mayolica

Veröffentlicht am 2021-12-30 In Leben im Bündnis

Von unserer Tür aus grüßt und segnet die Gottesmutter alle, die vorbeigehen

ARGENTINIEN, La Plata, Héctor und Norma Pavia •

Vor einigen Monaten haben wir beschlossen, eine Majolika mit dem Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter und Königin von Schönstatt in den Vorgarten unseres Hauses zu stellen, der auch als Stellplatz genutzt wird. Dieser Ort weist zwei Besonderheiten auf; eine davon ist, dass sich fast am hinteren Ende eine Balustrade mit einer kleinen Marmorbank befindet, die zur Dekoration mit kleinen Topfpflanzen dient. Die zweite Besonderheit ist, dass der Vorgarten von der Straße aus zu sehen ist und jeder, der möchte, das Bild der Gottesmutter dort beobachten kann. —

In diesen Zeiten der Pandemie, in denen es für unsere Pilgernde Gottesmutter schwierig war, ihre Sendung zu erfüllen, und sie praktisch nur von unserem Hausheiligtum auswirkte und wenn wir sie mitnehmen konnten, um die „Batterien“ im Heiligtum aufzuladen, kam es uns in den Sinn, eine alte Praxis zu kopieren, die vor einigen Jahren in den Häusern der Stadt La Plata sehr verbreitet war. An ihren Eingängen hatten sie einen kleinen Bildstock an der Wand mit dem Bild der Jungfrau Maria in ihren verschiedenen Anrufungen sowie die Verehrung vieler Heiliger. Dieser Brauch, der zum Beispiel auch in Rom und Süddeutschland bekannt ist, ging in unserer Stadt mit der Zeit verloren, aber die Gottesmutter – nicht wir – nutzte ihn als Strategie, um ihre Gegenwart bekannt zu machen. Von diesem kleinen Platz mit Blumen und Pflanzen aus blickt sie auf den Bürgersteig und segnet die Vorübergehenden.

Das Bild Marias tauchte auf einmal überall auf

Wir waren von der Idee begeistert, und mit ihr tauchte überall das Bild von Maria auf. Wenige Meter von unserem Haus entfernt, in einem der ältesten Häuser des Viertels, begleitet uns eine Jungfrau von Luján. In einer nahegelegenen Ecke des Viertels hängt eine weitere Majolika mit der Rosa Mystica. War das ein Zufall? Nein, ganz und gar nicht. Einen Häuserblock von meinem Elternhaus entfernt war das Kloster der Unbeschuhten Karmeliterinnen, die ich sehr lieb gewonnen habe. Seit diesen Jahren und bis heute erinnert uns das Läuten ihrer Glocken an ihre Gebete für uns alle.

Kurz vor dieser Zeit und ohne zu ahnen, was mit der Pandemie, die die Menschheit erwartete, auf uns zukommen würde, beschlossen meine Frau Norma und ich, den Nonnen ein hölzernes Triptychon der Gottesmutter von Schönstatt zu schenken, damit es neben der verehrten Heiligen Therese vom Kinde Jesu, der Patronin der Missionen, steht und von dort aus in Begleitung der großen „Missionarin und Pilgerin“ von den Klostermauern aus die ganze Welt erreicht und ihren Rosenregen zusammen mit der Heiligen ankommen lässt.

Unser Herausgehen und Ankommen

So beginnt diese kleine Geschichte langsam in der Nachbarschaft zu leben, damit sie mit anderen privaten Bildstöcken, Kindergarten- und Nachbarschaftsbildstöcken, die andere Brüder und Schwestern unserer Familie gefördert haben, ihre wertvollsten Wunder wirken kann. Sie wurde bereits von denen gesehen, die durch den Ort gehen, einige haben von ihrer Anwesenheit gesprochen und andere werden sie entdecken. Ihr Platz ist unsere Haustür, unser „Herausgehen“ und unser „Ankommen“. Und wenn wir in Zukunft das Haus umbauen, wird die Tür an den Festtagen der Heiligen Jungfrau immer offen sein für diejenigen, die sie begrüßen möchten.

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Original: Spanisch, 29.12.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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