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Veröffentlicht am 2021-10-23 In Leben im Bündnis

Im Jahr der Familie „Amoris Laetitia“ denkt Schönstatt über die Bedeutung des Familienseins nach

ITALIEN, Marie- Christine Jeannenot und Pamela Fabiano •

Am vergangenen Samstag, 16. Oktober, und Sonntag, 17. Oktober, fand in Rom im Internationalen Schönstattzentrum Belmonte die 17. Nationale Konferenz der Schönstatt-Bewegung in Italien statt: ein Treffen voller Veranstaltungen und Austausch zum Thema Familie in diesem besonderen Jahr, das der Papst der Familie gewidmet hat.

In einer freudigen, aber auch geistlich besinnlichen Atmosphäre fand ein Abend statt, an dem das Jahr 2020/2021 anhand von Fakten und Themen, die für die Gesellschaft, die Kirche und die Bewegung in Italien wichtig sind, besprochen wurde.

Dank der Kreativität der Mädchenjugend wurden die Ostermission, das Sozialprojekt „Katharinas Garderobe“, die Synode zur Synodalität und das nächste Weltfamilientreffen 2022 mit einer TV-Nachrichtenübertragung im Saal (und im Streaming für diejenigen, die aus der Ferne zugeschaltet waren) vorgestellt. Ein Gebet der Anbetung beschloss den Abend.

Am nächsten Tag, bei der Ankunft im Heiligtum, empfingen Isabella und die anderen Freiwilligen alle mit einem wunderbaren Buffet (Kaffee, Croissants und alle Arten von Süßigkeiten), und auch Pater Marcelo Cervi, Rektor von Belmonte, begrüßte alle mit großer Freude. Viele Teilnehmer kamen aus der Emilia Romagna, der Toskana und Latium. Anwesend waren auch die Patres und Marienschwestern, der italienische Familienbund, einige Seminaristen des Kollegs Mater Ecclesiae, viele Pilger der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter, und nicht zuletzt diejenigen, die per Streaming zugeschaltet waren („weit weg, aber verbunden“ dank der neuen Technologien).

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Eine Zeit der Krise, aber auch der Chancen

P. Facundo Bernabei, Leiter der Schönstatt-Bewegung in Italien, begrüßte und segnete alle zu Beginn des Treffens und erinnerte an das im letzten Jahr gewählte und erneut vorgeschlagene Motto: „Von Ort zu Ort, von Herz zu Herz“ (angelehnt an das Gebet, das aus dem Büchlein „Himmelwärts“ von Pater Kentenich stammt:

““Komm, lass den Herrn und dich zu Gaste laden,
du Mittlerin der Gaben und der Gnaden,
Und knüpfe innig das Familienband
von Herz zu Herzen und von Land zu Land.“

P. Facundo rief alle auf, über den Wert des Mottos in der aktuellen Pandemiesituation nachzudenken. Dies ist eine Zeit der Krise, aber auch eine Zeit der Gelegenheit, des Wandels, in der der Herr jeden von uns aufruft, sich zu verändern. „Von Ort zu Ort, von Herz zu Herz“ spiegelt die Aufforderung von Papst Franziskus für eine Kirche wider, die nach außen geht und sich nicht in sich selbst verschließt. Wir sind zu universeller Brüderlichkeit aufgerufen, wie die Enzyklika „Fratelli Tutti“ nahelegt.

Während der 75. Sitzung der UN-Generalversammlung (25. September 2020) hatte Papst Franziskus bereits betont, wie sehr uns die Pandemie dazu drängt, „diese Zeit der Prüfung als eine Zeit der Wahl zu ergreifen… die Zeit, um zu wählen, was zählt und was vergeht, um das Notwendige von dem zu trennen, was nicht notwendig ist“, denn „wir können nicht ohne einander leben, oder noch schlimmer, gegeneinander“.

Die Pandemiekrise hat sich stark auf das Leben und das Verhalten der Menschen ausgewirkt (die ISTAT-Statistiken über den starken Rückgang der Eheschließungen und die Zunahme der beruflichen und sozialen Schwierigkeiten sind allgemein bekannt). Vor allem die Familie ist bedroht und muss zum Wohle der Gesellschaft erneuert werden.

Das Symbol des Baums des Lebens

In seiner Ansprache zum Thema des Tages erinnerte Pater Facundo an das Symbol des Baumes des Lebens, dessen Samen fruchtbar ist, wächst und sich entwickelt. Wächst die Schönstatt-Bewegung, wie dieser Baum, auch als einladende und offene Familie – dank ihrer Wege, Erfahrungen, Zweige, apostolischen und sozialen Initiativen – oder nicht? Auf diese Frage hin fügte der Direktor hinzu, dass das Schlüsselwort für eine gültige Unterscheidung die Einheit sein muss, wobei die Vielfalt und Originalität jedes Einzelnen erhalten bleiben muss.

Auf diesen Moment der Reflexion folgten einige Zeugnisse: Giacomo Brunelli und Laura Canzanese erzählten, wie die Gottesmutter ihr Leben verändert hat und wie sie in ihren Familien wirkt. Der Rosenkranzgebet im Cor Ecclesia-Heiligtum jeden Mittwoch ist für sie als Ehepaar ein besonderer Moment. Francesca und Paolo Forte erzählten von ihrem Glaubensweg mit Maria in ihrer Familie, in den Freuden und Schwierigkeiten: Die kürzliche Einweihung des Hausheiligtums „des Vertrauens und der Aufnahme“ war für sie eine starke und bewegende Lebenserfahrung.

Während der Messfeier waren einige wichtige Symbole der Bewegung vor dem Altar zu sehen: die Deltakrone von Belmonte (das Symbol der Schönstatt-Diözesanpriester) und die Logos der Synode 2021/2023 und des Jahres der Familie „Amoris Laetitia“.

Nach der Messe schloss Irene Giannini (aus der toskanischen Gruppe) ihr Liebesbündnis als neue Missionarin, umgeben von ihrer Familie und ihren Freunden. Nach dem Mittagessen bildeten das Rosenkranzgebet und die eucharistische Anbetung den Abschluss der Begegnung.

Wie wir an diesem Wochenende vom 16. bis 17. Oktober 2021 erleben durften, ist die Schönstatt-Bewegung in Italien eine Familie und ein schöner „Baum des Lebens“, der in der Einheit in der Vielfalt wächst, wie das Senfkorn, von dem Markus spricht (Mk 4,31-32): „Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“Italia

 

Original: Italienisch. Übersetzung: Maria Fischre @schoenstatt.org

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