Federación de Madres

Veröffentlicht am 2022-05-04 In Leben im Bündnis

Autonomie des Mütterbundes in Paraguay

PARAGUAY, Norma Pistilli de Figueredo – Revista Tuparenda

Eines Nachmittags im Jahr 1995 wurde im unerschrockenen Herzen einer Mutter eine kleine Flamme entzündet, die im Laufe der Zeit immer größer werden sollte. Der Heilige Geist wehte, die Flamme wurde unter dem Einfluss von Pater Nicolás Schwizer geboren und eine Handvoll mutiger Frauen fachte das Feuer an, bis es mehr und mehr wuchs. —

Das war die Geburtsstunde von Kurs 1 des Mütterbundes in Paraguay. Sechzehn Frauen, die sich mit Herz und Seele für diese Gründungsphase einsetzten und auf Anraten von Pater Nicolás die Vorkandidatur unter der Leitung des Mütterbundes von Argentinien begannen, der zu diesem Zeitpunkt dank der fruchtbaren Arbeit von Pater Antonio Cosp bereits gegründet und konsolidiert war.

Ein gemeinsamer Weg

Ein paar Jahre später, am 6. Mai 1997, wurde mit dem Beginn der Kandidatur der Pioniere „Freude des Vaters“ der Mütterbund Argentinien – Paraguay geboren. Das gleiche Gebiet, das uns in Geschwisterlichkeit aufgenommen hat, vereint unter dem gleichen Mantel, dem der MTA, und unter der gleichen Flagge, der unseres Schönstattlandes.

Es war ein langer Weg als Region von Paraguay. Dank der Unterstützung und Führung unserer argentinischen Mütter sind wir in die Tiefe und in die Breite gewachsen. Wir haben gemeinsame Begegnungen, Einkehrtage, Brücken, Treffen, Aufgaben und Missionen. Wir haben gemeinsam unvergessliche Momente erlebt, viele Freuden, viele Sorgen. Wir sind gewachsen mit der Hilfe von wunderbaren Menschen, die uns ihr Wissen und ihre Zuneigung geschenkt haben.

Ein Blick auf die Gegenwart

Und so wurde aus der kleinen Flamme ein Feuer, das brennt und erobert. Schritt für Schritt konsolidierten wir uns als Region. Siebenundzwanzig Jahre nach diesem ersten Treffen besteht der Mütterbund von Paraguay heute aus sechs Kursen, einem Kurs in der Kandidaturphase und einem Kurs in der Vorkandidaturphase in der Stadt Encarnación. Insgesamt gibt es acht Kurse, an denen 91 Mütter aus Asunción und Umgebung sowie aus Encarnación teilnehmen.

Eine Flamme, die uns immer erhellt

Im Jahr 2019, dem Jubiläumsjahr von Hörde (= Hörde ist ein Stadtviertel von Dortmund in Deutschland, wo 1919 der Apostolische Bund von Schönstatt gegründet wurde), haben die paraguayischen Bundesmütter begonnen, von Autonomie zu träumen und über die Bildung eines eigenen Territoriums nachzudenken. Die Idee begann Realität zu werden, als wir beschlossen, dem Territorialrat in jenem Jahr unseren Antrag auf Unabhängigkeit vorzulegen. Damals schickte derselbe Rat einen Brief an das Generalpräsidium, in dem er unser Anliegen vortrug.

Und so kamen wir zu der Antwort des internationalen Präsidiums, die wir an einem unvergesslichen 28. August 2020 erhielten: „Der Antrag: Trennung des Mütterbundes in Paraguay von Argentinien zur Gründung eines eigenen Territoriums in Paraguay wurde einstimmig unterstützt“.

Ein Blick auf das, was kommen wird

Am 7. und 8. Mai 2022 werden wir das Gründungskapitel des Apostolischen Mütterbundes von Paraguay haben, einen Territorialrat wählen und die Territorialstatuten verabschieden, die von nun an unsere treibenden Kräfte sein werden.

Wir werden auch unsere Dreimal Wunderbare Mutter und Dreimal Wunderbare Königin von Schönstatt zur Königin des Mütterbundes von Paraguay krönen, an deren Krone wir seit Beginn dieses Autonomieprozesses geistig gearbeitet haben.

So viel, wofür man dankbar sein kann

Zu jeder Zeit und an erster Stelle erheben wir unsere Dankbarkeit zur Heiligen Dreifaltigkeit, der göttlichen Quelle der Gnaden, mit der alles beginnt und zu der uns alles führt. An unsere treue und liebevolle Verbündete, die selige Jungfrau Maria, Mutter und bewundernswerte Lehrerin. An unseren Vater und Gründer, von dem wir das Erbe seiner Mission übernommen haben. An unsere Schwestern in Argentinien, die uns geholfen haben, die Ideale von Hörde in einer geschwisterlichen Gemeinschaft der Herzen zu leben. Unseren Beratern und Assistenten, die uns in all den Jahren mit ihrem fruchtbaren und großzügigen Engagement begleitet haben.

So viel zu erneuern

Wir fühlen uns berufen, unser Engagement für das Erbe, das wir von den Ersten in Hörde erhalten haben, zu erneuern und als Mütter, Ehefrauen und Apostel die Mission unseres Vaters und Gründers beim Aufbau der Nation Gottes in unserer Umgebung und in den Herausforderungen der heutigen Welt zu bezeugen.

So viel zu feiern

Aus diesem Grund freuen wir uns über diesen grundlegenden Schritt, den wir als Apostolischer Mütterbund von Paraguay machen werden und der einen neuen Meilenstein in der Geschichte unserer paraguayischen Schönstattfamilie darstellt.

Und als Familie vereinen wir uns im Gebet, um unsere Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt zu bitten, uns zu helfen, diesen Idealen treu zu bleiben, die Heiligkeit des täglichen Lebens zu leben und fruchtbare Verbündete im Apostolat zu sein.

Original: Spanisch, 3.5.2022. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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