heiligtum getragen wurde. Nach einer langen Stille sagte sie sehr deutlich: „Ich glaube immer noch daran, wirklich, ich glaube doch immer noch daran“.

Der Dienst der Schönstattmitglieder

Aufgrund der großen Anzahl von Menschen gab es eine spezielle Organisation, die von den Mitgliedern der Schönstatt-Bewegung aus Corrientes geleitet wurde. Sie begleiteten Menschen aus anderen Provinzen oder Ländern zu den Unterkünften, sie boten Frühstück an, einige bildeten Absperrungen für den Ein- und Ausgang zum Heiligtum, andere begleiteten die Priester während der Eucharistiefeier, und einige blieben, um das Heiligtum zu bewachen und die Kantine zu betreuen, nur zwei Blocks von der Polizeischule entfernt, wo die Messe gefeiert wurde.

Die Motorradfahrer von Paraguay

Arturo Aguilar ist einer der Motorradfahrer, die am Freitag aus Paraguay eingetroffen sind. Mit ihren schwarzen Lederjacken, auf denen ein Bild der Gottesmutter von Schönstatt aufgedruckt war, erregten sie die meiste Aufmerksamkeit. Als das Bild ins Heiligtum getragen wurde, hupten sie ohrenbetäubend laut, und viele von ihnen waren zu Tränen gerührt.

„Wir haben uns geistig und wirtschaftlich vorbereitet. Es ist ein Segen, diesen historischen Moment zu erleben, in dem die Gottesmutter an einen Ort herabsteigt und ihre Gnade austeilt. Es ist das Wunderbarste, was es geben kann. Als verwöhnte Kinder Marias fühlen wir uns sehr glücklich, bei den Menschen in Corrientes zu sein“, erklärte Arturo.

Gleichzeitig erzählte er, dass „wir immer zu den Heiligtümern und auch zu den Kirchen pilgern. Wir sind 18 Personen und sind mit neun Motorrädern gekommen.“

„Die paraguayischen Motorradfahrer sind missionarische Ehepaare der Gottesmutter“, kommentiert Inés. „Sie können sich nicht vorstellen, wie viel Lärm sie mit ihren Motorrädern gemacht haben!“

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Die Madrugadores von Corrientes

Die „Madrugadores“ in dieser Stadt treffen sich seit fünf Jahren jeden zweiten Sonntag ab 8:00 Uhr morgens, um den Rosenkranz zu beten. Es handelt sich um eine Gemeinschaft von etwa 50 Männern, von denen sich zwischen 15 und 20 regelmäßig zum Gebet treffen, der Rest sind „Schwalben“. „Für viele Männer ist es das Tor zu den Schönstatt-Männergemeinschaften“, erklärt Ramón Sandoval, eines der Mitglieder. „Die Madrugadores sind wie ein Kindergarten für den Einstieg in die Welt Schönstatts. Dann, wenn sie eine neue Art, den Glauben zu leben, entdecken, entscheidet jeder von ihnen, ob er sich der Männerliga oder dem Männerbund anschließen oder einfach in der Volks- und Wallfahrtsbewegung als Madrugador bleiben möchte“, fügte Sandoval hinzu

Sie sind Teil der Schönstatt-Männersäule, die in Corrientes auch von der Mannesjugend, der Männerliga und dem Männerbund gebildet wird. Einer der Madrugdores aus der Nachbarprovinz Chaco wird seine Erfahrungen mit der Einweihung des Heiligtums in einem Artikel mitteilen, auf den wir noch warten.

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Video

Fotos: Inés Petiti, Goya, Argentinien


In der Presse:

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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